Obwohl die deutschen Gasspeicher einen historisch niedrigen Füllstand aufweisen und anhaltend kaltes Wetter vorhergesagt wird, macht sich Wirtschaftsministerin Reiche um die Versorgung keine Sorgen. Fachleute sehen das anders. Sie warnen vor einer Gasmangellage und den Folgen.
Der Füllstand der deutschen Gasspeicher befindet sich auf einem historischen Tiefstand, doch Sorgen macht sich die Politik dennoch keine. Ende Januar lagen die Füllstände unter 35 Prozent, deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt und Vergleichszahlen aus anderen EU-Ländern. Das geht aus aktuellen Meldungen hervor. Branchenvergleiche zeigen deutlich höhere Speicherstände in Spanien, Italien oder Polen.
Dennoch sieht Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) keinen akuten Handlungsbedarf. Am Rande einer Saudi-Arabien-Reise erklärte sie, die niedrigen Speicherstände seien kein Anlass zur Sorge. Deutschland beobachte die Lage täglich, und die Versorgung sei auch über Importe von Flüssiggas (LNG) gesichert. Sie sei überzeugt, dass das Land gut durch den Winter komme, versicherte die Ministerin.

Die Bundesnetzagentur schließt sich dieser Einschätzung an. Behördenpräsident Klaus Müller betonte gegenüber Medien, es sei nicht mit einer Mangellage zu rechnen. Die Gasversorgung in Deutschland bleibe stabil. Die Gefahr ernsthafter Versorgungsengpässe schätze man derzeit als gering ein.
Außerhalb der Bundesregierung und den ihr nachgeordneten, weisungsgebundenen Behörden sieht man das jedoch anders. Energieexperten und Branchenvertreter warnen, dass bei anhaltend niedrigen Temperaturen oder geopolitischen Störungen – etwa Lieferengpässen auf dem Weltmarkt – kurzfristig teuer am Spotmarkt zukaufbares Gas notwendig werden könnte. Damit wären Verbraucherpreise und Marktstabilität gefährdet.
Vor dem Hintergrund der angespannten Lage wirken nicht nur die Beschwichtigungen Reiches bizarr. Dass die EU den gesetzlich beschlossenen Ausstieg aus russischen Gaslieferungen bis zum Jahr 2027 als Schritt in die Unabhängigkeit feiert, ist rational nicht nachzuvollziehen. Das Gegenteil ist der Fall. Die EU gefährdet die Versorgungssicherheit sowie die eigene Wettbewerbsfähigkeit und macht sich in hohem Maße von LNG-Lieferungen aus den USA abhängig.
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