Die venezolanischen Behörden bestehen auf der sofortigen Freilassung von Nicolás Maduro und seiner Frau. Das geht aus einer Erklärung von Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im venezolanischen Fernsehen hervor. Das Land sei bereit, sich gegen Aggression und Versklavungsversuche zu verteidigen.

Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez äußerte sich in einer Fernsehansprache an die Nation zur Lage des Landes nach der US-Intervention und Entführung von Präsident Nicolás Maduro. Entgegen der Behauptung von US-Präsident Donald Trump, sie habe sich in einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio zur Zusammenarbeit mit den USA bereit erklärt, betonte Rodríguez, es gebe nur einen Präsidenten Venezuelas, und dessen Name sei Nicolás Maduro Moros. Rodríguez besteht also weiterhin auf der Legitimität des von US-Soldaten entführten und nach New York verbrachten Maduro.

Die venezolanischen Behörden bestehen auf der sofortigen Freilassung Maduros und seiner Gemahlin, so die Erklärung von Rodríguez. Bezüglich der Ansprüche von US-Präsident Trump auf den Ölreichtum Venezuelas entgegnete Vizepräsidentin Rodríguez, die Ölquellen gehörten dem Volk. Die Führung Venezuelas werde die natürlichen Ressourcen des Landes zu schützen wissen.

Trump:

Zwischenzeitlich hatte es geheißen, Rodríguez halte sich in Russland auf. Dies ist jedoch nicht der Fall. Mittlerweile wurde bekannt, dass Rodríguez an einem geheimen Ort ein Treffen des Nationalen Sicherheitsrates einberufen hat, um das weitere Vorgehen zu koordinieren.

In einer Stellungnahme bekundete Rodríguez des Weiteren, dass Regierungen aus aller Welt schockiert darüber seien, wie mit der Bolivarischen Republik Venezuela umgegangen werde. Sie sprach davon, dass dieses Vorgehen „eine zionistische Färbung“ habe.

Die Vizepräsidentin bezog sich in ihrer Ansprache auf ein Zitat des südamerikanischen Freiheitskämpfers Simón Bolívar aus dem Jamaika-Brief, in dem es sinngemäß heißt: Der Schleier ist zerrissen, wir haben das Licht bereits gesehen, und sie wollen uns in die Dunkelheit zurückzerren. Die Ketten sind zerbrochen, wir sind bereits frei gewesen, und unsere Feinde haben vor, uns erneut zu versklaven.

Wenn sich Venezuela und das venezolanische Volk über eine Sache im Klaren seien, so Rodríguez weiter, dann darüber, dass sie niemals mehr Sklaven sein würden. Rodríguez: „Wir werden niemals die Kolonie irgendeines Großreiches sein.“

Im Anschluss an die Rede verkündete die Vizepräsidentin die Mobilisierung ganz Venezuelas und präsentierte in einer roten Mappe ein entsprechendes Dekret, das von Präsident Maduro bereits unterzeichnet worden sei. Rodríguez:

„Wir haben alle unsere militärischen und zivilen Kräfte aktiviert, um das Heimatland zu verteidigen.“

Der US-Angriff auf Venezuela sei „ein schrecklicher Schandfleck“ in den bilateralen Beziehungen beider Länder. Rodríguez sprach von einem Verstoß gegen die UN-Charta. Rodríguez warnte auch andere Länder: Dass brutale Gewalt angewendet werde, um das Rad des Volkes zu beugen, könne heute jedem Volk widerfahren.

Zugleich betonte sie, dass Venezuela zu internationalen Beziehungen auf der Basis von Respekt, zwischenstaatlicher Legalität und den venezolanischen Gesetzen bereit sei. Präsident Maduro habe noch vor zwei Tagen den USA die Hand zur Zusammenarbeit ausgestreckt. Die Militäraktion der Vereinigten Staaten sei unter falschen Vorwänden vonstattengegangen – in Wirklichkeit gehe es um die Aneignung der natürlichen Ressourcen des Landes mittels eines Regime Changes.

Trumps Fünf-Minuten-Krieg gegen Venezuela

Des Weiteren rief Rodríguez das Land zu Ruhe und Geschlossenheit auf. An der Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates nahmen außer Rodríguez auch ihr Bruder Jorge Rodríguez, der in Venezuela als Parlamentspräsident der Nationalversammlung fungiert, der am frühen Morgen schon totgesagte Verteidigungsminister Vladimir Padrino López, Innenminister Diosdado Cabello sowie Außenminister Yván Eduardo Gil Pinto teil.

Padrino López und Cabello gelten als Rivalen um die Macht, sodass ihr gemeinsamer Auftritt ein Indiz dafür sein könnte, dass es Rodríguez gelungen ist, die verbliebene venezolanische Führungsriege unter ihrer Leitung zu einen.

Rubio: „Wie werden abwarten“

Inzwischen liegt die Reaktion von US-Außenminister Marco Rubio auf die Stellungnahme Rodríguez‘ vor. Er erklärte der New York Times, dass er sich ein Urteil über die Äußerungen der venezolanischen Vizepräsidentin vorbehält, die eine Zusammenarbeit mit Washington ablehnt.

„Wir werden unsere Entscheidungen auf der Grundlage ihrer Handlungen und Taten in den kommenden Tagen und Wochen treffen“, sagte er. Die USA erwarten, dass die venezolanische Regierung, die das Land offenbar nach wie vor kontrolliert, sich dem Druck beugt und vor allem US-Forderungen nach Übergabe wichtiger Ölfelder zustimmen wird.

Zuvor hatte Trump mitgeteilt, er werde Venezuela mit einer Gruppe regieren und die Ölinfrastruktur wiederaufbauen. „Wir werden Erdöl exportieren, und wir werden riesige finanzielle Vorteile bekommen“, so Trump. Die USA werden Venezuela dazu bringen, US-Ölfirmen zu entschädigen, fügte er hinzu. Ihm zufolge habe Vizepräsidentin Rodríguez im Gespräch mit Rubio den US-Forderungen bereits zugestimmt. „Wir werden alles tun, was Sie brauchen“, soll sie laut Trump gesagt haben.

Mehr zum Thema – Venezuela: Chinesisches Außenministerium verurteilt Einsatz von Gewalt durch USA aufs Schärfste

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des „Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes“ am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.



Source link