Israel und die USA haben jetzt einen sogenannten „Präventivschlag“ gegen denIran ausgeführt. Ergebnis bis dato unbekannt. Derweil möchte Trump offenbar auch Kuba.

Überall dabei

US-Präsident Donald Trump hat mit einer ungewöhnlichen Wortwahl für neue Spannungen in den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba gesorgt. In Washington erklärte er, eine „friedliche Übernahme“ des Inselstaates sei grundsätzlich denkbar. Kuba befinde sich „in großen Schwierigkeiten“ und sei aus seiner Sicht ein „scheiternder Staat“. Konkrete Details zu dieser Aussage lieferte Trump nicht. Weder erläuterte er, was unter einer solchen „Übernahme“ genau zu verstehen wäre, noch nannte er einen möglichen Zeitrahmen oder beteiligte Akteure.

Gleichzeitig betonte Trump, dass die USA „etwas sehr Positives“ für die kubanische Bevölkerung bewirken könnten. Wie ein solches Engagement aussehen soll, blieb offen. Die Äußerung fällt in eine Phase angespannter Beziehungen zwischen Washington und Havanna, die zuletzt von wirtschaftlichem Druck geprägt waren.

Seit Dezember erhält Kuba kein Öl mehr aus Venezuela, nachdem Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Staat angeordnet hatte. Darüber hinaus stellte der US-Präsident Zölle gegen weitere potenzielle Öllieferanten in Aussicht. Diese Maßnahmen verschärften die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage auf der Karibikinsel erheblich.

Zwar gibt es inzwischen Signale, dass bestimmte Sanktionen gelockert werden könnten, was als vorsichtiger Schritt in Richtung Entspannung gewertet wird. Doch ein weiterer Vorfall belastet das Verhältnis zusätzlich: Bei einem Schusswechsel zwischen kubanischen Grenzschützern und der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellbootes kamen vier Menschen ums Leben. Dieser Zwischenfall dürfte die ohnehin fragilen diplomatischen Kontakte weiter erschweren.

Vor diesem Hintergrund wirken Trumps Aussagen zur „friedlichen Übernahme“ umso brisanter – und lassen viele Fragen zur künftigen Ausrichtung der US-Kuba-Politik offen.





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