Von Anfang an war das Ganze ein bisschen zu gut, um wahr zu sein. Eine Headhunterin schickte mir eine E-Mail mit einem Stellenangebot – einer Stelle als Journalistin bei „einem führenden US-amerikanischen Redaktionsteam für Technologie und Märkte“. Die Stelle sei Teil einer vertraulichen Expansion, erklärte sie, und noch nicht öffentlich ausgeschrieben. Mein sechster Sinn schlug Alarm, aber der Zeitpunkt war günstig. Ich war auf der Suche nach einer neuen Stelle, da meine Elternzeit bald zu Ende ging.

Zunächst wirkte die E-Mail seriös. Als ich den Absender googelte, fand ich auf LinkedIn eine Personalvermittlerin mit demselben Namen und Profilbild. Die Nachricht war auch eindeutig auf mich zugeschnitten: Sie bezog sich auf mehrere Positionen, in denen ich gearbeitet hatte, und nannte meine spezifischen Fachgebiete. „Ihr Fokus auf die realen Auswirkungen von KI, digitaler Kultur und der Gig-Economy passt perfekt zu einem internen, sehr prioritären Auftrag, den ich betreue“, schrieb die Headhunterin.

Ich schrieb zurück. Sie bat mich, meinen Lebenslauf zusammen mit meinen Gehaltsvorstellungen, meiner bevorzugten Arbeitsform (Homeoffice, hybrid oder vor Ort) und meiner geografischen Flexibilität zu schicken. Im Gegenzug schickte sie mir eine detailliertere Stellenbeschreibung.

Irgendetwas stimmte nicht. War das ein Betrug?

Die Stelle war in der Tat perfekt für mich. Zu perfekt – als hätte jemand meinen Lebenslauf in ChatGPT eingegeben und das Programm gebeten, eine Stellenbeschreibung zu erstellen, die direkt auf meiner Erfahrung basiert. Der Standort war in der Stadt, in der ich lebe, der Arbeitsort hybrid, genau wie ich es mir gewünscht hatte. Das größte Indiz: Ich hatte meine Gehaltsvorstellung hoch angesetzt, aber hier wurde noch deutlich mehr geboten.

Zu diesem Zeitpunkt war ich mir ziemlich sicher, dass man mich an der Nase herumführte, aber ich konnte den Betrug immer noch nicht durchschauen. Ich ertappte mich dabei, wie ich versuchte, die Unstimmigkeiten zu rechtfertigen. „Es ist ja ein amerikanisches Unternehmen, und da sind die Gehälter generell höher, oder?“, dachte ich noch. Ich fragte nach den nächsten Schritten.

Daraufhin gab mir die Personalvermittlerin Feedback. Mein Lebenslauf stelle meine Führungsqualitäten nicht ausreichend heraus, meinte sie. Er müsse überarbeitet werden. Sie könne mich gerne mit einem Spezialisten in Kontakt bringen, der mein Profil überzeugender gestalten würde. Die Kosten würde dieser direkt mit mir besprechen. Ah, das war es also.

Vor dem Hintergrund eines besonders angespannten Arbeitsmarktes in Großbritannien nehmen Betrugsfälle im Bereich der Personalvermittlung zu. Betrüger nutzen das Versprechen fiktiver Stellenangebote, um Arbeitssuchenden Geld oder persönliche Daten (oder beides) aus der Tasche zu ziehen.

KI macht den Scam einfacher

Der britische Meldedienst für Cyberkriminalität Report Fraud hat 2024 mehr als doppelt so viele Meldungen über Betrugsfälle bei der Personalvermittlung erhalten wie 2022. Die Lloyds Banking Group meldete von Januar bis August letzten Jahres einen Anstieg der Betrugsfälle in dem Bereich um 237 Prozent. Und die britische Online-Bank Monzo gab an, dass im Jahr 2025 mehr als 10.000 ihrer Kunden Opfer solcher Betrugsfälle wurden.

