Teheran setzt seine Angriffe im Nahen Osten fort – mit Angriffen auf Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate. Auch die USA und Israel gehen weiterhin militärisch gegen den Iran vor.
US-Präsident Donald Trump zeigte sich zufrieden mit der bisherigen Unterstützung durch Deutschland im Iran-Krieg – er erwarte nicht, dass Berlin Bodentruppen entsende. Merz hofft, dass der Krieg „so bald wie möglich“ endet.
Alle Entwicklungen vom 4. März hier im Liveticker:
USA: Berichte über Bewaffnung kurdischer Milizen seien falsch
Das Weiße Haus hat Berichte mehrerer US-Medien widersprochen, wonach die USA kurdische Milizen mit Waffen unterstützen wollen, um einen Aufstand im Iran zu provozieren.
„Artikel, in denen behauptet wird, der Präsident habe einem solchen Plan zugestimmt, sind komplett falsch und hätten gar nicht erst geschrieben werden dürfen“, sagte Sprecherin Karoline Leavitt am Mittwoch im Weißen Haus.
US-Präsident Donald Trump habe „mit kurdischen Führungspersönlichkeiten“ über den Stützpunkt gesprochen, über den die USA im Nordirak verfügten, sagte Leavitt.
Mutmaßliche Falschmeldungen durch US-Medien
Der US-Sender CNN hatte am Dienstag berichtet, dass der US-Geheimdienst CIA mit kurdischen Kräften zusammenarbeite, um einen Volksaufstand gegen die Machthaber im Iran zu provozieren.
NBC News berichtete, Vertreter der Regierung Trump sprächen mit kurdischen Anführern im Nordirak und im Nordwesten des Iran, um möglicherweise Gruppen zu bewaffnen, die Teheran gegenüber feindlich eingestellt sind.
Rubio verurteilt Angriff auf türkische Souveränität
Nach dem Abschuss einer Rakete aus dem Iran über dem östlichen Mittelmeerraum hat US-Außenminister Marco Rubio von „inakzeptablen“ Angriffen auf die Souveränität des Nato-Partners Türkei gesprochen.
In einem Telefonat mit seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan sagte Rubio, „Angriffe auf türkisches Hoheitsgebiet“ seien „inakzeptabel“, wie sein Sprecher Tommy Pigott am Mittwoch mitteilte.
Rubio habe Ankara „die volle Unterstützung der Vereinigten Staaten“ zugesichert.
Iran feuert weniger Raketen ab
Die Zahl der vom Iran auf Israel abgefeuerten Raketen hat nach Angaben der israelischen Armee infolge ihrer Angriffe auf iranische Raketenabschussrampen deutlich abgenommen.
Mittlerweile seien rund 300 Raketenwerfer im Iran ausgeschaltet worden, sagte Armeesprecher Nadav Schoschani am Mittwoch. „Wir glauben, dass unsere Einsätze gegen diese Raketenwerfer und gegen diese Lagerbestände wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Anzahl der täglich abgefeuerten Raketen abnimmt.“
Ähnlich hatte sich zuvor US-Generalstabschef Dan Caine geäußert. „Die abgefeuerten ballistischen Raketen des Iran für den Einsatz auf dem Gefechtsfeld sind im Vergleich zum ersten Kampftag um 86 Prozent zurückgegangen.“ Er bezifferte die Zahl der vom Iran seit Kriegsbeginn am Samstag abgefeuerten Waffen auf mehr als 500 ballistische Raketen und über 2000 Drohnen.
Israelische Armee: Neue Angriffe gestartet
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben weitere Ziele in Teheran angegriffen. Ziel der Angriffe sei „militärische Infrastruktur des iranischen Regimes in ganz Teheran“, hieß es am Mittwochabend in einer Erklärung der israelischen Armee.
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von einer heftigen Explosion in der iranischen Hauptstadt. Iranische Staatsmedien meldeten mehrere Explosionen im Westen Teherans.
Iranische Medien berichteten zudem von Explosionen in mehreren weiteren Städten, darunter Bandar Abbas am Persischen Golf und Täbris im Nordwesten.
Hisbollah-Chef: Wir werden nicht kapitulieren
Die Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon hat angekündigt, sich der „israelisch-amerikanischen Aggression“ entgegenzustellen.
Die Hisbollah werde nicht „kapitulieren“, sagte der Chef der vom Iran finanzierten Gruppe, Naim Kassem, am Mittwochabend in einer Rede, die auf dem Fernsehsender seiner Partei ausgestrahlt wurde.
Der „Aggression“ werde die Hisbollah „bis zum äußersten Opfer“ entgegentreten, sagte Kassem. Es war Kassems erste Rede seit Beginn des US-israelischen Angriffs auf den Iran am Samstag.
UNO: Rund 100.000 Menschen aus Teheran geflohen
In den ersten beiden Tagen des US-israelischen Kriegs gegen den Iran sind nach UN-Angaben rund 100.000 Menschen aus der Hauptstadt Teheran geflohen. Dies teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Mittwoch mit.
Darüber hinaus „deuten die jüngsten Informationen auf keine Zunahme der grenzüberschreitenden Bewegungen im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen hin“, erklärte das UNHCR.
