Der Weg in die vermeintlich paradiesische kommunistische Weltgesellschaft führt nach Marx bekanntlich durch das Jammertal, das er als „rohen Kommunismus“ bezeichnet. Und um es gleich vorweg zu sagen: dass es die kommunistische Weltgesellschaft ist, die im teleologischen „Denken“ zumindest eines Teiles der weltanschaulich Linken ist, ist leider alles andere als eine absurde Behauptung.
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„Wir befinden uns weiterhin in der sich nicht über einige Jahrzehnte, sondern einige Jahrhunderte hinziehenden Epoche des Übergangs vom Kapitalismus zum Kommunismus, damit in der Epoche der Überwindung der mit der Sklavenhaltergesellschaft entstandenen Klassengesellschaft und so in der Epoche des Abschlusses der menschlichen Vorgeschichte. Dieser Übergang bedarf mehrerer Anläufe auf unterschiedlichen Kontinenten. Die gegenwärtige Etappe in dieser Epoche ist in doppelter Hinsicht von der Schaffung der Voraussetzungen für die Durchsetzung des Sozialismus gekennzeichnet. Dessen Durchsetzung als die weltweit dominierende Form der staatlichen Verfasstheit einer zu einer Einheit erst zusammenwachsenden kommunistischen Weltgesellschaft beinhaltet die Notwendigkeit des Brechens der Dominanz des US-Imperialismus als eine jetzt auf der Tagesordnung stehende Voraussetzung für die friedliche Entfaltung der diese sozialistische Etappe prägenden Widersprüche“,
so schreibt Manfred Sohn in einem am 01. Januar 2024 auf den Internet-Seiten der Marx-Engels-Stiftung e.V. (ja, Sie lesen richtig: „e.V.“!) veröffentlichten Text mit der – unter Zitierung von Marx formulierten – Überschrift „… behaftet mit den Muttermalen der alten Gesellschaft“.
Der „rohe Kommunismus“ ist nach Marx die erste Phase des Kommunismus, die durch die Zerstörung all dessen gekennzeichnet ist, was nicht von allen privat besessen werden kann. Barbara Zehnpfennig (2011: 11) fasst dies – aus Marx’scher Perspektive heraus formuliert, die Zehnpfennig in ihrem Text einer Kritik unterzieht – wie folgt zusammen:
„In der ersten Phase, dem ‚rohen Kommunismus‘ …, wird die Habsucht, die den Kapitalismus bestimmte, universell: Jetzt können auch diejenigen ihre Unmenschlichkeit ausleben, die bisher aufgrund ihres Unterdrückt-Seins nicht dazu in der Lage waren. Die Reichen werden gewaltsam enteignet, und alle wollen alles haben. Da das nicht geht, wird eben das, was nicht von allen besessen werden kann, zerstört. Das gilt auch für persönliche Besitztümer wie das Talent. (Wie kann man sich die ‚gewaltsame Abstraktion‘ vom Talent, von der Marx spricht, eigentlich anders vorstellen als durch die Vernichtung des Talentierten?) ‚Neid und Nivellierungssucht‘ herrschen allenthalben, zerstört werden muss, was ungleich macht. So sinkt das Leben auf seine primitivste Stufe herab, alle sind gleich arm“.
Und wir sind nahe daran, diesen Zustand zu erreichen bzw. haben ihn in Teilen bereits erreicht.
Die Schaffung von Ergebnisgleichheit durch Zwangsgleichstellung mittels Hochbesteuerung des produktiven Teils der Bevölkerung und Quotenvorgaben bei der Vergabe von Zugängen z.B. im Bildungssystem und bei der Besetzung von Positionen, ist nicht neu; wir kennen sie seit etwa 1990 und sind inzwischen regelmäßig Opfer dieser „Maßnahmen“ oder vielmehr: ihrer Folgen. Von Anfang an wurde mit Bezug auf diese „Maßnahmen“ Ungerechtigkeit mit Ungleichheit vermengt – ursprünglich vielleicht absichtlich, mit den Folgen dieser „Maßnahmen“ aber wohl immer mehr aus Unkenntnis. Die „Maßnahmen“ wurden anfänglich als „Maßnahmen“ zum Abbau von Ungerechtigkeit(-/en) bzw. zur Schaffung von Chancengleichheit dargestellt, waren aber tatsächlich von Anfang an „Maßnahmen“ zur Herstellung von Ergebnisgleichheit bzw. Gleichstellung.