„KI-Tools haben Betrug erheblich vereinfacht“, sagt Keith Rosser, Vorsitzender der Organisation JobsAware, die Arbeitnehmern hilft, Betrugsfälle zu melden. „Man kann heutzutage von überall auf der Welt aus einen groß angelegten Jobbetrug gegen Menschen in Großbritannien ausführen“, erklärt er. „Es ist nicht besonders schwierig, die Erfolgschancen stehen recht gut, und die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, ist sehr gering.“

In meinem Fall habe ich nicht mehr verloren, als eine Stunde Zeit, in der ich meinen Lebenslauf aufpoliert habe. Aber was, wenn ich weniger erfahren wäre, weniger zynisch oder einfach verzweifelter?

Betrugsmaschen im Bereich Jobvermittlung gibt es in verschiedenen Formen. Eine der häufigsten, der sogenannte „Task Scam“, verspricht die Möglichkeit, durch einfache Online-Aktivitäten wie das Liken von TikTok-Videos oder das Bewerten von Produkten Geld zu verdienen. Diese Betrüger sprechen Menschen oft über WhatsApp oder soziale Medien an und locken mit der Aussicht auf Remote-Arbeit, flexible Arbeitszeiten und schnelles Geld.

In kriminelle Geschäfte verwickelt

Manchmal zahlen sie zunächst wie versprochen kleine Geldbeträge, um bei den Opfern ein falsches Gefühl der Sicherheit zu wecken, dass es sich um eine seriöse Vereinbarung handelt. Anschließend verlangen sie möglicherweise Zahlungen, etwa für fiktive Gebühren für die Rückführung von Geldern oder ein „Konto-Upgrade“, nachdem man mehr verdienen könne.

In anderen Fällen werden die Opfer in illegale Geldwäschegeschäfte verwickelt, bei denen Kriminelle Geld auf ihr Bankkonto überweisen und sie auffordern, dieses abzüglich einer Provision weiterzuleiten.

Betrugsmaschen im Zusammenhang mit Nebenjobs richten sich häufig speziell an junge Menschen, beispielsweise an Studierende, die auf der Suche nach Arbeit sind. Andere, wie der Lebenslauf-Betrug, dessen Opfer ich wurde, zielen auf Arbeitnehmer in höheren Positionen ab – und sind maßgeschneiderter.

Oft geben sich die Betrüger als echte Personalvermittler oder Arbeitgeber aus. Personalvermittler berichten davon, dass ihre LinkedIn-Profile von Personen geklont wurden, die dann unter Verwendung ihrer Daten Nachrichten an Arbeitssuchende senden.

Nach dem Köder kommt die Rechnung

Nachdem sie Bewerber mit einer Stelle geködert haben, verlangen die Betrüger unter verschiedenen Vorwänden Geld. In meinem Fall war das die Aufwertung meines Lebenslaufs, wobei sie deutlich andeuteten, dass das notwendig sei, wenn ich eine Chance auf die lukrative Stelle haben wolle, die mir in Aussicht gestellt wurde.

Andere Betrüger geben zum Beispiel vor, das Geld diene zur Deckung von Schulungs-, Ausrüstungs- oder Reisekosten, die der Arbeitgeber später erstatten werde.

Der staatliche britische Disclosure and Barring Service berichtet von Betrugsfällen, bei denen Geld für eine angebliche Überprüfung des Strafregisters verlangt wurde. In einigen Fällen nehmen Betrüger gezielt Arbeitssuchende im Ausland ins Visier und verlangen Geld zur Deckung von Visakosten.

Auch Vorstellungsgespräche können sich als Betrug herausstellen

„Es gibt auch Leute, deren Vorstellungsgespräche sich als Betrug herausgestellt haben“, erzählt Lisa Webb, Expertin für Verbraucherrecht bei Which?. „Man wird gebeten, eine bestimmte Nummer anzurufen, um das Vorstellungsgespräch zu führen, und diese Nummer ist eine gebührenpflichtige Nummer, sodass man praktisch dafür bezahlt.“