Die Behörden des Iran hatten die Bewohner Teherans bereits am Samstag per SMS zum Verlassen der Hauptstadt aufgerufen. Die USA und Israel hatten am Samstag nach wochenlangen Drohungen einen Großangriff auf den Iran gestartet. Als Reaktion greift der Iran seither Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region an.
Erdogan meldet sich zu Wort
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte in einer abendlichen Ansprache, sein Land treffe in Absprache mit den Nato-Verbündeten „alle notwendigen Vorkehrungen“. Er rief den Iran auf, „ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern“.
Erdogan versicherte der Bevölkerung, dass sie sich keine Sorgen zu machen braucht. Die Türkei sei in der Lage, die Sicherheit des Landes „auf höchstem Niveau“ zu gewährleisten, sagte er.
Das türkische Außenministerium bestellte wegen des Vorfalls den iranischen Botschafter ein.
IAEA: Keine Schäden an iranischen Anlagen mit gelagertem Atommaterial
Iranische Anlagen, in denen Atommaterial gelagert wird, sind nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA bei den US-israelischen Angriffen nicht beschädigt worden.
„Basierend auf den neusten verfügbaren Satellitenbildern“ seien „keine Schäden an Anlagen, in denen nukleares Material gelagert wird“, zu sehen, teilte die UN-Organisation am Mittwoch im Onlinedienst X mit. Es bestehe daher „derzeit auch keine Gefahr der Freisetzung radioaktiver Strahlung“.
USA töten iranischen Trump-Attentäter
Die USA haben nach eigenen Angaben einen iranischen Anführer getötet, der für einen Anschlagsversuch auf Präsident Donald Trump verantwortlich sein soll.
US-Kriegsminister Pete Hegseth sagte dazu am Mittwoch im Pentagon: „Der Iran hat versucht, Präsident Trump zu töten, aber Präsident Trump hat zuletzt gelacht.“ Um wen es sich bei dem Getöteten handelt, sagte er nicht.
Analyst: Öltankerverkehr um 90 Prozent eingebrochen
Der Öltankerverkehr durch die Straße von Hormus ist nach dem Beginn des Iran-Kriegs Berechnungen zufolge eingebrochen – doch nicht komplett eingestellt.
„Die Analyse der Schiffsaktivitäten zeigt, dass die Tankerpassagen derzeit um etwa 90 Prozent geringer sind als letzte Woche“, sagte das Handelsanalyseunternehmen Kpler am Mittwoch im Onlinedienst X.
Im Gegensatz zu einigen anderen Schiffssegmenten „befahren einige Tanker weiterhin die Meerenge in Ost-West-Richtung“, teils mit ausgeschaltetem Funksystem, so Kpler-Analyst Matt Wright.
Röwekamp hält Hilfe deutscher Marine für denkbar
Der Vorsitzende des Bundeswehr-Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp (CDU), hält Hilfe der deutschen Marine bei der Sicherung der Straße von Hormus für denkbar.
Deutschland habe bewiesen, „dass wir die Freiheit der Seewege und des Handels auch international absichern können“, sagte Röwekamp am Mittwoch im Sender Welt TV. „Und das wird auch an der Stelle möglich sein.“
Eine deutsche Beteiligung sei aber „nur auf der Grundlage einer internationalen Mission“ möglich. Dazu bedürfe es zunächst einmal „der Abstimmung unserer europäischen Partner“, sagte Röwekamp.
Der CDU-Politiker sagte: „Die Freiheit der Meere ist ein international anerkanntes Recht.“ Deswegen sei die Forderung, dass die Straße von Hormus für den zivilen Schiffsverkehr freigehalten werden muss, „nachvollziehbar und begründet“.
Nicht Türkei sondern Zypern als Ziel
Ein türkischer Regierungsvertreter sagte, die Rakete habe offenbar nicht das Nato-Mitglied Türkei zum Ziel gehabt, sondern eine Militärbasis auf Zypern. Die Rakete sei aber wohl „vom Kurs abgekommen“.
Das türkische Außenministerium hatte zuvor im Onlinedienst X mitgeteilt, dass sich die ballistische Rakete aus dem Iran dem türkischen Luftraum genähert habe, nachdem sie den Irak und Syrien überflogen habe. Es habe „weder Opfer noch Verletzte“ gegeben.
Laut dem Ministerium fiel im Bezirk Dörtyol in der südlichen Provinz Hatay ein Trümmerteil eines Abwehrgeschosses herab.
NATO „verurteilt“ Iran
„Wir verurteilen, dass der Iran die Türkei ins Visier nimmt“, sagte Nato-Sprecherin Allison Hart. Die Nato stehe fest an der Seite aller Bündnispartner und verwies auf die Unterstützung im Bereich der Luftverteidigung und Raketenabwehr.
Türkei: NATO-Abwehr fing Rakete aus dem Iran ab
Eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete, die auf dem Weg in den türkischen Luftraum war, ist von der NATO-Luftabwehr über dem östlichen Mittelmeer abgeschossen worden.
Das türkische Verteidigungsministerium teilte mit, dass die Rakete zuvor den irakischen und syrischen Luftraum durchquert hatte. Es wurden keine Opfer oder Verletzten gemeldet.
Auch Cosco setzt Schiffsverkehr aus
Die chinesische Reederei Cosco stellt wegen des Iran-Kriegs ihren Schiffsverkehr in die Golfregion und von dort nach China vorerst ein.
