Sonderausgabe von „Judging Freedom“: Der Angriff auf Iran

In einer hochbrisanten Sonderausgabe des Podcasts „Judging Freedom“ vom 28. Februar 2026 analysiert der ehemalige CIA-Analyst und Nahost-Experte Larry Johnson gemeinsam mit Moderator Judge Andrew Napolitano die dramatischen Entwicklungen des Tages: Die USA und Israel haben einen massiven gemeinsamen Militärschlag gegen den Iran gestartet. Johnson bezeichnet diesen Schritt als „kolossalen Fehler“ von Präsident Donald Trump, der die Vereinigten Staaten in einen Konflikt stürzt, den sie nicht gewinnen können.

Der Angriff, der als „Dekapitationsschlag“ gegen die iranische Führungsspitze geplant war – inklusive mutmaßlicher Tötung des Obersten Führers Ali Chamenei –, hat stattdessen eine massive iranische Gegenoffensive ausgelöst. Diese zielt nicht mehr nur auf israelische Ziele, sondern explizit auf US-Militärbasen im Persischen Golf, in Irak, Bahrain, Saudi-Arabien und Jordanien ab. Johnson warnt: Die USA haben einen Krieg begonnen, den sie logistisch und strategisch nicht durchhalten können.

Ablauf und unmittelbare Eskalation

Der Angriff erfolgte am frühen Morgen des 28. Februars (iranischer Zeit) nach monatelangen Drohungen und Vorbereitungen. Johnson vergleicht ihn mit einem früheren Schlag am 13. Juni 2025, bei dem der Iran seine Reaktion bewusst auf israelische militärische und wirtschaftliche Ziele beschränkte.

Diesmal ist die Lage grundlegend anders: Innerhalb von nur 90 Minuten nach dem US-israelischen Überraschungsangriff startete Teheran eine massive Vergeltung mit ballistischen Raketen und Drohnen. US-Basen, darunter die Fünfte Flotte in Bahrain, wurden getroffen – das Hafengebäude brennt, und es gibt Berichte über jubelnde Bahrainer.

Johnson hebt hervor, dass der Iran die Straße von Hormus de facto geschlossen hat: Schiffsverkehr ist dramatisch eingebrochen (bis zu 70 % Rückgang laut Schifffahrtsdaten), japanische Reedereien haben Operationen eingestellt, und die IRGC warnt Schiffe per Funk, die Passage nicht zu wagen. US-Zerstörer und der Flugzeugträger Abraham Lincoln sind dadurch in ihrer Nachschubfähigkeit massiv eingeschränkt – Munitionsnachladung ist nur noch in entfernten Häfen wie Diego Garcia möglich, was eine Woche dauert.

Militärische Fehleinschätzung und strategische Grenzen

Johnson kritisiert die arrogante Fehleinschätzung Trumps: Der Präsident glaubte an die Überlegenheit der US-Streitkräfte („keine bessere Armee der Welt“) und übersah die iranischen Vorbereitungen. Der Iran hatte Nachfolger für Führungspositionen designiert und mobile Raketenwerfer in unterirdischen „Missile Cities“ versteckt – Hunderte von Raketen, die schwer zu orten und zu zerstören sind.

Seymour Hersh zitierend, widerlegt Johnson Behauptungen, der iranische Raketenarsenal sei im Vorjahr „zerstört“ worden. Stattdessen durchschlagen iranische Raketen bereits israelische Luftabwehrsysteme wie Iron Dome und treffen Ziele in Tel Aviv.

Die USA und Israel können keinen kontinuierlichen Angriff aufrechterhalten: Landbasierte Flugzeuge und Schiffe verbrauchen schnell ihre Munition (Tomahawk, Patriot), und Nachschub ist logistisch unmöglich. Johnson schätzt die Haltbarkeit der US-Operation auf maximal acht Wochen – vergleichbar mit dem gescheiterten Einsatz gegen die Huthi-Rebellen 2025 (Operation Rough Rider), bei dem trotz massiver Kräfte die Seewege nicht gesichert werden konnten.

Zivile Opfer und innenpolitische Dynamik

Besonders verheerend wirkt der zivile Kollateralschaden: Ein US-israelischer Schlag traf eine Mädchenschule und tötete 105 Kinder. Johnson vergleicht dies mit dem Effekt von 9/11 auf die USA – der Angriff hat das iranische Volk geeint und den Regime-Support gestärkt, ähnlich wie Pearl Harbor 1941.

Während Verhandlungen über nukleare Zugeständnisse liefen (Fortschritte wurden am Donnerstag gemeldet, nächste Runde für Montag geplant), schlug Trump zu – ein Muster, das er bereits 2025 wiederholte. Johnson zieht Parallelen zu Hitler 1939 und betont: Iran verteidigt sich nur gegen Angreifer.

Wenn Saudi-Arabien, UAE oder Katar nun in den Konflikt eintreten, wird Iran deren Ölfelder angreifen – 25 % des Weltöls könnten wegfallen, Preise könnten auf 120 Dollar pro Barrel steigen (aktuell um 70–72 Dollar). China hat vorausschauend Ölreserven aufgefüllt, während andere Länder wie Japan oder Indonesien leiden werden.

Geopolitische Folgen und mögliche Konsequenzen

Geopolitisch isoliert sich die USA weiter: Russland und China unterstützen Iran still (Nachschub, Intelligence, Mineralien), die BRICS-Alternative zum Dollar-System wird gestärkt. Johnson sieht das Ziel: Regime-Change in Teheran, um BRICS zu stoppen und Netanjahus Wünsche zu erfüllen (Zerfall Irans wie Syrien).

Doch der Plan scheitert: Iran hat Reserven an hochmodernen Raketen, produziert unterirdisch und wird nicht kapitulieren. Trump riskiert Impeachment – Krieg ohne Kongress-Zustimmung. Johnson prophezeit: Bei hohen US-Verlusten (Body Bags) und wirtschaftlichem Schaden (Ölpreisexplosion) könnte dies das Ende von Trumps Präsidentschaft bedeuten.

Er schließt mit der Warnung: Die USA haben einen alternden Champion gegen einen zähen Gegner in den Ring geschickt – und verlieren.

Ausblick

Der Podcast endet mit Aufruf zur Information: Mehr Menschen müssen die Realität erkennen, statt Mainstream-Lügen zu glauben. Johnson und Napolitano planen weitere Sendungen, darunter mit Colonel Douglas MacGregor.

Der Konflikt eskaliert – und die Konsequenzen für die Weltwirtschaft und globale Stabilität sind unabsehbar.



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