Auch wenn kein Geld den Besitzer wechselt, können Betrugsmaschen dazu dienen, an die Daten der Opfer zu gelangen. Indem sie sich als falscher Arbeitgeber ausgeben, verschaffen sich Betrüger einen Vorwand, um Bankdaten oder Passinformationen zu erlangen. „Ihre Identität kann geklont werden“, sagt Webb. „Es kann passieren, dass andere in Ihrem Namen Kredite aufnehmen oder Kreditkarten beantragen.“

Als ich die erste E-Mail von meinem „Headhunter“ erhielt, war ich beeindruckt davon, wie professionell und individuell sie wirkte. Der Text war sprachlich auf hohem Niveau verfasst. Der Absender war offensichtlich mit meinem Profil vertraut. Es wirkte persönlich. Noch vor fünf Jahren, so Rosser, konnte man einen Betrugsversuch oft schon allein anhand der Grammatik erkennen. „Aber mittlerweile sind sie geschickter.“

„Die zunehmende Verfügbarkeit von KI bedeutet, dass Kriminelle heute über weitaus mehr Möglichkeiten verfügen als je zuvor“, bestätigt Webb. „Sie können diese Betrugsmaschen viel schneller entwickeln. Sie können sie zielgerichteter gestalten, und die Scams sind wesentlich ausgefeilter.“

Gefakte Rekrutierungen von Google, Meta oder Burberry

Oleksandra Lietova, Marketingleiterin bei der Bildungsplattform Ratatype, hat diesen Wandel bemerkt. Früher erhielt sie Stellenangebote, die offensichtlich gefälscht waren: Die Nachrichten waren vage formuliert und die Stellen hatten nichts mit ihrem Fachgebiet zu tun.

Doch vor kurzem erhielt sie eine Reihe von E-Mails, die authentischer wirkten. Sie schienen von bekannten Unternehmen zu stammen – Burberry, Ernst & Young, Google, Meta – und verwendeten die echten Firmenlogos. Bei genauerer Betrachtung fiel ihr jedoch auf, dass die Absenderadressen nicht dem korrekten Unternehmensformat entsprachen und die E-Mails verdächtige Links enthielten.

Warum die Masche funktioniert

Sie veröffentlichte Screenshots im Internet, um andere zu warnen. „Wenn man eine E-Mail öffnet, in der steht: ‚Hallo, wir sind von Google, wir haben einige Stellenangebote für dich‘, denkt man für einen kurzen Moment: ‚Wow, das ist es. Endlich habe ich es geschafft‘“, sagt sie.

Genau dieses psychologische Verlangen nutzen Betrüger bei Stellenangeboten aus, sagt Rosser. „Viele Menschen haben fast das Gefühl, entdeckt worden zu sein: ‚Jemand will mich!‘“, beschreibt er die Reaktion.

„Wie bei allen Betrugsdelikten nutzen auch Scams bei der Jobvermittlung die Schwäche der Betroffenen aus“, erklärt Linda Baskett, Botschafterin für Betrugs- und Scam-Themen bei der britischen Wohltätigkeitsorganisation Cyber Helpline. Da die Arbeitslosenquote in Großbritannien auf einem Fünfjahreshoch liegt und die USA das schwächste Jahr für das Beschäftigungswachstum seit Beginn der Pandemie erleben, sind viele Arbeitssuchende weltweit verzweifelt. Das macht sie zu einer leichten Zielscheibe.

„Wie konnte ich nur so dumm sein?“

Candice Jackson aus der US-amerikanischen Stadt Seattle, die im Kundensupport für die Technologie- und Gesundheitsbranche tätig ist, musste dies erfahren, nachdem sie 2023 ihren Job verloren hatte. Sie hatte Mühe, eine Stelle auf ähnlichem Niveau zu finden, und geriet zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten.

Ihre Hypothekenbank setzte sie unter Druck: Ihr Haus war in Gefahr. Als sie dann auf LinkedIn Nachrichten von Personalvermittlern mit scheinbar perfekten Stellenangeboten erhielt, ergriff sie die vermeintliche Chance sofort.