Alle neuen Aufträge für Routen durch die Straße von Hormus seien „mit sofortiger Wirkung und bis auf Weiteres ausgesetzt“, teilte Cosco mit. Cosco betreibt eine der größten Öltankerflotten weltweit. Betroffen sind Lieferungen aus den Ländern Saudi-Arabien, Bahrain, Irak, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Cosco folgt damit dem Beispiel anderer großer Reedereien wie Maersk oder MSC, die bereits mitgeteilt hatten, sie würden die Straße von Hormus vorerst nicht mehr befahren.
Schäden nahe iranischem Atomzentrum in Isfahan
Nahe dem iranischen Atomtechnologiezentrum in Isfahan sind nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde zwei Gebäude beschädigt worden. Es seien keine Gebäude betroffen, in denen sich nukleares Material befinde, und es bestehe daher aktuell kein Strahlungsrisiko.
IAEA-Chef Rafael Grossi wiederholte auf X seinen Aufruf an die Kriegsparteien, maximale Zurückhaltung zu üben, um einen Atomunfall zu verhindern.
Die IAEA geht davon aus, dass hochangereichertes Uran unterirdisch in Isfahan gelagert wird. Gestern hatte die IAEA neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt.
Trümmer einer unbekannten Rakete treffen Öltanker
Ein Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist von Trümmerteilen eines unbekannten Geschosses getroffen worden.
Der Tanker sei etwa zehn Seemeilen östlich der emiratischen Stadt Fudschairah am frühen Morgen von einer „starken Explosion“ erschüttert worden, an Deck seien Trümmerteile eines unbekannten Geschosses gefunden worden, erklärte die britische Behörde für maritime Sicherheit.
Der Schornstein des Schiffes wurde leicht beschädigt, Verletzte wurden nicht gemeldet.

Ein Marineschiff fährt am 1. März 2026 durch die Straße von Hormus, eine wichtige Wasserstraße, durch die ein Großteil des weltweiten Öl- und Gasverkehrs fließt.
Foto: Sahar Al Attar/AFP via Getty Images
Drohnenangriff auf größte Raffinerie Saudi-Arabiens abgewehrt
In Saudi-Arabien ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein Drohnenangriff auf die größte Ölraffinerie des Landes abgewehrt worden.
Der Angriff auf die Raffinerie Ras Tanura an der Ostküste Saudi-Arabiens sei mutmaßlich „mit einer Drohne“ ausgeführt worden und habe „keine Schäden verursacht“, erklärte das Ministerium im Onlinedienst X. Am Montag war der Betrieb der Raffinerie infolge eines Drohnenangriffs im Zuge des Iran-Kriegs vorerst eingestellt worden.
Der riesige Komplex von Ras Tanura beherbergt eine der größten Raffinerien im Nahen Osten. In Ras Tanura werden bis zu 550.000 Barrel pro Tag produziert. Die Anlage ist ein wichtiger Pfeiler des saudiarabischen Energiesektors.
Israel warnt Menschen im Südlibanon
Das israelische Militär fordert die Menschen im Südlibanon zur Evakuierung auf. Sie sollten sich nördlich des Litani-Flusses in Sicherheit bringen. Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Mitgliedern, deren Einrichtungen oder militärischer Ausrüstung befinde, setze sein Leben aufs Spiel.
Israelische Truppen sind laut libanesischer Staatsmedien mehrere Kilometer weit auf libanesisches Gebiet vorgerückt. Der etwa sechs Kilometer hinter der Grenze liegende Ort Chiam stehe unter „anhaltendem Artilleriebeschuss, während der israelische Feind in den Ort eingedrungen ist“.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz kündigte gestern die Einrichtung einer Pufferzone zum Schutz von Gemeinden im israelischen Grenzgebiet an. Israel erklärt zudem, keine großangelegte Bodeninvasion im Libanon zu planen. Die libanesische Armee zog sich zuvor zurück.
Iranisches Kriegsschiff vor Sri Lanka gesunken: Von 180 Crewmitgliedern 32 schwer verletzt
Vor der Küste Sri Lankas ist ein iranisches Kriegsschiff aus bislang ungeklärter Ursache gesunken. 32 „lebensgefährlich verletzte“ Matrosen seien rund 40 Kilometer südlich der srilankischen Küste von der Fregatte „IRIS Dena“ gerettet worden, erklärte Außenminister Vijitha Herath. Die Verletzten wurden in das zentrale Krankenhaus in der Stadt Galle, südlich der Hauptstadt Colombo, gebracht.
Zwei Schiffe der Marine und ein Flugzeug seien für die Rettungsaktion im Einsatz gewesen, sagte der srilankische Chefdiplomat weiter. Die Fregatte mit 180 Besatzungsmitgliedern an Bord hatte demnach einen Notruf abgesetzt. Es ist unklar, was mit den 150 anderen Crewmitgliedern passiert ist.
Eine Sprecherin der Marine sagte: „Wir haben auf den Notruf im Rahmen unserer internationalen Verpflichtungen reagiert, als sich der Vorfall innerhalb unserer Such- und Rettungszone im Indischen Ozean ereignete.“
Laut Reuters teilten die Marine, Sri Lankas Department und Sri Lankas DEA der Agentur mit, dass mindestens 101 Menschen nach einem U-Boot-Angriff auf ein iranisches Schiff vor der Küste Sri Lankas vermisst und 78 verletzt wurden. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht.
