US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass seine Regierung sich künftig stärker mit Kuba befassen will. Zunächst liege der Fokus weiterhin auf den militärischen Operationen im Iran, danach könne Kuba auf der außenpolitischen Agenda nach oben rücken. Trump bezeichnete ein Vorgehen gegen die kubanische Führung als „nur eine Frage der Zeit“.
Der Präsident erklärte, die kommunistische Regierung Kubas sei stark an einem Deal mit den USA interessiert. „Sie wollen unbedingt ein Abkommen schließen“, sagte Trump und betonte, dass der Druck auf Havanna bereits Wirkung zeige.
Konkrete Schritte oder einen Zeitplan für mögliche Maßnahmen nannte er jedoch nicht.
Wirtschaftlicher Druck wächst
Die USA haben zuletzt den Druck auf Kuba vor allem im Energiesektor erhöht. Rückgänge bei Öllieferungen – insbesondere aus Venezuela – haben die Energieversorgung der Insel weiter belastet.
In den vergangenen Wochen kam es wiederholt zu größeren Stromausfällen, unter anderem in der Hauptstadt Havanna. Die Energieknappheit wirkt sich zunehmend auf die Wirtschaft und den Alltag der Bevölkerung aus.
Rubio soll eine Rolle in Kuba-Politik spielen
Trump lobte außerdem den Einsatz von Außenminister Marco Rubio in der Lateinamerika-Politik. Rubio arbeite laut Trump aktiv an Strategien im Umgang mit Kuba sowie mit Venezuela.
Nach Darstellung des Präsidenten verfolgt Washington dabei das Ziel, den politischen und wirtschaftlichen Druck zu erhöhen, um Veränderungen in Kuba zu erzwingen.