Was hat es eigentlich mit der Ukraine auf sich?

Ist die Ukraine eine Art gelobtes Land, in dem Milch und Honig fliest, wenn Vladimir nicht gerade den Hahn abdreht?
Ist die Ukraine das Vorzeigeland, auf das alle stolz blicken, wenn es darum geht, leuchtende demokratische Vorbilder anzuhimmeln?

Eher nicht.

Transparency International: Corruption Perception Index 2021

 

Wenn derzeit in der Ukraine tatsächlich westliche Werte verteidigt werden, dann muss es sich dabei wohl um Werte von Korruption, Täuschung und Betrug handeln. Aber vielleicht liegt gerade darin der Reiz, den die Ukraine auf Polit-Darsteller im Westen ausübt. Irgendwie fühlen sie sich von Korruption angezogen …

Wie auch immer.

Der ältere Mann, der derzeit Schloss Bellvue bewohnt, hat heute, wie es für Bewohner dieses von Steuerzahlern üppig finanzierten Domizils üblich ist, eine Ansprache zur Weihnacht gehalten, eine die selbst bei der ARD-Tagesschau so beschrieben wird:

“Die Weihnachtsansprache von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht nahezu vollständig im Zeichen des Krieges in der Ukraine und die damit verbundenen Anstrengungen und Belastungen für die deutsche Bevölkerung.”

Angesichts solcher Schwerpunkte, fragt man sich, ob man Frank-Walter Steinmeier unrecht tut, wenn man ihn auf Schloss Bellvue beschränkt. Offenkundig ist er eher der Präsident der Ukraine, der sich für die Belange der ukrainischen Menschen einsetzt, der Anteil und Empathie für die 50 Ukrainer hat, die er in Freiberg / Sachsen getroffen hat. Für die armen Menschen aus der Ukraine findet Steinmeier, wenn seine Mundschenke bei der ARD ihn richtig zitieren, viel freundliche und von Empathie, Empathie vor allem für Kinder triefende Worte. Kinder im Mund zu führen, das ist immer gut, zeichnet den professionellen Tugendwedler aus. Und Steinmeier ist ein so professioneller Tugendwedler, dass er vor lauter Tugend wedeln vergisst, dass er Bundespräsident der Deutschen sein soll, der Leute, die im Ahrtal ihre zweite Weihnacht in halb wiederhergestellten Unterkünften verbringen, der Menschen, die wegen Inflation und Regierungspolitik nicht wissen, wie sie über den Winter, angesichts der hohen Energiepreise kommen. Für diese “deutschen Menschen” hat Steinmeier die Forderung parat, sie mögen sich einschränken, denn die “ausgelöste Krise verlange auch den Menschen in Deutschland viel ab, viele müssten sich einschränken.”

Aber was ist diese Einschränkung der Deutschen, wenn es um den “gerechten Frieden” in der Ukraine geht. “Gerechter Friede”, Steinmeier benutzt den Begriff tatsächlich, offenkundig bar jeder Kenntnis darüber, was er da ságt. Von einem gerechten Frieden kann man dann sprechen, wenn der Waffeneinsatz beider Kriegsparteien und die Verluste beider Kriegsparteien in einem äquivalenten Verhältnis zu ihren Landgewinnen steht. Wer also, mit weniger Toten mehr Land besetzen kann, dem steht das auch im Friedensschluss zu. Das ist “gerechter Friede”.

Mein Gott, Steinmeier.

Mit der Ukraine ist er damit noch nicht zuenede:

“Die Ukraine behauptet sich mit großem Mut. Europa steht zusammen. Und unser Land wächst in der Herausforderung wieder einmal über sich hinaus. Wir sind nicht in Panik verfallen, wir haben uns nicht auseinandertreiben lassen.”

Einmal mehr ist die Ukraine das Maß der Entbehrungen, die Deutschen bevorstehen, verordnet vom Bundespräsidenten der Ukraine. Und dann, offenkundig voll im Schwange pathetisch-selbstgerechter Schwurbelei, um einmal den Bundespräsidenten Steinmeier zu zitieren, sagt er Folgendes:

“Ich wünsche mir, dass die Älteren auch spät im Leben noch einmal bereit sind, sich zu verändern.”

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Wenn ihm die Älteren, so wie sie sind, nicht passen, dann sollte Steinmeier zurücktreten, denn er ist der Repräsentant derer, die er offenkundig nicht repräsentieren kann, könnte er es, er würde sich keine Veränderung bei ihnen wünschen. Ein kleiner, manchen sicher harmlos erscheinender Satz, in dem ein totalitaristischer Übergriff in einen Wunsch verpackt wurde. Denn Veränderung bei anderen kann nur der wünschen, der sich im Besitz richtiger Verhaltensweisen wähnt, einer, wegen dem Sokrates den Schierlingsbecher schon früher getrunken hätte, einer, der nicht zweifeln kann, einer, dessen Vollbesitz der Erkenntnis in der er sich in aller Inkompetenz wähnt, ihn gefährlich macht.

Die Positionsbeschreibung des Bundespräsidenten divergiert von der eines Lehrers. Einem Bundespräsidenten ist die Aufgabe zugedacht, Deutschland nach außen zu repräsentieren, nicht sich zum Erzieher der Älteren aufzuspielen. Selbst einem Mann wie Steinmeier, der auf dem Arbeitsmarkt nie Fuß fassen konnte und deshalb direkt von der Hochschule in die Politik gehen musste, jenem Auffangbecken der schwer Vermittelbaren, sollte der Unterschied zwischen einem Lehrer und einem Bundespräsidenten vermittelbar sein.

Aber er hat natürlich Recht, der ältere Mann, der sein steuerzahlerfinanziertes Dasein in Schloss Bellvue fristet: Wir Älteren müssen uns verändern. Wir haben es Leuten zweifelhafter Kompetenz zu lange erlaubt, in unser Leben zu intervenieren. Das müssen wir ändern. Wir waren zu lange tolerant mit denen, die sich auf unsere Kosten auf Positionen herumdrücken, von denen aus sie unser Leben beeinträchtigen. Wir waren zu still, wenn wieder ein Übergriff auf unsere persönliche Freiheit von Leuten durchgeführt wurde, die andere gängeln müssen, weil es die einzige Form ist, in der sie sich ihre Wirksamkeit beweisen können. Wir haben zu lange ge- und erduldet.

Das Neue Jahr steht vor der Tür, die Gelegenheit, pathetischen Schwätzern, übergriffigen Inkompetenten, die nie einen Job hatten und all den anderen, die ihre Inkompetenz auf Steuerzahlers Kosten ausleben, eine Grenze zu setzen, bei deren Überschreiten ab sofort mit Konsequenzen zu rechnen ist, handfesten Konsequenzen.

Time for a change!
Und nicht vergessen, das ist unsere Musik: Musik heute älterer bzw. verstorbener Männer über heute ältere Leute wie uns.



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Von Veritatis

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