Auf die Frage eines Oppositionsabgeordneten im Parlament, ob das Schiff als Teil der US-israelischen Angriffe gegen den Iran angegriffen worden sei, antwortete Herath nicht.
Hisbollah: Haben Israel Aerospace Industries angegriffen
Die Hisbollah-Miliz im Libanon meldet, in der Nacht die Zentrale des Konzerns Israel Aerospace Industries (IAI) im Zentrum Israels „mit einem Schwarm von Angriffsdrohnen“ attackiert zu haben.
Zudem teilte die Hisbollah mit, dass sie kurz vor Tagesanbruch eine „Drohnenkontrollbasis“ im Norden Israels mit einer „präzisionsgelenkten Rakete“ angegriffen hätte.
Trauerfeier für Chamenei verschoben
Eine Zeremonie zum Gedenken an den verstorbenen obersten Führer des Iran in Teheran, die ursprünglich um 22 Uhr (18:30 Uhr GMT) beginnen sollte, wurde nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur „Tasnim“ verschoben. Es gebe logistische Schwierigkeiten. Eine neue Uhrzeit für den Beginn ist derzeit unbekannt.
Wer sich gegen den Iran stellt, muss mit Folgen rechnen
Die iranische Justiz hat „Strenge“ gegenüber all denjenigen angekündigt, die sich im Krieg gegen Israel und die USA gegen die Islamische Republik stellen. „Wir befinden uns im Kriegszustand“, wurde der Chef der iranischen Justiz, Gholamhossein Mohseni Edschei, von der Website der Justiz „Mizan Online“ zitiert.
Daher würden diejenigen, die die Feinde unterstützen, gemäß der Gesetze „mit Strenge und Entschiedenheit“ behandelt, fügte er hinzu.
Der Iran will möglichst schnell einen Nachfolger für Ayatollah Ali Chamenei benennen. Die Islamische Republik werde „ihr Bestes tun“, die Personalie rasch zu klären, teilte Ahmed Chatami, ein Mitglied des für die Auswahl des geistlichen Oberhauptes zuständigen Expertenrates, mit.
Zugleich deutete er an, dass die Auswahl länger in Anspruch nehmen dürfte. „Wir stehen kurz vor einer Entscheidung, aber es herrschen Kriegsbedingungen“, sagte Chatami im staatlichen Fernsehen. Er deutete damit an, dass der Prozess länger dauern könnte.
Kuwait meldet weiteren Angriff
Die kuwaitische Armee hat einen weiteren Angriff auf den Golfstaat im Zuge des Iran-Kriegs gemeldet. Die Streitkräfte fingen derzeit „eine Welle von Raketen und Drohnen“ im Luftraum des Landes ab, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung des Militärs. Ein AFP-Journalist berichtete von Sirenenalarm in Kuwait-Stadt.

Im Nahen Osten sind viele Staaten in den Krieg zwischen Israel und den USA einerseits und dem Iran anderseits hineingezogen worden.
Foto: PeterHermesFurian/iStock; Epoch Times
Hochrangiger Berater von Chamenei: Iran wird nicht mit den USA verhandeln
Ein hochrangiger Berater des getöteten obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei hat Verhandlungen mit den USA ausgeschlossen. Mohammed Mochber sagte im Staatsfernsehen, dass der Iran „kein Vertrauen in die Amerikaner“ habe und dass es „keine Basis für jegliche Verhandlungen“ mit den USA gebe. „Wir können den Krieg so lange fortsetzen, wie wir wollen“, fügte er hinzu.
Syrien verstärkt seinen Grenzschutz
Die syrische Armee gibt bekannt, dass sie ihre Truppen entlang der Grenzen zum Libanon und zum Irak verstärkt. Ziel ist, „die Grenzen vor dem Hintergrund des eskalierenden regionalen Konflikts zu schützen und zu kontrollieren“. Das berichten der staatliche syrische Fernsehsender „Al-Akhbariya“ und das Epoch Magazine Israel.
Es sei ein Teil der Vorsichtsmaßnahmen, welche die syrische Armee angesichts der „sich rasch entwickelnden regionalen Entwicklungen und der damit verbundenen Sicherheitsherausforderungen für die Grenzgebiete“ ergriffen habe.
Die Einheiten gehören demnach zum Grenzschutz und Patrouillen, welche die Aktivitäten an der Grenze überwachen, einschließlich der Bekämpfung von Schmuggel.
IRGC-Bodentruppen an der Grenze Iran-Irak
Die Islamischen Revolutionsgarden beginnen, eigene Bodentruppen an der irakischen Grenze zu stationieren. Das berichtet „Al Jazeera“. Das IRGC habe demnach bekannt gegeben, dass sie entlang der irakisch-iranischen Grenze an Angriffen beteiligt seien. Dort kämpfen seit Jahrzehnten Kurden gegen die iranische Armee.
Eines der Szenarien der iranischen Führung bestehe darin, dass – falls die militärische Kapazität der Luftstreitkräfte reduziert sein sollte – die Grenze instabil würde, weil ethnische oder religiöse Minderheiten wie die Kurden rebellieren könnten. Das sei ein „Alptraum-Szenario“ für Teheran.
