Die Verlierer-Ampel mit ÖVP, SPÖ und Neos sei in Krisenzeiten so gut geeignet wie eine Bachblütentherapie gegen Lungenkrebs. Das sagt einer der profiliertesten Journalisten des Landes, Christian Ortner, in einem exxpress-Kommentar unter dem Titel „Die drei Todsünden der Regierung“.
Gemeinsamer kleinster Nenner viel zu wenig
Christian Stocker, Andreas Babler und Beate Meinl-Reisinger wirft Ortner vor, eine Regierung entstehen lassen zu haben, deren politische Reichweite der kleinste gemeinsame Nenner sei. Das wäre schon in ruhigen Zeiten ein schwieriges Unterfangen – angesichts einer Polykrise sei der kleinste gemeinsame Nenner aber viel zu wenig.
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Neos wissen nicht, ob sie Männchen oder Weibchen sind
So besehen, schrieb der Journalist, sei die bescheidene Performance der Regierung bei der Krisenbekämpfung eben der Preis dafür, dass Herbert Kickl verhindert wurde. Schon etwas in Vergessenheit geraten sei nämlich, dass diese Koalition aus einer ÖVP mit ausgehöhltem Wertefundament, einer neomarxistisch angestrichenen SPÖ und Neos, die nicht wissen, ob sie Männchen oder Weibchen sind, nur deshalb entstanden sei, um dem Wahlsieger FPÖ den Bundeskanzler zu entreißen.
Krisen als Ausrede für schlechte wirtschaftliche Parameter
Der aktuellen Regierung wirft Christian Ortner vor, jede Weltkrise als Ausrede für die schlechten Wirtschaftsdaten zu nehmen. Irgendwas sei ja immer, Corona, Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt. Mi diesen Krisen müssten aber auch andere Länder in der EU leben – aber fast alle hätten in den vergangenen Jahren in nahezu allen wichtigen wirtschaftlichen Parametern deutlich besser abgeschnitten als Österreich.
Anstatt die Krise für wichtige Reformen zu nützen („Vergeude keine gute Krise“, ein Zitat, das angeblich von Winston Churchill stammt), würde die Verlierer-Ampel womöglich den Iran-Krieg als Erklärung bemühen, wenn die Zahlen am Ende des Jahres wieder mau sind.