Dass dies so ist, ist leicht erkennbar daran, dass dann, wenn es tatsächlich um den Abbau von Ungerechtigkeit(-/en) bzw. die Schaffung von Chancengleichheit geht, gerechte Verteilungen das Ziel der Bemühungen sind, die notwendigerweise ungleiche Verteilungen sind, denn bei gerechter Verteilung von Gütern oder Positionen erhält jeder das, was er aufgrund von Leistung (und ggf. Bemühung) im Vergleich zu dem, was andere geleistet haben (oder an Bemühungen gezeigt haben), verdient hat. Auf unterschiedlichen hohen Leistungen oder Beiträgen zur Schaffung eines Gutes basierende Ungleichheiten sind begründete und legitime Ungleichheiten, aber im Verlauf der letzten beiden Jahrzehnte hat sich immer deutlicher gezeigt, dass Ungleichheiten aufgrund unterschiedlicher Leistungen oder Beiträge für illegitim erklärt werden und bekämpft werden sollen.
So beobachten wir nun schon seit Jahrzehnten, aber neuerdings ins Extreme gesteigert, die immer fortschreitende Zuwendung von Gütern an Personen oder Personengruppen, die wenig oder nichts leisten oder geringe oder keine Beiträge in Versorgungssysteme erbracht haben, die notwendigerweise auf Kosten derer erfolgt, die mehr oder viel mehr leisten, vor allem, aber nicht nur, in Form von Hochbesteuerung. Inzwischen ist die Forderung von Leistung, ja, sogar die Erwähnung von Leistung – und mit ihr von Talent u.a.m. – weitgehend tabuisiert, wird von Linken als Indikator für eine „rechte“ Gesinnung missbraucht.
Im ‚rohen Kommunismus‘ haben Gerechtigkeitserwägungen zugunsten von Gleichheitsvorstellungen das Feld geräumt, so könnte man meinen, aber Marx ist selbst der Ansicht, dass hinter den vermeintlichen Versuchen, Gleichheit zu schaffen, Neid steckt, was Marx auf zugegebenerweise unterhaltsame und (vielleicht nicht nur) für Feministen höchst unerfreuliche Art wir folgt beschreibt:
„… in seiner ersten Gestalt … zeigt er [der Kommunismus] sich in doppelter Gestalt: einmal ist die Herrschaft des sachlichen Eigentums so groß ihm gegenüber, dass er alles vernichten will, was nicht fähig ist, als Privateigentum von allen besessen [zu] werden; er will auf gewaltsame Weise von Talent[!] etc. abstrahieren. Der physische, unmittelbare Besitz gilt ihm als einziger Zweck des Lebens und des Daseins; die Bestimmung des Arbeiters wird nicht aufgehoben, sondern auf alle Menschen ausgedehnt; … endlich spricht sich diese Bewegung, dem Privateigentum das allgemeine Privateigentum entgegenzustellen, in der tierischen Form aus, dass Ehe (welche allerdings eine Form des exklusiven Privateigentums ist) die Weibergemeinschaft, wo also das Weib zu einem gemeinschaftlichen und gemeinen Eigentum wird, entgegengestellt wird. Man darf sagen, dass dieser Gedanke der Weibergemeinschaft das ausgesprochne Geheimnis dieses noch ganz rohen und gedankenlohen Kommunismus ist. Wie das Weib aus der Ehe in die allgemeine Prostitution, so tritt die ganze Welt des Reichtums, d.h. des gegenständlichen Wesens des Menschen, aus dem Verhältnis der exklusiven Ehe mit dem Privateigentümer in das Verhältnis der universellen Prostitution mit der Gemeinschaft. Dieser Kommunismus – indem er die Persönlichkeit des Menschen überall negiert [!] – ist eben nur der konsequente Ausdruck des Privateigentums, welches diese Negation ist. Der allgemeine und als Macht sich konstituierende [!] Neid ist die versteckte Form, in welcher die Habsucht sich herstellt und nur auf eine andre Weise sich befriedigt. Der Gedanke des Privateigentums als eines solchen ist wenigstens gegen das reichtere Privateigentum als Neid und Nivellierungssucht gekehrt, so dass diese sogar das Wesen der Konkurrenz ausmachen. Der rohe Kommunist ist nur die Vollendung dieses Neides und dieser Nivellierung von dem vorgestellten Minimum aus … Wie wenig diese Aufhebung des Privateigentums eine wirkliche Aneignung ist, beweist eben die abstrakte Negation der ganzen Welt der Bildung und Zivilisation, die Rückkehr zur unnatürlichen Einfachheit des armen, rohen und bedürfnislosen Menschen, der nicht über das Privateigentum hinaus, sondern noch nicht einmal bei demselben angelangt ist“ (Marx 2017[1844]: 78-79; Kursivsetzungen im Original).