Die Standorte iranischer Oppositionsgruppen in der kurdischen Region wurden demnach inzwischen auch mehrfach von iranischen Drohnen getroffen. Eine Drohne zerstörte ein Waffenlager am Hauptquartier einer iranischen kurdischen Oppositionsgruppe in der Stadt Dekala in der halbautonomen kurdischen Region im Nordirak
Frankreich unterstützt VAE
Laut dem französischen Außenminister Jean-Noel Barrot haben französische Rafale-Kampfjets iranische Drohnen auf die Vereinigten Arabischen Emirate neutralisiert. In den Emiraten sind Hunderte französische Marine-, Luftwaffen- und Armeeangehörige stationiert.
Israels Verteidigungsminister: Jeder Nachfolger von Chamenei ist ein Ziel
Israels Verteidigungsminister Israel Katz schrieb in einem Post auf der Plattform X: „Jeder Führer, der vom iranischen Terrorregime ernannt wird, um weiterhin das Programm zur Vernichtung Israels voranzutreiben, die USA, die freie Welt und die Staaten der Region zu bedrohen und das iranische Volk zu unterdrücken, wird ein eindeutiges Ziel für eine Eliminierung sein.“
Es spiele dabei keine Rolle, „wie er heißt oder wo er sich versteckt“. Die Streitkräfte seien entsprechend angewiesen worden.
„Wir werden weiterhin mit voller Kraft zusammen mit unseren amerikanischen Partnern handeln, um die Fähigkeiten des Regimes zu zerschlagen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das iranische Volk es stürzen und ersetzen kann.“
Neuer Oberster Führer des Irans ist möglicherweise der Sohn von Chamenei
Hochrangige israelische Sicherheitsbeamte teilten dem Epoch Magazine Israel mit, dass sie davon ausgehen, dass die iranische „Expertenversammlung“ gestern Mojtaba Chamenei, den Sohn des ehemaligen Obersten Führers Ali Chamenei, zum neuen Obersten Führer des Iran gewählt hat. Auch das iranische Oppositionsmedium „Iran International“ berichtete, dass dies die Entscheidung des Rates gewesen sei. Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht.
Den Beamten zufolge war diese Entscheidung zu erwarten gewesen. Die Expertenversammlung beschloss, den von Ali Chamenei eingeschlagenen Kurs fortzusetzen, der seinen Sohn jahrelang als seinen Nachfolger aufgebaut hatte, um Kontinuität und Regierungsstabilität im In- und Ausland zu gewährleisten.
Ihrer Einschätzung nach könnte die Entscheidung bereits heute Vormittag bekannt gegeben werden. Es sei aber auch möglich, dass die Bekanntgabe aus Sorge, Mojtaba könnte zum Ziel eines Attentats durch Israel und die Vereinigten Staaten werden, verschoben wird.
Der Sprecher der israelischen Streitkräfte, Brigadegeneral Effie Defrin, bestätigte gestern, dass Kampfflugzeuge Israels ein Gebäude in der Stadt Qom angegriffen hätten, in dem der Rat zusammentreten sollte, um den nächsten iranischen Führer zu wählen.
Sicherheitsbeamte weisen darauf hin, dass das Auswahlverfahren wahrscheinlich hauptsächlich aus Gründen der Optik durchgeführt wurde und es sich eher um eine im Voraus getroffene Entscheidung handelte.
US-Botschaften: Auch Ausreisen aus Zypern und Pakistan
Die US-Regierung erlaubt ihrem diplomatischen Personal in weiteren Ländern die Ausreise. Das betrifft Zypern, Saudi-Arabien und Oman.
Das US-Außenministerium hat auch für das „nicht für Notfälle zuständige“ Personal der US-Konsulate in den pakistanischen Großstädten Lahore und Karatschi die Ausreise angeordnet. Die Konsulatsmitarbeiter und ihre Familien sollten Pakistan aus „Sicherheitsgründen“ verlassen, teilte die US-Botschaft in Islamabad mit. Am Status der Botschaft in der pakistanischen Hauptstadt ändere sich nichts.

Rauch steigt am 4. März 2026 von der Stelle eines israelischen Luftangriffs auf, der auf das Viertel Al Lailaki in den südlichen Vororten von Beirut abzielte, im Hintergrund ist der internationale Flughafen der Stadt zu sehen.
Foto: Ibrahim Amro/AFP via Getty Images
Iran: Mehr als 40 Raketen auf israelische und US-Ziele abgefeuert
Die iranischen Revolutionsgarden haben mehr als 40 Raketen auf Ziele Israels und der USA abgefeuert. Es handle sich um die 17. Angriffswelle der „Operation Ehrliches Versprechen“, hieß es in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung der Revolutionsgarden. Der Angriff sei vor „ein paar Stunden“ erfolgt.
Dreitägiges Staatsbegräbnis für Chamenei
Der Iran wird ab Mittwochabend ein dreitägiges Staatsbegräbnis für Ayatollah Ali Chamenei abhalten. Gläubige könnten Chamenei ab 22:00 Uhr (19:30 Uhr MEZ) in der großen Imam-Chomeini-Moschee in Teheran die letzte Ehre erweisen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur „Irna“ unter Berufung auf eine Erklärung des Islamischen Koordinierungsrates für Entwicklung.