Auch ihr sagte ein Personalvermittler, sie müsse ihren Lebenslauf professionell überarbeiten lassen, und verwies sie an einen Lebenslauf-Spezialisten auf der Freelancer-Plattform Fiverr. Auch sie spürte, dass etwas nicht stimmte, aber in diesem Moment hatte sie keine Zeit zum Nachdenken. „Die ganze Zeit wiederholten sie nur: dringend, dringend, dringend. Du musst das jetzt tun, jetzt, jetzt“, erinnert sie sich.

Nachdem sie betrogen worden war, empfand Jackson vor allem Verlegenheit. „Früher habe ich schon öfter erlebt, wie andere Leute auf Betrüger hereingefallen sind, und dachte mir: ‚Wie konntest du nur darauf hereinfallen?‘“, erzählt sie. „Und dann falle ich selbst darauf herein und denke mir: ‚Wie konntest du nur so dumm sein?‘“

„Das ist eine typische Empfindung“, berichtet Baskett. Untersuchungen der Cyber Helpline haben ergeben, dass Opfer die psychischen Folgen von Betrug als weitaus schwerwiegender empfinden als die finanziellen. „Das Hauptproblem ist das Gefühl, dumm gewesen zu sein“, sagt sie.

Zu schön, um wahr zu sein

Nach gängiger Meinung gilt: Wenn etwas zu gut erscheint, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch. Webb und Baskett warnen jedoch davor, bei Betrug bei der Personalvermittlung die Schuld den Opfern zuzuschreiben. „Ich möchte den Opfern wirklich, wirklich klar machen, dass sie keine Schuld daran tragen“, sagt Webb. „Das sind Kriminelle, und Sie sind Opfer einer Straftat.“

Es gibt einige praktische Maßnahmen, mit denen Sie versuchen können, einen Betrugsversuch zu erkennen. Seien Sie besonders misstrauisch bei unaufgeforderten Kontaktaufnahmen, Nachrichten von allgemeinen E-Mail-Adressen wie Gmail oder Yahoo sowie bei der Kommunikation über WhatsApp oder soziale Medien.

Wenn Sie sich bei einem Unternehmen unsicher sind, können Sie es recherchieren. Wenn Sie eine Stellenanzeige sehen oder ein Angebot erhalten, das Ihnen verdächtig erscheint, können Sie sich direkt an das Unternehmen wenden, um zu überprüfen, ob es seriös ist.

Doch laut Webb ist das nicht immer umsetzbar. Menschen, die verzweifelt nach Arbeit suchen, bewerben sich möglicherweise auf Hunderte von Stellen; ihnen fällt vielleicht gar nicht auf, dass jemand ungefragt auf sie zukommt. „Betrugsmaschen funktionieren oft, weil sie auf Menschen abzielen, die wenig Zeit haben, abgelenkt sind oder gerade mit etwas anderem beschäftigt sind“, sagt sie.

Auch Online-Stellenbörsen tragen eine gewisse Verantwortung, meint Rosser. Er würde sich ein robusteres, standardisiertes System zur Überprüfung der Echtheit von Stellenanzeigen wünschen, die auf solchen Seiten veröffentlicht werden.

Melden Sie den Betrug der Polizei

Wenn Sie glauben, Opfer eines Stellenbetrugs geworden zu sein, sollten Sie als Erstes Ihre Bank kontaktieren. Achten Sie darauf, dass Sie das echte Betrugsbekämpfungsteam ihrer Bank erreichen. In manchen Fällen können Sie Ihr Geld möglicherweise zurückerhalten.

Baskett ermutigt Opfer zudem, den Vorfall bei der Polizei zu melden, auch wenn sie nicht viel davon erwarten sollten. Die Meldung kann der Polizei allerdings helfen, Betrugsmuster zu erkennen.

