Seit einem guten Dutzend Tagen demonstrieren im Iran täglich, Abend für Abend, tausende Menschen gegen das Regime von Ayatollah Khamenei, ein Regime der Gewaltherrschaft und Unterdrückung, der Kontrolle und des Zwangs, das mit keinem auch noch so verwässerten Ideal von Freiheit auch nur ansatzweise in Verbindung gebracht werden kann.
Theokratien, wie die der Ayatollahs im Iran zeichnen sich durch eine kompromisslose Haltung bar jeder Form von Toleranz gegen andere, als den verordneten Lebensstil aus. Sie intervenieren in die Leben ihrer Bürger, erzwingen bestimmte Verhalten, errichten ihre eigene Form der Gewalt- und Schreckensherrschaft, die von einem internen System der Unterordnung und Belohnung getragen wird, das diejenigen belohnt, die mit besonderer Grausamkeit gegen Abweichungen vom verkündeten Heilsweg vorgehen, die die Durchsetzung der oft absurden, auf Unterwerfung zielenden öffentlichen Rituale überwachsen und jeden, der sich nicht unterwirft, mit aller Härte, zu der sie fähig sind, verfolgen. Wobei die Belohnung nicht nur die Überwachungen und Gewaltbereitschaft gegenüber Oppositionellen im weitesten Sinne, definiert als Leute, die einfach nur „abweichen“ erfordert, sondern von einem umfassenden Maß an Sykophantentum, also Arschkriecherei begleitet sein muss.
Was an Theokratien, wie der im Iran, „religiös“ oder gar „menschlich“ sein soll, ist unklar. Klar ist hingegen, dass das, was eine kleine Riege „religiöser Deuter“ als Marschroute vorgibt, mit aller verfügbaren Gewalt und Härte durchgesetzt wird. Insofern unterscheidet sich die Gewaltherrschaft der „Heiligen Männer“ im Iran, deren „Heiligkeit“ keinen Schaden nimmt, wenn sie knietief im Blut ihrer Landsleute waten, wenig bis überhaupt nicht von anderen Formen der Zwangs- bzw. Gewaltherrschaft, ist zwischen Khamenei und Kim Jong-un (Nordkorea) oder Teodoro Obiang Nguema (Äquatorialguinea) nicht wirklich ein Unterschied. Sie alle verfolgen die eigene Bevölkerung, setzen Gewalt ein, um Opposition zu unterdrücken und nutzen eine Erzählung, eine Ideoologie oder eine Religion, um ihren jeweiligen Sadismus, der von einer entsprechenden Psychopathologie getragen wird, zu vertuschen.
Insofern gibt es eigentlich nichts, was man den Herrschern im Iran zugute halten kann. Sie sind autokratische Herrscher, die über Leichen gehen, dumme und gefährliche Menschen, die von sich der Überzeugung sind, sie könnten sich nicht irren und diese Überzeugung zum Ausgangspunkt nehmen, um das Leben ihrer Mitmenschen in eine Hölle auf Erden zu verwandeln, wenn, wenn diese Mitmenschen sich nicht in Sykophanten verwandeln und dem Regime zu diensten sind, eine Prositution, die vom Regime versilbert wird.
Seit nunmehr zwölf Tagen sind im Iran Menschen auf der Straße, um ihren Ayatollah, der die Auszeichnung trägt, zu den blutrünstigsten weltweit zu gehören, loszuwerden. Mit rund 3.600 Hinrichtungen allein in den Jahren 2022 bis 2024, eine Zahl, die 2025 eine massive Steigerung jenseits von 1.500 Hinrichtungen erfahren hat, sind die heiligen Männer in Teheran nicht von Schlächtern zu unterscheiden und rangieren hinter dem erheblich größeren China auf Platz 2 der Rangliste von Staaten, die die eigene Bevölkerung hinrichten. Dass ein Ayatollah, der offenkundig das Leben seiner Mitmenschen als Dispositionsmittel ansieht, alle Mittel nutzen wird, um Proteste zu unterdrücken, ist lange bekannt, denn der aktuelle Protest ist nicht der erste seiner Art, aber er ist der größte bisher, einer, bei dem Abend um Abend in mehr als hundert Städten des Irans tausende Menschen auf die Straße gehen, um ein System, ein Regime loszuwerden, das den diametralen Gegensatz zu einem demokratischen System darstellt.
Wir haben in diesem Post einen Teil der Videos zusammengestellt, die es zu diesem Protest gibt, der von westlichen Medien wie eine Randerscheinung behandelt wird, die hinter dem Tod eines US-amerikanischen Trans-Protesters, der beim Versuch, einen Angehörigen von ICE zu überfahren, erschossen wurde, und dem Wetter zurückstehen muss. Erstaunlich für Sender, die jede noch so kleine Demonstration aus Budapest, dann, wenn sie sich gegen Victor Orban richtet, mit ausführlicher Berichterstattung bedenken.