Der 86-jährige Chamenei war am 1. März, dem ersten Tag der US-israelischen Luftangriffe, getötet worden. Er hatte das Land seit 1989 geführt. Chamenei soll in seiner Geburtsstadt Maschhad, der zweitgrößten Stadt des Iran, beigesetzt werden.
USA droht, Handel mit Spanien auszusetzen
US-Präsident Donald Trump hat Spanien wegen seiner fehlenden Unterstützung im Iran-Krieg und wegen niedriger Verteidigungsausgaben einen kompletten Handelsstopp angedroht. Spanien verhalte sich „furchtbar“, sagte Trump bei seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz im Weißen Haus. „Wir werden den gesamten Handel mit Spanien einstellen. Wir wollen nichts mit Spanien zu tun haben.“
Die Linksregierung des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez hat den USA nicht erlaubt, in Spanien gelegene Luftwaffenstützpunkte für den Krieg gegen den Iran zu nutzen. Die USA verlegten daraufhin 15 Flugzeuge, darunter Tanker, von den Militärstützpunkten Rota und Moron in Südspanien.
Trump sagte, er habe Finanzminister Scott Bessent angewiesen, die Handelsbeziehungen mit Spanien abzubrechen.
Israel: Kommandeur des Libanonkorps getötet
Die israelische Armee (IDF) gab bekannt, dass sie mit einem Luftangriff den Kommandeur getötet hat, der für die iranischen Stellvertreterkämpfe im Libanon verantwortlich ist: Daoud Ali Zadeh. Er war der amtierende Kommandeur des iranischen Quds Force Lebanon Corps.
Ali Zadeh sei der ranghöchste iranische Kommandeur, der für den Libanon verantwortlich sei. Das Libanonkorps verbindet die Hisbollah mit den Islamischen Revolutionsgarden und überwacht und unterstützt den Hisbollah-Truppenaufbau.
Er war der Vertreter für den ehemaligen Kommandeur des Libanonkorps, Hassan Mahdavi, der ebenfalls bei einem früheren israelischen Luftangriff getötet wurde. „Zadeh fungierte als Experte und leitete die Feuerkraftfähigkeiten der Hisbollah und anderer Stellvertreter.“
Neue Angriffe auf Irans militärische Systeme
Die israelische Armee hat eine „breite Welle“ von Angriffen auf Ziele im Iran gestartet. Die Angriffe zielten auf iranische „Abschussanlagen, Luftabwehrsysteme und weitere Infrastruktur“ ab, erklärte die israelische Armee am Mittwochmorgen. Zuvor hatte Teheran Israel nach israelischen Angaben mit einer massiven Angriffswelle überzogen.
Zudem sind südliche Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut von Luftangriffen getroffen worden. Die Angriffe auf die als Hochburg der Hisbollah-Miliz geltenden Gebiete waren auf Aufnahmen von AFPTV zu sehen. Die israelische Armee hatte zuvor eine Evakuierungsempfehlung verbreitet.
Zuvor hatte die Armee erstmals ein Viertel nahe des libanesischen Präsidentenpalasts und die Stadt Baalbek im Osten des Libanon bombardiert.

Teile von Raketen und Drohnen, die nach den iranischen Angriffen geborgen wurden, werden während einer Pressekonferenz der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate am 3. März 2026 in Abu Dhabi gezeigt.
Foto: Ryan Lim/AFP via Getty Images
Drohne nahe Flughafen Bagdad abgeschossen
Nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad ist erneut eine Drohne abgeschossen worden. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurde bei dem Vorfall niemand verletzt, es sei kein Sachschaden entstanden.
Am internationalen Flughafen von Bagdad befindet sich ein militärischer Bereich, der von US-Beratern genutzt wird. Früher waren dort Truppen der US-geführten Militärkoalition stationiert.
Der Irak hatte zu Beginn des US-israelischen Kriegs gegen den Iran erklärt, es wolle nicht in die Kampfhandlungen hineingezogen werden, wurde jedoch bereits involviert. Bereits am Abend des 3. März war eine Drohne nahe dem Flughafen Bagdad abgefangen worden, zudem vereitelten irakische Sicherheitskräfte einen Raketenangriff auf den Flughafen.
Israel öffnet teilweise den internationalen Flughafen Tel Aviv
Israels Verkehrsminister plant, heute den Flughafen Ben-Gurion teilweise wieder für den Flugverkehr zu öffnen, um Abflüge für gestrandete Personen zu ermöglichen. Auch Jordanien will seinen Luftraum öffnen. Ben Gurion, rund 20 Kilometer südöstlich von Tel Aviv, ist Israels wichtigster internationaler Flughafen.
Der Generaldirektor der israelischen Flughafenbehörde, Sharon Kedmi, sagte zuvor, die Wiedereröffnung werde vorsichtig voranschreiten, „mit einem Flugzeug pro Stunde während der ersten 24 Stunden“. Zudem würden Flugzeuge mit schmalem Rumpf eingesetzt werden.
„Nach 24 Stunden, wenn alles wie geplant funktioniert, werden wir auf zwei Flugzeuge mit schmalem Rumpf pro Stunde oder ein Großraumflugzeug erhöhen“, fügte er hinzu.

