Diejenigen, die ständig sagen, „war doch früher auch schon so“, müssen heute besonders harte Verdrängungsarbeit leisten: Wie erst jetzt bekannt wurde, hat ein 13-Jähriger in Leipzig einen Busfahrer ins Koma geschlagen – und der Mann ringt jetzt um sein Leben.

Der Fahrer, 62 Jahre alt, hatte die Gruppe junger Männer nur gebeten, etwas leiser zu sein. Nicht mehr. Das reicht im „besten Deutschland aller Zeiten“, um sein Todesurteil zu unterschreiben.

Was folgte, beschreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung so: „Dabei kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit dem 13-Jährigen, bei der der Busfahrer verletzt wurde. Aufgrund der Verletzungen musste er in ein Krankenhaus gebracht und stationär behandelt werden.“ Sprache als Sedativum. Die Realität ohne amtliches Beruhigungsmittel klingt so: Drei Kopfstöße. Schlaganfall. Notoperation. Koma. Ob er aufwacht, weiß niemand.

Jetzt wird schon diskutiert, ob die Kopfstöße den Schlaganfall wirklich auslösten oder nur „begünstigten“. Koinzidenz. Was für ein praktisches Wort.