In der Flugfeldkaserne in Wiener Neustadt kam es gegen 6:55 Uhr im Bereich der Torwache zu einem Feuergefecht zwischen einem Wachsoldaten und seinem Kommandanten. Der Soldat (20) soll aus seinem Sturmgewehr mehrere Schüsse abgegeben haben, bevor ihn der Unteroffizier (54) mit seiner Dienstpistole erschoss.

Der Bundesheersprecher Oberst Michael Bauer erklärte auf Twitter den Sachverhalt nach bisherigen Erkenntnissen des Bundesheeres. So habe ein 20-jähriger Wachsoldat mit seinem Sturmgewehr Schüsse abgegeben. Dabei habe er auch seinen Vorgesetzten angegriffen und verletzt.

Dieser griff zur Dienstwaffe und erschoss den Angreifer. Über dessen Motivation, eventuelle persönliche Probleme, religiöse Motive oder Migrationshintergrund ist derzeit noch nichts bekannt.

Laut Informationen der Kronenzeitung erlitt der kommandierende Unteroffizier bei der Auseinandersetzung eine Platzwunde, was nicht auf eine Schussverletzung hinweist. Somit ist unbekannt, weshalb der 20-Jährige geschossen hat und worauf.

Die Mord- und Tatortgruppe des Landeskriminalamts hat Ermittlungen aufgenommen. Nähere Informationen liegen nicht vor, im Speziellen soll abgeklärt werden, ob eine Notwehrhandlung vorliegt. Der ORF schreibt, dass die Polizei eine verletzte Person im Zuge einer Tötungshandlung festgenommen habe. Die Behörde könne den vom Bundseheer geschilderten Tathergang aktuell noch nicht bestätigen.

In der betreffenden Kaserne besteht ein Wachdienst aus vier Soldaten und einem Wachkommandanten, wobei nur einer der Soldaten bewaffnet Dienst am Schranken versieht. Üblicherweise ist nur der Kommandant teil des Militärkaders, bei den Wachsoldaten handelt es sich zumeist um Grundwehrdiener. Somit ist davon auszugehen, dass der Soldat, der die Schüsse aus dem Sturmgewehr abgegeben hat, gerade seinen Dienst außerhalb des Wachzimmers versah und es sich um einen jungen Mann im Grundwehrdienst handelte.





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Von Veritatis

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