Ein Passagierflugzeug der Emirates landet am 3. März 2026 auf dem Frankfurter Flughafen aus Dubai International in Frankfurt, Deutschland. Der Flug gehört zu den ersten Rückholflügen für Urlauber, die in der Region im Nahen Osten gestrandet sind.
Foto: Andreas Rentz/Getty Images
Sicherheitsexperte: Iran spielt seine Karten effektiv aus
Der Sicherheitsexperte Peter Neumann warnt vor globalen Wirtschaftsfolgen, wenn nach der Sperrung der Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr durch den Iran der Krieg weiter eskaliert.
„Wenn jetzt noch die Huthis dazukommen, die ja vom Iran gesponsert sind, und den Suezkanal blockieren, dann könnte das eine Weltwirtschaftskrise auslösen“, sagte der Fachmann vom Londoner King`s College der „Rheinischen Post“. Das treibe auch die deutsche Bundesregierung um.
Die wirtschaftliche Bedrohung sei Teil des iranischen Kalküls. „Der Iran ist militärisch unterlegen, aber seine wenigen wirtschaftlichen Karten spielt er gerade effektiv aus“, so Neumann.
Macron: Frankreich schickt Flugzeugträger ins Mittelmeer
Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte, dass sein Land bisher Kampfjets, Anti-Luft-Systeme und Luftradare zum Abfangen von Raketen und Drohnen eingesetzt habe. Er bestätigte, dass Paris seinen Flugzeugträger Charles de Gaulle – das Flaggschiff der französischen Marine – ins Mittelmeer schickt.
Macron fügte an, dass Frankreich ein Verteidigungsabkommen mit Katar, Kuwait, den VAE, Jordanien und dem Irak habe und sich solidarisch verhalten werde. Frankreich hat drei Militärstützpunkte im Nahen Osten.
Kanada ruft zu Deeskalation auf
Der kanadische Premierminister Mark Carney ruft zu einer Entschärfung des Kriegs auf. „Kanada fordert eine rasche Deeskalation der Kampfhandlungen und ist bereit, bei dem Erreichen dieses Ziels zu helfen“, sagte Carney während seines Besuchs im australischen Sydney. Der Iran-Krieg sei „ein weiteres Beispiel für das Versagen der internationalen Ordnung“.
Prinzipiell befürworte die kanadische Regierung Schritte, die zu einem Regierungswechsel im Iran führten, der der „größte Verursacher von Instabilität und Terror“ im Nahen Osten sei, fügte Carney bei einer Rede vor der Politik-Denkfabrik Lowy Institute in Sydney hinzu.
Carney bekräftigte, dass „das Völkerrecht für alle Kriegsteilnehmer bindend ist“. Er drückte sein „Bedauern“ darüber aus, dass internationale Bemühungen nicht zu einer Entwaffnung des Iran geführt hätten. Zugleich sagte er, dass „die USA und Israel gehandelt haben, ohne die Vereinten Nationen einzubeziehen oder sich mit ihren Verbündeten, einschließlich Kanada, abzustimmen“.

Die israelische Luftwaffe hat erneut Militäranlagen im Iran angegriffen.
Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
Mitarbeiter der US-Botschaften in Riad und Maskat reisen aus
Die US-Regierung hat den „nicht für Notfälle zuständigen Mitarbeitern“ ihrer Botschaften in Saudi-Arabien und im Oman die Erlaubnis zur Ausreise erteilt. Die US-Botschaft in Saudi-Arabien war zuvor mit Drohnen attackiert worden, auch im Oman gab es in den vergangenen Tagen Angriffe.
Das saudi-arabische Verteidigungsministerium erklärte derweil, zwei Marschflugkörper über dem Gebiet al-Chardsch südlich von Riad abgefangen zu haben. Neun Drohnen seien unmittelbar nach dem Eindringen in den Luftraum abgefangen worden.
USA stellt Charterflüge bereit
Die US-Regierung hat die Bereitstellung von Charterflügen zur Evakuierung von US-Bürgern aus dem vom Iran-Krieg erschütterten Nahen Osten bekannt gegeben. US-Vertreter hätten bei der Organisation von Flügen aus Jordanien, Saudi-Arabien und den VAE geholfen und „werden weiterhin zusätzliche Kapazitäten sichern, sofern die Sicherheitslage dies zulässt“, erklärte das US-Außenministerium.
Seit dem Beginn des Kriegs am 28. Februar seien bereits mehr als 9.000 US-Bürger sicher aus dem Nahen Osten ausgereist, davon mehr als 300 aus Israel.
US-Admiral Cooper: Fast 2.000 Ziele im Iran angegriffen
Die US-Streitkräfte haben bisher fast 2.000 Ziele im Iran angegriffen. Innerhalb von weniger als 100 Stunden seien auch 17 iranische Kriegsschiffe zerstört worden.
Das sagte der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. Unter den angegriffenen Zielen sei auch das einsatzfähigste iranische U-Boot gewesen. Es gehe darum, die gesamte iranische Marineflotte zu versenken, bekräftigte er.
