Über 170 britische U-Boot-Soldaten wurden zwischen 2018 und 2024 beim Konsum von Drogen erwischt, einige direkt an Bord von Atom-U-Booten mit Trident-2-Raketen. Das Verteidigungsministerium verfolgt eine strikte Null-Toleranz-Politik und schult seine Soldaten regelmäßig im Umgang mit Alkohol und Drogen. Suchtmediziner warnen jedoch vor den gravierenden Folgen für die Einsatzbereitschaft und die Sicherheit der britischen Atomflotte.
Mehr als 170 Angehörige der britischen Royal Navy, die in der Eliteeinheit der Atom-U-Boote dienen, wurden in den vergangenen sieben Jahren beim Konsum von Drogen erwischt. Laut aktuellen Zahlen des Verteidigungsministeriums (MoD) testeten 175 U-Boot-Fahrer zwischen 2018 und 2024 positiv auf verbotene Substanzen wie Kokain, Cannabis, Ecstasy und Steroide.

Auch verschreibungspflichtige Mittel wie Benzodiazepine, die zur Behandlung von Angstzuständen und Schlaflosigkeit eingesetzt werden, wurden gefunden.
Wie die britische Zeitung The Telegraph berichtet, befanden sich in 52 Fällen die betroffenen Soldaten zum Zeitpunkt des Drogenkonsums an Bord eines U-Boots, davon allein zwölf im Jahr 2024.
Fast alle Betroffenen wurden entlassen, das MoD verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Drogenmissbrauch. In Einzelfällen konnten mildernde Umstände oder Unkenntnis über die Verbote zu einer weniger strengen Behandlung führen.

Ein Teil der Betroffenen war auf den vier Vanguard-Klasse-U-Booten im Einsatz, die jeweils rund sechs Milliarden Pfund kosten und Trident-2-Atomraketen transportieren. Ein Boot dieser Klasse ist stets auf See. Trotz regelmäßiger Kontrollen wurden in den vergangenen sieben Jahren keine Drogen auf den U-Booten selbst gefunden.
Philip Ingram, ehemaliger Colonel des britischen Militärgeheimdienstes, warnte:
„Drogen haben in unseren Streitkräften keinen Platz, insbesondere nicht in Bereichen mit erhöhtem Sicherheitsrisiko wie beim U-Boot-Dienst. Wer Drogen nimmt, könnte erpresst werden und geheime Informationen preisgeben.“
Gleichzeitig zeige die Zahl der positiv getesteten Soldaten die gesellschaftliche Realität. Unter Druck geraten auch Militärangehörige in Versuchung, ähnlich wie Zivilisten.
Die Anforderungen an die U-Boot-Besatzungen steigen. Letztes Jahr kehrte ein Vanguard-U-Boot nach einem Rekordaufenthalt von 204 Tagen unter Wasser zurück. Gleichzeitig gestaltet sich der Einsatz der sechs Astute-Klasse-Jagd-U-Boote zunehmend schwierig, viele Boote liegen im Hafen und können nicht auslaufen.
Ehemalige Kommandanten äußern Verständnis für den Druck, der auf den Soldaten lastet, betonen aber die Notwendigkeit harter Konsequenzen. Cdr Tom Sharpe erklärte:
„Drogenkonsum auf einem U-Boot ist inakzeptabel. Wer seine Besatzung gefährdet, muss mit Gefängnis rechnen.“
Cdr Ryan Ramsey wies darauf hin, dass die Entlassung erfahrener Spezialisten die verbleibenden Besatzungen zusätzlich belastet und die gesamte Einsatzbereitschaft beeinträchtigen könne.

Die Royal Navy setzt nach eigenen Angaben auf strenge Kontrollen und Schulungen.
Alle Angehörigen der Streitkräfte müssen alle zwei Jahre an verpflichtenden Trainings zu Alkohol- und Substanzmissbrauch teilnehmen, um über ihre Pflichten und die Konsequenzen von Verstößen informiert zu sein.
Bereits in der Vergangenheit kam es wiederholt zu Drogenfällen innerhalb der britischen U-Boot-Flotte:
- 2017 wurden neun Besatzungsmitglieder der HMS Vigilant nach positiven Kokaintests entlassen, woraufhin Verteidigungsminister Sir Michael Fallon verpflichtende Drogentests für die gesamte U-Boot-Flotte anordnete.
- 2019 mussten sieben Matrosen der HMS Talent die Flotte verlassen, ebenfalls nach positiven Kokaintests, die nach Aufenthalten an Land festgestellt wurden. Auch auf der HMS Vengeance führten ähnliche Vorfälle zu Entlassungen.
Diese Fälle zeigen, dass Drogenmissbrauch innerhalb der Royal Navy kein neues Phänomen ist und bereits früher erhebliche Sicherheits- und Disziplinfragen aufwarf.
Auch innerhalb der britischen Regierung gab es in der Vergangenheit Vorfälle im Zusammenhang mit Drogen, die politische Kontroversen auslösten.
- 2015 trat der Lord John Sewel nach der Veröffentlichung eines Videos zurück, das ihn beim Konsum einer weißen Substanz zeigte, die als Kokain interpretiert wurde. Zudem räumten mehrere prominente Politiker wie Michael Gove ein, in ihrer Jugend illegale Drogen konsumiert zu haben.
Berichte über Spuren harter Drogen bei Partys in Regierungsgebäuden führten zu öffentlichen Diskussionen über Disziplin und Glaubwürdigkeit, auch wenn leitende Politiker betonten, davon nichts gewusst oder selbst nicht konsumiert zu haben.
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