In einer bösen Wendung kann es passieren, dass man, wenn man einmal auf einen Betrug hereingefallen ist, schon bald mit einem weiteren konfrontiert wird. „Es gibt diesen wirklich schrecklichen Begriff der ‚Suckers List‘ (Trottel-Liste), wie es Kriminelle nennen“, erklärt Webb. „Wenn sie jemanden einmal mit einem solchen Betrug hereingelegt haben, ziehen sie in Betracht, ihn auf eine solche Liste zu setzen, um ihn weiterhin ins Visier zu nehmen.“

Ein Beispiel hierfür, das als „Rückerstattungsbetrug“ bekannt ist, tritt kurz nach einem ersten Vorfall auf. Angenommen, Sie sind Opfer eines Betrugs mit gefälschten Stellenangeboten oder einer anderen betrügerischen Masche geworden. Dann könnte sich jemand als Anwalt oder anderer Berater ausgeben und Ihnen anbieten, das verlorene Geld zurückzuholen. Irgendwann wird er eine Vorauszahlung verlangen. Auch das ist ein Betrug.

Es gab offensichtliche Warnhinweise

Bei genauerer Betrachtung der E-Mails meiner „Headhunterin“ gab es tatsächlich einige Warnsignale. Zwar fand ich ein LinkedIn-Profil, das mit ihrem Namen und dem Foto übereinstimmte, doch schien diese Person in Madrid ansässig zu sein. Das ist eine seltsame Wahl für einen amerikanischen Arbeitgeber und ihre LinkedIn-Beiträge waren auf Spanisch verfasst. Die E-Mail-Adresse der Person, die mich kontaktierte, enthielt zwar den gleichen Namen, war jedoch eine einfache Gmail-Adresse und keine Firmen-E-Mail.

Und während in der E-Mail-Signatur ebenfalls stand, dass sie in Madrid ansässig sei, war die angegebene Telefonnummer eine amerikanische Nummer mit einer Vorwahl aus Tennessee. Zufälligerweise scheint der Lebenslauf-Spezialist, an den mich die Headhunterin verweisen wollte, in Tennessee zu sitzen.

Nachdem ich nicht mehr geantwortet hatte, meldete sich die Headhunterin erneut und hob meine Eignung für die ominöse Stelle hervor. Selbst jetzt wirkte sie (war sie überhaupt eine Frau?) noch überzeugend. Ihre Nachricht wirkte menschlich. „Ich weiß, dass es manchmal hektisch werden kann“, schrieb sie, „besonders wenn man nach einer Auszeit wieder in den Beruf zurückkehrt, deshalb wollte ich nicht, dass der Kontakt auf Ihrer Seite abreißt.“

„Mein Ego hatte einen Dämpfer bekommen“

Daraufhin warf ich ihr offen Betrug vor. Ich schrieb, dass ich glaube, dass die Stelle gar nicht existiere und es sich von Anfang an um einen Trick gehandelt habe, um mich dazu zu bringen, für die Erstellung eines Lebenslaufs zu bezahlen. Ich teilte ihr zudem mit, dass ich einen Artikel über Stellenbetrug schreiben werde. Was sie zu diesem Vorwurf zu sagen habe? Ich wollte Antworten – sowohl für diesen Artikel als auch für mich persönlich. Wie waren sie gerade auf mich gekommen?

Die Headhunterin, die sonst immer so schnell reagiert hatte, antwortete nicht.

Ich hatte den Betrug früh durchschaut und kein Geld verloren. Dennoch fühlte ich mich etwas enttäuscht. Für einen kurzen Moment hatte ich mir vorgestellt, wie diese neue, spannende Stelle wohl sein würde – und was ich mit dem Gehalt alles anfangen könnte. Mein Ego hatte einen Dämpfer bekommen. War es wirklich so unglaubwürdig, dass jemand meine Brillanz erkennen und mir den perfekten Job anbieten würde?

Jackson kann das nachempfinden. „Emotional gesehen ist es irgendwie … ich möchte nicht sagen, dass es niederschmetternd ist, aber es ist eine riesige Enttäuschung“, erklärt sie. Ihr ist es gelungen, ihr Geld zurückzubekommen. Aber die Jobsuche war nicht erfolgreich, sodass sie ihr Haus aufgeben musste. Dennoch sieht sie die Sache gelassen: „Ich habe diesen finanziellen Druck nicht mehr und wohne bei meiner Familie, sodass ich mich ganz bewusst auf die Jobsuche konzentrieren kann.“

Sie will es nicht beschreien, aber sie rechnet bald mit einem Jobangebot.



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