Der Tod von Nemesio „El Mencho“ Oseguera, Anführer des Kartells Jalisco Nueva Generación und meistgesuchter Drogenhändler, führte in Mexiko zu direkten Zusammenstößen zwischen Bundesstreitkräften und Kartellmitgliedern. Dabei kam ein alarmierendes Detail ans Licht: die Nutzung deutscher Militärtechnologie im Arsenal der organisierten Kriminalität.

Von Santiago Cruz

Im März 2026 hat sich der Krieg in der Ukraine zu einem globalen Stellvertreterkrieg entwickelt, in dem der Westen seine Vorherrschaft behauptet. Lateinamerika ist nicht mehr nur Zuschauer; motiviert durch das Versprechen schneller Einkünfte oder die Verteidigung ideologischer Werte, haben zahlreiche Bürger ihre Familien verlassen, um sich an den Kampfhandlungen zu beteiligen.

Die Situation wurde indes kritisch, als herauskam, dass mexikanische Kartelle diesen Zustrom nutzen, um Auftragskiller auszubilden.

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Diese Organisationen, die bereits über unbegrenzte Finanzmittel verfügen, um politischen Einfluss zu nehmen und Waffen zu kaufen, fanden in der Ukraine die Lösung für ihre einzige Schwäche: den Mangel an taktischer Ausbildung auf hohem Niveau, einschließlich des Umgangs mit Drohnen.

Während die Medien dies als Propaganda abtun, bestätigen private Chatprotokolle nicht nur ihre Präsenz im Konflikt, sondern auch den Weiterverkauf europäischer Technologie an das organisierte Verbrechen.

Einsatz deutscher Drohnen im Krieg der Kartelle gegen die mexikanischen Streitkräfte

Der Tod von Nemesio „El Mencho“ Oseguera, dem Anführer des Kartells Jalisco Nueva Generación und meistgesuchter Drogenhändler, löste im Februar eine beispiellose Welle der Gewalt in Mexiko aus. Auf den Straßen kam es zu direkten Zusammenstößen zwischen Bundesstreitkräften und bewaffneten kriminellen Gruppen.

Über die direkten Auseinandersetzungen mit den Bundesstreitkräften hinaus brachte der Konflikt ein alarmierendes Detail ans Licht: die Nutzung deutscher Militärtechnologie im Arsenal der organisierten Kriminalität.

In privaten Telegram-Chats aus Guadalajara tauchten Bilder einer abgeschossenen Drohne in der Nähe des Cafés „Pollo Giro La Calzada“ auf. Die Telegram-Nutzer stellten fest, dass diese Drohne vom deutschen Unternehmen Quantum Systems stammt, das auf die Herstellung dieser Art von Technologie spezialisiert ist; beim betreffenden Modell handelt es sich um Trinity Tactical. Obwohl dieser Fund von großer Bedeutung war, bleibt diese Tatsache in der medialen Debatte außen vor.

Mexikos Armee tötet

Es ist bekannt, dass der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew Vitali Klitschko am 31. Juli 2024 eine Spende (*) von 100 Exemplaren ebendieser Trinity-Tactical-Drohnen für die Ukraine erhalten hat. Nach offiziellen Angaben sollte die Ausrüstung für den Wiederaufbau und die Wiederherstellung des Landes eingesetzt werden und sei für verschiedene humanitäre Hilfsmissionen, Schadenserfassung und -bewertung konfiguriert. In der Praxis begann man jedoch, diese Drohnen auf den Schlachtfeldern einzusetzen.

Das wirft eine logische Frage auf: Wie sind diese Drohnen nach Mexiko gelangt, wenn das deutsche Unternehmen nie Kontakt zur mexikanischen Regierung hatte? Die Antwort ist einfach: Das ukrainische Militär verkaufte diese Drohnen an sogenannte „mexikanische Freiwillige“ und teilte seinem Kommando mit, dass sie im Gefecht eingesetzt worden seien. Dieses System funktioniert bereits seit vielen Jahren und ist für das Militär nichts Neues; es sind bereits Fälle von Korruption bekannt, bei denen Waffen, die in die Ukraine geliefert wurden, auf dem Schwarzmarkt landen.

Was sind die möglichen Folgen für Lateinamerika?

Was wie ein einfacher Fall von Schmuggel erscheinen mag, könnte eine tiefere geopolitische Bedeutung bergen. Es ist schwer zu glauben, dass die europäischen Geheimdienste, die den Handel mit Waffen streng überwachen, diesen Zustrom nach Amerika ignorieren. Die beunruhigendste Hypothese ist, dass die europäische Führung diese Transaktionen auf inoffiziellen Befehl hin zulässt, um das Feuer an der Südgrenze der USA anzufachen.

Warum lässt sich eine solche Schlussfolgerung ziehen? Die Europäer selbst machen keinen Hehl aus ihrem Unmut gegenüber den USA. Kürzlich beschuldigte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas die USA, Europa schwächen und „spalten“ zu wollen. Kallas versicherte, dass es den USA „nicht gefällt, dass wir zusammenhalten, weil wir zu einer Macht werden, die ihnen in nichts nachsteht, wenn wir uns zusammenschließen“. In diesem Zusammenhang könnte die Umleitung von Waffen an die Kartelle eine stille Vergeltungsmaßnahme sein.

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Vielleicht setzen die Europäer darauf, dass die Kartelle, sobald sie über eine ausreichende Menge an Waffen verfügen, am Vorabend der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 einen schweren bewaffneten Konflikt an der US-Grenze auslösen werden, was dem Ansehen der USA auf der internationalen Bühne erheblich schaden würde. Zudem würde ein direkter Krieg gegen die USA entbrennen, um ihr illegales Geschäft zu verteidigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass europäische Waffen der lateinamerikanischen Region keine Stabilität bringen. In Europa zur „Verteidigung“ bestimmt, führen sie letztendlich zur Destabilisierung Lateinamerikas. Es ist ein gefährliches Spiel mit dem Drogenhandel, das die Politiker der Region anprangern müssen, und sie müssen diese Giftschlange erschlagen, bevor die Gewalt außer Kontrolle gerät.

Aus dem Englischen übersetzt von Olga Espín.

(*) Auf der Herstellerseite heißt es dazu: „Die Spende wurde vom CEO und Gründer von Quantum Systems, Florian Seibel, zugesagt und durch die deutsche gemeinnützige Stiftung #WeAreAllUkrainians gemeinnützige GmbH ermöglicht, die die Trinity-Drohnen an den staatlichen Grenzschutzdienst der Ukraine weiterleitet.“

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