Während die Verlierer-Ampel die Bevölkerung in praktisch allen Bereichen zum Sparen verdonnert, reiste ÖVP-Umweltminister Norbert Totschnig Ende November 2025 mit einer umfangreichen Delegation zur UN-Klimakonferenz nach Belém in Brasilien. Der freiheitliche Mandatar Thomas Spalt erkundigte sich im Parlament zu den Kosten der Reise – und die haben es in sich.
Elfköpfige Delegation vertrat Ministerium
Zur UN-Klimakonferenz im vergangenen November reiste der Bundesminister gemeinsam mit drei Kabinetts-Mitarbeitern sowie sieben Fachexperten seines Ministeriums. Deren Aufgabe soll die Leitung der österreichischen Delegation auf Fachebene sowie in der Vertretung der österreichischen Positionen in EU-Gremien und Verhandlungsgruppen gewesen sein.
34.714,21 Euro allein für die Flüge
Die Anreise in der Business Class und der Rückflug in der Economy für den Minister und die Flüge für die übrigen Mitglieder der Delegation in der Economy Class kosteten stolze 34.714,21 Euro. Das war nicht nur teuer, sondern auch alles andere als umweltfreundlich: Der durch diese Dienstreise verursachte CO₂-Ausstoß betrug laut dem Flugrechner von Climate Austria 27,878 Tonnen. Für diesen Ausstoß wurden Kompensationsmaßnahmen in der Höhe von 696,95 Euro geleistet, die laut Anfragebeantwortung für nationale Klimaschutzprojekte verwendet wurden.
Die Gesamtkosten der Reise können nach Angaben des Ministeriums noch nicht beziffert werden, da die Abrechnung über die österreichische Botschaft in Brasilia erfolgt und dem Ministerium zum Zeitpunkt der Beantwortung noch nicht vorlag. Im laufenden Kalenderjahr (2025) hat der Minister laut Anfragebeantwortung keine weiteren vergleichbaren Auslandsreisen unternommen.
Auch andere Abgeordnete gönnten sich Brasilien-Trip
Bekannt war dem Ministerium auch die Anwesenheit mehrerer Abgeordneter des Nationalrates auf der Klimakonferenz, darunter Mandatare der ÖVP und der Grünen: Wie berichtet, waren auch der grüne Umwelt- und Energiesprecher Lukas Hammer und die ÖVP-Abgeordnete Carina Reiter in Belém – Kostenpunkte für die beiden Mandatare: 9.100 Euro.
Über diesen Informationsaustausch hinaus habe es keine Unterstützungsleistungen gegeben, zusätzliche Kosten seien dem Ministerium dadurch nicht entstanden.