In einem scharfen Interview mit Judge Andrew Napolitano am 9. März 2026 warnt der renommierte Ökonom und Politikberater Professor Jeffrey Sachs vor den katastrophalen Folgen des von Präsident Donald Trump initiierten Krieges gegen Iran.
Er beschreibt den Konflikt als Wahnsinn zweier Megalomaniacs – Trump und Benjamin Netanyahu –, der die Welt in eine wirtschaftliche, geopolitische und humanitäre Krise stürzt und das Ende der US-Hegemonie einleiten könnte.
Wirtschaftliche Folgen des Krieges
Der Krieg, den Sachs als Wahlkrieg („war of choice“) bezeichnet, hat bereits massive wirtschaftliche Schäden verursacht.
Durch die Zerstörung der Öl- und Gasinfrastruktur im Nahen Osten – insbesondere im Iran und auf der Arabischen Halbinsel – ist die globale Energieversorgung kollabiert. Preise schießen in die Höhe, Produktion bricht ein, und eine weltweite Rezession droht.
Sachs prognostiziert ein „sehr, sehr schlechtes Jahr“, in dem Israel und die USA die gesamte Welt in die Krise treiben. Besonders betroffen sind Länder wie Indien, die auf Importe angewiesen sind, während die USA selbst unter steigenden Benzinpreisen und Jobverlusten leiden.
Laut neuesten Berichten des Bureau of Labor Statistics hat die US-Industrie seit Trumps Amtsantritt 100.000 Jobs in der Fertigung verloren – trotz seiner protektionistischen Tarife, die 140 Milliarden Dollar aus den Taschen amerikanischer Arbeiter zogen.
Eine globale geopolitische Eskalation
Geopolitisch sieht Sachs eine Eskalation auf mehreren Kontinenten. Der Krieg ist nicht nur ein Nahost-Konflikt, sondern ein multi-kontinentales Desaster.
In der westlichen Hemisphäre blockiert die USA Kuba effektiv (was Sachs als Kriegsakt wertet) und heizt den Konflikt in Venezuela an.
In Südasien eskaliert der Krieg zwischen Pakistan und Afghanistan, mit Verbindungen zum Nahen Osten und der Beteiligung einer weiteren Atommacht.
Sachs warnt vor „Tripwires“, die überschritten werden: Atomkräfte wie Pakistan, Israel und potenziell Iran machen die Situation explosiv.
Einige US-Unterstützer sehen darin sogar eschatologische Zeichen – den Beginn des Armageddon oder der Endzeit –, was den Wahnsinn unterstreicht.
Kritik an der US-Hegemonie
Sachs kritisiert scharf die US-Hegemonie, die sich in Aussagen von Finanzminister Larry Bessant zeigt.
Dieser sprach von „Erlaubnis“ der USA an Indien, russisches Öl zu kaufen – eine arrogante Haltung, die die Welt als US-Vassalstaat betrachtet.
Trump und seine Berater wie Pete Hegseth und Bessant sehen Länder wie die Golfstaaten als CIA-kontrollierte Marionetten.
Der Krieg ziele auf die Rückeroberung Irans als US-Vassal ab, ähnlich wie nach dem CIA-Putsch 1953, der eine Demokratie stürzte und einen Polizeistaat installierte.
Bis 1979 diente Iran den USA; nun wolle die „tiefe Staat“-Allianz aus CIA, Mossad und Trump dies wiederholen.
Bessants Sprache – „Wir erlauben Russland, Öl zu verkaufen“ – sei vulgär, tragisch und falsch, aber sie spiegle die Wahnvorstellungen einer „Gangster-Clique“ wider.
Humanitäre Katastrophe
Humanitär ist der Krieg ein Massenmord.
Sachs vergleicht Trump und Netanyahu mit Megalomaniacs ohne Skrupel, die Teppichbombardements auf Teheran befehlen und Tausende Unschuldige töten – ähnlich dem Gaza-Genozid.
Der Angriff auf eine Mädchenschule im Südiran, bei dem 170 Mädchen, Lehrer und Eltern verbrannt wurden, sei ein Kriegsverbrechen höchsten Grades.
Trump leugnete US-Verantwortung und schob es Iran zu, trotz klarer Beweise für Tomahawk-Raketen mit thermobarer Wirkung.
Sachs nennt dies nazistisch – Massenmord ohne Reue.
Netanyahu habe diesen Krieg seit 40 Jahren erträumt; nur Verhandlungen und Irans Verzicht auf Atomwaffen (durch Fatwa des ermordeten Ajatollah Ali Khamenei) haben ihn bisher verhindert.
Der Mord an Khamenei und anderen Führern durch CIA und Mossad sei gezielt, um Friedensgespräche zu sabotieren – wie kürzlich in Oman, wo Fortschritte bombardiert wurden.
Russische Perspektive
Aus russischer Sicht wirkt die US-Regierung infantil und irrational.
Putin und Lawrow sehen keine Verhandlungsgrundlage; Iran wurde zweimal bombardiert, trotz Annäherungsversuchen.
Die Welt hocke in Angst, aber niemand sei blind: Dies sei ein Rogue-Regime, das US-Verfassung und Völkerrecht verletzt.
Der Kongress sei „hirntot“, da er keine Debatte über Kriegserklärung führte (Artikel 1 der Verfassung).
Sachs fordert Rechenschaft: Trump, Hegseth und Netanyahu seien Kriegsverbrecher, die in einem moralisch gesunden System verhaftet würden.
Historische Parallelen zu Nürnberg: Aggressionskriege gebären alle anderen Verbrechen.
Historische Parallelen und vergangene Kriege
Sachs erinnert an vergangene Fehlschläge:
Irak (Trillionen-Dollar-Kosten, Instabilität), Libyen (Zerstörung unter Obama), Syrien (Chaos seit 2011), Sudan und Somalia (Mossad-gestützte Zersplitterung).
Alle Kriege dienten dem „Greater Israel“ – einer grenzenlosen Expansion, die nun Libanon invasioniert und Hunderttausende vertreibt.
Lernen? Nein, die CIA bleibe unkontrolliert, Präsidenten ungezügelt.
Sachs’ Schlussfolgerung
Die Welt stehe vor einer Abrechnung.
Mit der wirtschaftlichen Krise – höhere Preise, Jobverluste, globale Instabilität – werde klar, dass USA und Israel schuld sind.
Sachs appelliert: Amerika sei nicht für Armageddon da, sondern für Überleben und Wohlstand.
Die Regierung operiere gesetzlos; Widerstand sei notwendig.
Ohne Kurswechsel drohe der „Mutter aller Krisen“, verursacht von zwei Männern.
Sachs‘ Analyse ist ein Weckruf: Dieser Krieg markiert das Ende der US-Dominanz und fordert eine Rückkehr zu Recht und Vernunft.