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Während konstruktiver Neid, bei dem man den Wunsch verspürt, etwas erleben, haben, besitzen zu wollen, was jemand anders erlebt, hat, besitzt, in Ehrgeiz resultieren kann und jemanden dazu anspornen kann, eigene Leistung zu zeigen, damit er seinen Wunsch verwirklichen kann, ist destruktiver Neid von Missgunst mitgeprägt oder hauptsächlich von ihr geprägt und beinhaltet den Wunsch, dass jemand etwas, um das er beneidet wird, verlieren möge oder er anderweitig Schaden erleiden werde.
Offenbar ist der Neid, von dem Marx im zitierten Abschnitt spricht, destruktiver Neid: Güter werden umverteilt oder angeeignet, wohl wissend, dass damit anderen etwas weggenommen wird; und dies wird in Kauf genommen – bestenfalls, denn im schlimmeren Fall beinhaltet der destruktive Neid eine Komponente der Selbstgerechtigkeit bzw. der Rache, z.B. dann, wenn behauptet wird, die Aneignung oder Umverteilung sei eine Art, Ausgleich zu schaffen für vergangenes Unrecht, für das die Beneideten entweder direkt verantwortlich seien oder von dem die Beneideten Nutznießer seien (intentional oder ‚strukturell‘), wie das z.B. der Fall ist, wenn ein „weißes Privileg“ behauptet wird und Legitimation für Aneignungs- oder Umverteilungs-„Maßnahmen“ aufgebaut werden soll.
“ data-medium-file=“https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2026/01/ENvy.jpg?fit=156%2C300&ssl=1″ data-large-file=“https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2026/01/ENvy.jpg?fit=333%2C642&ssl=1″ class=“ wp-image-283643″ src=“https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2026/01/ENvy.jpg?resize=283%2C546&ssl=1″ alt=““ width=“283″ height=“546″ srcset=“https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2026/01/ENvy.jpg?w=333&ssl=1 333w, https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2026/01/ENvy.jpg?resize=156%2C300&ssl=1 156w“ sizes=“auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px“/>ENVY; By Giotto – Seven VicesChapelle Scrovegni, Public Domain, Link
Wenn destruktiver Neid von ideologischer oder politischer Seite systematisch gefördert wird, wie dies heute in (vielen) europäischen Gesellschaften der Fall ist, in denen Anhänger sozialistischer/kommunistischer Gesellschaftsentwürfe gesellschaftliche und insbesondere politische Positionen besetzen, dann ist dies also vermutlich kein Zufall.
Egal, ob sich der destruktive Neid in Form eigener Korruption ausdrückt oder in systematischer Enteignung und Umverteilung und vielleicht – ich vermute: wahrscheinlich – in Schadenfreude gegenüber denen, denen man etwas wegnehmen konnte, immer kann ein Sozialist/Kommunist dafür eine Rechtfertigung in der Ideologie finden: man ist – gemäß anti-individualistischer Ideologie – nicht individuell verantwortlich für sein Verhalten, sondern bloß Teil des vermeintlich unausweichlichen Marsches der Menschheit ins kommunistische Paradies, der eben durch das Jammertal des ‚rohen Kommunismus‘ führt.