Vor dieser Videostrecke noch der Hinweis, dass sich außer Donald Trump und Johann Wadepul so gut wie kein Politiker in einer Regierungsfunktion zu den Vorgängen im Iran geäußert und über die Gewalt des dortigen Regimes entsetzt gezeigt hat. Das ist, wenn man z.B. bedenkt, wie eifrig der Britische Tin-Pot Diktator Herr Starmer auf alle Möglichkeiten, sich international als „Menschenrechtsanwalt“ zu inszenieren, springt, der es sich nicht nehmen lässt, einen islamistischen Extremisten, der aus dem Knast in Ägypten freigekauft wurde, persönlich im Vereinigten Königreich zu begrüßen, eigentlich erstaunlich. In jedem Fall ist erklärungsbedürftig, warum westliche Regierungssysteme, die angeblich dem Typ „Demokratie“ angehören, Personen in Positionen belassen, denen zu eklatanten Menschenrechtsverletzungen, zu autoritären Mordregimen wie dem der Ayatollahs im Iran so ÜBERHAUPT NICHTS EINFÄLLT, während sie sofort mit Erregung und Eifer bei der Sache sind, wenn eine isralische Bombe ihr Ziel verfehlt und eine zivile Einrichtung trifft. Dieselben Leute, die alle miteinander den Terroristen al-Jolani, der zum Präsidenten von Syrien konvertiert sein will, hofiert und salonfähig gemacht haben (und nun dabei zusehen, wie sein Regime Kurden in Aleppo niedermacht), sind nun plötzlich zurückhaltend, wenn die Bürger des Iran ihr religiöses Terrorregime loswerden wollen.
Jeden Tag stellen wir uns die Frage, ob man Heuchelei und Lüge, beides in „Unseren Demokratien™“ endemisch, noch steigern kann, jeden Tag ist die Antwort: JA, man kann…
Fragt sich, wie lange man es noch kann…
Bis die Frage einer endgültigen Antwort zugeführt werden kann, hier die versprochene Videostrecke der Ereignisse im Iran.
Shia-Priester wenden sich gegen Khamenei und sein Regime:
#Breaking: Even Shia clerics who previously supported the Islamic regime of #Iran are now showing support for the anti-regime protests. In this video, a Shia cleric calls on people to rise up and fight against the Islamic regime, openly supporting the protests and stating that… pic.twitter.com/GGgqGhQJkb
— Babak Taghvaee – The Crisis Watch (@BabakTaghvaee1) January 7, 2026
Polizei und Angehörige der Revolutionären Garden verweigern den Einsatz:
BREAKING | Defiant Basij Message Shakes Iran
A powerful message circulating widely among Iranians delivers a stunning blow to the regime’s narrative: a Basij member says orders were issued to fire freely on protesters, but he and many others refused. pic.twitter.com/2LIIhwfz0r
Alle Informationen und Bilder, die aus dem Iran kommen, kommen über Elon Musks X und über Starlink. Allein der Tatsache, dass auf X seit Tagen über die Proteste im Iran und die blutrünstigen Reaktionen des Regimes berichtet wird, ist es geschuldet, dass sich Shitstream-Medien wie die ARD, das ZDF oder die BBC gezwungen sehen, über die Vorgänge im Iran zu berichten, wobei sie das in einer ungewohnt „nüchternen“ Art und Weise tun, die dennoch voll der Sympathie für die shia-muslimischen Extremisten um Ayatollah Khamenei ist:
„Das Regime geht offenbar mit aller Härte gegen Demonstrierende vor, Polizisten sollen Tränengas einsetzen. Überprüfen lassen sich die Berichte aus dem Iran nicht. Insbesondere was seit dem späten Abend passiert, ist unklar.
Denn Internet und Telefonverbindungen sind abgeschaltet. Ausländische Fluggesellschaften streichen teils Flüge in das Land. Am Morgen berichten staatliche iranische Medien über die Proteste, sprechen auch von Opfern. Zahlen nennen sie aber nicht. Schon vor Donnerstagabend sind nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen Dutzende Menschen in der aktuellen Protestwelle getötet worden.
Dass sich Berichte angeblich nicht überprüfen lassen, das fällt dem ARD-Schreiber, Uwe Lueb, nur im Zusammenhang mit den Morden des Regimes ein. Zuvor hat er davon berichtet, dass „die Proteste in Gewalt umschlagen:
„Teils schlagen die Proteste in Gewalt um. Barrikaden und Müllcontainer brennen. Demonstrierende legen Feuer an eine Statue von Qassem Suleimani – er war Chef der Auslandstruppen der Revolutionsgarde.“
Dass sich die „Berichte“ nicht überprüfen lassen, ist ihm zu diesem Zeitpunkt nicht eingefallen. Vielmehr hat er für bare Münze genommen, was über die protestierenden Iraner berichtet wird, obschon das Regime den Zugang zum Internet gekappt hat und alle Mittel der Kommunikation zu unterdrücken versucht…
Sympathien lassen sich nur schwer verbergen …
Alle Videos, die wir hier gepostet haben, stammen von Iranern, die auf X posten. Dass sie es können, das liegt an Starlink und Elon Musk, der es verfügbar gemacht hat, so verfügbar, dass selbst ein ARD-Journalist dort Berichte aus dem Iran überprüfen könnte, wenn er es wollte …
Um auf die Eingangs gestellte Frage zurückzukommen, warum westliche Regime so wenig Probleme mit den Ayatollahs und ihrem Mord-Regime haben: Wenn man sich die Mittel ansieht, mit denen in beiden Regimen die Bevölkerung unterdrückt wird bzw. die Mittel ansieht, die in westlichen Staaten in der Pipeline sind, um Meinungs- und sonstige Freiheiten einzuhegen, dann geht damit die Feststellung einher, dass die Unterschiede zwischen „Unserer Demokratie™“ und der Theokratie der religiösen Mörder aus dem Iran immer kleiner werden, sich „Unsere Demokratie™“ in Wort und Tat der Theokratie annähert.
Man kritisiert nicht, was man als Zielvorstellung hat …
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