Seit Jahrzehnten schikaniere der Iran die internationale Schifffahrt, sagte Cooper. Nun gebe es im Persischen Golf, in der Straße von Hormus und im Golf von Oman kein einziges iranisches Schiff mehr. Zudem seien iranische Luftabwehrsysteme beschädigt sowie Hunderte Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen, Drohnen und auch Kommandozentren angegriffen worden. Die US-Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
In der Region seien nun mehr als 50.000 Soldaten, 200 Kampfflugzeuge, 2 Flugzeugträger und mehrere Bomber aus den USA im Einsatz, sagte Cooper. Weitere Einheiten seien auf dem Weg. „Diese Kräfte haben eine massive Schlagkraft und stellen das größte Militäraufgebot der USA im Nahen Osten seit einer Generation dar“, sagte der Admiral.
Als Vergeltung hat der Iran nach Angaben des US-Militärs mehr als 500 ballistische Raketen und mehr als 2.000 Drohnen abgefeuert. Cooper warf dem Iran vor, dabei wahllos Zivilisten anzugreifen – ein Vorwurf, den umgekehrt auch die iranische Seite erhebt.
Israels Militär meldet 1.600 Einsätze seit Kriegsbeginn
Seit Kriegsbeginn meldeten die israelischen Streitkräfte über 1.600 Einsätze der Luftwaffe. Dabei seien etwa 4.000 Geschosse eingesetzt worden, sagte der israelische Militärsprecher Effie Defrin. Rund 300 Raketenabschussrampen im Iran seien zerstört worden.
Israels Militär geht davon aus, dass der Iran über rund 2.500 ballistische Raketen verfügt. Neben den vom Iran abgefeuerten Raketen dürften bei Bombenangriffen der Israelis und des US-Militärs seither viele Raketen zerstört worden sein.
Die Iraner verfügten über riesige Vorräte an vergleichsweise billigen Kamikaze-Drohnen sowie Mittel- und Kurzstreckenraketen und könnten noch viel mehr davon herstellen, warnte US-Senator Mark Kelly, ein prominentes Mitglied des Streitkräfte-Ausschusses, laut dem Sender CNN.
Iranische Rakete trifft großen US-Stützpunkt in Katar
Eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete traf den auch vom US-Militär genutzten Stützpunkt Al-Udeid in Katar. Dabei sei niemand verletzt worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Doha. Er machte keine Angaben zu Schäden. Eine zweite ballistische Rakete sei von der Luftabwehr abgefangen worden.
Al-Udeid liegt am Rande der katarischen Hauptstadt Doha und ist der größte Stützpunkt des US-Militärs im Nahen Osten. Der Iran hatte die Basis, die auch von katarischen und britischen Streitkräften genutzt wird, bereits im vergangenen Jahr nach dem US-Bombardement iranischer Atomanlagen angegriffen.
Geheimes iranisches Atomhauptquartier zerstört
Es wurden auch Standorte im Zentraliran angegriffen, die für die Waffenproduktion genutzt worden seien. Der Schwerpunkt lag nach Aussagen eines IDF-Sprechers auf Produktionsstandorten für ballistische Raketen. In Isfahan seien Trägerraketen und Raketenlagerstätten angegriffen worden.
Angebliche iranische Spione in Katar gefasst
Die Sicherheitsbehörden in Katar meldeten die Festnahme von zehn angeblichen Spionen der iranischen Revolutionsgarden – der Elitestreitmacht des Irans.
Sieben von ihnen hätten den Auftrag gehabt, Informationen über die militärische Infrastruktur des Golfstaats zu sammeln, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur QNA. Drei weitere sollten demnach Sabotageakte verüben und waren im Umgang mit Drohnen geschult. Sie hätten ihre Verbindung zu den Revolutionsgarden eingeräumt.
US-Konsulat in Dubai angegriffen
Ein Drohnenangriff hat ein Feuer in der Nähe des US-Konsulats in Dubai ausgelöst. Der Brand konnte nach Angaben der örtlichen Behörden unter Kontrolle gebracht werden. Es habe keine Verletzten gegeben.
US-Außenminister Marco Rubio bestätigte den Angriff, der einen Parkplatz neben dem Gebäude getroffen habe. Das Personal sei wohlauf.
Die Vereinigten Arabischen Emirate erlitten in den vergangenen Tagen nach Angaben des emiratischen Außenministeriums mehr als 1000 Angriffe, mehr als alle anderen attackierten Länder zusammen. Dennoch halte das Land an seiner Strategie fest, erklärte das Außenministerium.
Die Emirate würden ihre „Verteidigungshaltung“ gegenüber den „wiederholten iranischen Angriffen“ nicht ändern. Das Land sei „keine Partei in diesem Krieg“ und habe die Nutzung seines Hoheitsgebiets, seiner Hoheitsgewässer oder seines Luftraums für Angriffe gegen den Iran nicht gestattet.
Die VAE haben angekündigt, dass bis zum 6. März weiterhin in den öffentlichen Schulen und Universitäten landesweit kein Präsenzunterricht stattfindet. Das gilt auch für private Bildungseinrichtungen.
Hisbollah greift Haifa an
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat eigenen Angaben zufolge den israelischen Marinestützpunkt in Haifa im Norden Israels mit Raketen angegriffen.
Die Miliz erklärte, sie habe den Stützpunkt als Reaktion auf israelische Angriffe auf libanesische Dörfer und südliche Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut mit einer „Salve hochwertiger Raketen“ attackiert. Die israelische Armee erklärte kurz darauf, mehrere anfliegende Geschosse seien entdeckt und die meisten davon abgeschossen worden.
Mit Material der Nachrichtenagenturen