Vielleicht fühlt der eine oder die andere sogar einen gewissen Stolz darauf, dass er/sie es auf sich nimmt oder die Gnade irgendeines kommunistischen Weltgeistes erhalten hat, das vermeintlich Unausweichliche voranzubringen. Das ist zugegebenermaßen unlogisch, denn Unausweichliches ist eben das und benötigt deshalb keine Hilfe, aber Sozialisten/Kommunisten zeichnen sich in aller Regel durch die Unfähigkeit (oder die Unwilligkeit oder beides), logisch zu denken, aus.
In jedem Fall ist es eine Tatsache, dass wir mit ideologisch und politisch Linken wie Keir Starmer in politischer Verantwortung konfrontiert sind, der sich nicht scheut, in der Öffentlichkeit zu sagen, dass Selbstmorde, wie die von Farmern, die aufgrund der ruinösen neuen Erbschaftssteuer, die sich die Labour-Regierung ausgedacht hat, um landwirtschaftliche Familienbetriebe zu zerstören – und wahrscheinlich das frei gewordene Land an BlackRock zu verkaufen, wie man vermuten darf aufgrund der Tatsache, dass es ein Treffen zwischen Starmer und Larry Fink, einem Repräsentanten von BlackRock im Vorfeld der Steuerreform gegeben hat –, daran denken, sich selbst umzubringen, zwar bedauerlich sei, aber notwendig, weil seine Regierung eine ‚vernünftige Reform‘ der Erbschaftssteuer durchführen ‚müsse‘.
Ganz so, wie der narzisstische Wunsch, das Klima des Planeten nach gewünschten Vorstellungen zu gestalten, angeblich notwendig macht, alten Menschen die Heizkostenbeihilfe zu streichen, die es sich angesichts des staatlich verordneten Einsatzes ineffizienter und völlig überteuerter Technologien nicht mehr leisten können, ihre Wohnung zu heizen (das im vergangenen Jahr durch die Labour-Regierung gemaßnahmt wurde).
So sind Kollektivisten: Das Leben von Menschen muss immer hinter den jeweiligen kollektivistischen Gesellschaftsentwurf zurücktreten, und welche Relevanz haben die Leben ‚lumpiger Individuen‘, wie Friedrich Engels Menschen nannte, angesichts des Endziels – man ist geneigt zu sagen: der Endlösung für menschliches Leben, das die Bezeichnung verdient – der kommunistischen Weltgesellschaft?!
Die Frage ist allerdings, ob Kommunismus jemals etwas anderes sein kann als ‚roher Kommunismus‘. Bislang ist kein kommunistischen System über ‚rohen Kommunismus‘ hinausgekommen, und ich vermute, dass das auch niemals der Fall sein wird: Wenn es Unausweichliches gibt, das bei der Entwicklung menschlichen Zusammenlebens zur Geltung kommt, dann liegt es in der menschlichen Natur – so läßt sich z.B. schwerlich vermeiden, dass destruktiver Neid nicht früher oder später gegenüber denjenigen gefühlt wird, die sich anmassen, als Treuhänder (in der Praxis wohl eher Veruntreuer) aller Güter fungieren zu können – und in der Produktion unbeabsichtigter Folgen.
Beides hat kommunistischen Entwürfen in der Vergangenheit regelmäßg den Garaus gemacht, und wird dies auch in Zukunft tun, denn das vermeintlich Unausweichliche ist eben nicht das Vorhersehbare oder Planbare. Unausweichlich ist nur, dass das Unvorhergesehene und das Unbeabsichtigte eintreten wird; unausweichlich ist deshalb stetige Veränderung in wechselnde Richtungen.
Man nennt das auch „Leben“.
Literatur:
Marx, Karl, 2017[1844]: Ökonomisch-philosophische Manuskripte aus dem Jahre 1844, hrsgg. v. Karl-Maria Guth. (Sammlung Hofenberg.) Berlin: Verlag der Contumax Gmax GmbH & Co. KG.
Zehnpfennig, Barbara, 2011: Karl Marx: Humanist oder Wegbereiter des totalitären Staates?, S. 7- 13 in: Witterauf, Peter, (Hrsg.): Ist der Kommunismus wieder hoffähig?: Anmerkungen zur Diskussion um Sozialismus und Kommunismus in Deutschland. München: Hanns-Seidel-Stiftung, Akademie für Politik und Zeitgeschehen. https://www.hss.de/download/publications/AMZ-77_Kommunismus.pdf
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