Der Rücktritt von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann sorgt für einige Unruhe beim Staatssender: Stiftungsrat Peter Westenthaler kündigte inzwischen weitere brisante Enthüllungen an.
Vorwürfe der sexuellen Belästigungen
Was bisher bekannt ist: Weißmann trat am gestrigen Montag zurück, nachdem gegen ihn Vorwürfe der sexuellen Belästigung aus dem Jahr 2022 laut geworden waren. Weißmann, der die Anschuldigungen bestreitet, übergab sein Amt interimistisch an die amtierende Hörfunkdirektorin Ingrid Thurnher. Die Wahl des neuen ORF-Chefs ist für den 11. August vorgesehen, der Generaldirektor wird das Amt dann im Jänner 2027 antreten.
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Spitze des Skandaleisbergs wird aufbrechen
Jetzt drohen dem ORF allerdings noch einige weitere Unannehmlichkeiten: Der von den Freiheitlichen entsandte Stiftungsrat Peter Westenthaler sieht in dem Skandal nur die Spitze des Eisbergs. Auf Facebook schrieb er, das bisher Bekanntgewordene sei nur ein kleiner Teil der Affäre:
Was bisher zum ORF-Skandal rund um den erzwungenen Rücktritt des ORF-Generaldirektors bekannt wurde, ist nur die Spitze eines gewaltigen Skandaleisbergs, der in Kürze öffentlich aufbrechen wird.
„Die offene Feldschlacht hat begonnen“
Er erhalte „stündlich weitere, skandalöse, ja geradezu haarsträubende Informationen“, die er am morgigen Mittwoch im ORF-Stiftungsrat auf den Tisch legen werde. Diese Informationen haben es in sich – denn sie sollen sogar „noch einige Führungspersonen in Form von Rücktritten und Gerichtsverfahren mit voller Wucht treffen“. Betroffen seien laut Westenthaler sowohl das Management des Staatssenders als auch der rote Stiftungsratsvorsitzende Heinz Lederer. Sein Versprechen:
Der Sumpf wird ab morgen trockengelegt. Das garantiere ich! Das ist meine Aufgabe als Vertreter der ORF-Zwangsgebührenzahler im ORF-Stiftungsrat.
