Man kann auch seine digitale Heimat verlieren. Das erlebe ich gerade zum vierten Mal. Früher war mir gar nicht bewusst, dass das Online-Banking eine Form von digitaler Heimat ist. Aber jedes Mal, wenn man ein vertrautes Portal verlassen muss, gegen seinen Willen, und sich an ein neues gewöhnen, spürt man das. Gestern wurden meine Konten beim Bankhaus Bauer aufgelöst.

Fast zeitgleich mit Paypal hatte mir das Kreditinstitut im Sommer mein privates und mein berufliches Konto gekündigt. Mit Frist – Banken dürfen nicht einfach so ein Konto auflösen und müssen Wartezeiten einhalten. Es ist die vierte Bank-Kündigung innerhalb von kurzer Zeit, Paypal gar nicht mitgerechnet. Das Bankhaus Bauer hat mich wie einen Aussätzigen behandelt. Obwohl mich das als konservativ bekannte Haus ein Jahr zuvor in Kenntnis meiner journalistischen Tätigkeit als Kunden aufgenommen hatte – wofür ich dankbar war, denn schon damals war es schwer, als kritischer Journalist eine Bank zu finden.

Angst vor Unberührbaren

Ich kann nicht ins Detail gehen, aber ich habe ein ziemlich klares Bild davon, worum es bei der Kündigung geht: Die Entscheidung ist einzig und allein politisch. Die Bank wurde entweder unter Druck gesetzt oder sie handelt in vorauseilendem Gehorsam und/oder freiwilliger Unterwerfung unter den Zeitgeist. Aus Angst, einen „Rufschaden“ zu erleiden, weil man mit einem wie mir zu tun hat. Das begann damit, dass man den Namen meiner Bank nicht mehr auf der Seite sehen wollte, und ich dann auch noch notgedrungen den BIC-Code entfernen musste. Meine Bitte, das Konto wenigstens dann nicht zu kündigen, wenn ich es ganz von der Seite nehme, wegen der laufenden Daueraufträge, wurde ebenfalls abgelehnt. Für das Bankhaus Bauer sind meine Leser und ich offenbar „Unberührbare“.

Die noch bestehenden Daueraufträge von Lesern kommen jetzt leider nicht mehr an. Aber ich bin sicher: Diejenigen, die hoffen, meiner Seite so den wirtschaftlichen Boden unter den Füßen wegzuziehen, haben ihre Rechnung ohne Sie gemacht, liebe Leserinnen und Leser. Allen Unterstützern bin ich sehr dankbar, wenn Sie sich die neue IBAN merken und ggf. ihre Aufträge bzw. Auftragsvorlagen ändern: DE30 6805 1207 0000 3701 71. Auch die Alternative IBAN in Litauen ist noch gültig, allerdings mit höheren Kosten für mich verbunden: LT18 3190 0201 0000 1014). Ungültig ist dagegen die alte IBAN beim Bankhaus Bauer mit den Endziffern 1024. Aktuell ist auch (wieder) eine Unterstützung via Kreditkarte, Apple Pay etc. möglich – trotz der Paypal-Sperre: über diesen Link. Mal sehen, wie lange das gut geht. Ein Leser schrieb mit nach Lektüre dieses Artikels: „Es ist schlicht unglaublich, was Ihnen widerfahrt. Sie berichten ja nur sehr moderat über die Missstände in diesem Land. Keine ‘Verschwörungstheorien‘, kein Radikalismus, nur eine ganz normale bürgerliche Gesinnung. Was soll man dazu noch sagen? Wo soll das noch hinführen? Das ist der Kollaps der westlichen Zivilisation.“

Ich bin sehr dankbar, dass sich viele meiner Leser an das Bankhaus Bauer gewandt und dagegen protestiert haben, wie die Bank mich behandelt hat. Jedem einzelnen besten Dank! Einige Briefe – insbesondere auch der des klinischen Psycho­logen, Philo­sophen und Wissen­schafts­his­torikers Prof. Dr. Dr. Harald Walach, haben mich so beeindruckt, dass ich sie gerne hier veröffentlichen möchte. Sie machen Mut. Denn sie zeigen, dass es noch mutige, unabhängig denkende Menschen gibt, die nicht im Stechschritt mit dem Zeitgeist mit marschieren. Und sie sind in meinen Augen Dokumente der Zeitgeschichte. Und besonders wertvoll, wenn irgendwann einmal Historiker diese finstere Zeit aufarbeiten werden:

Sehr geehrter Herr Heddergott,

ich entnehme dem Wochenbriefing von Boris Reitschuster, dass Sie ihm sein Konto gekündigt haben. Nähere Gründe dafür scheinen Sie nicht zu haben, genauer gesagt, die wusste Herr Reitschuster nicht. Er vermutet, es handle sich um politischen Druck.

Ich blogge, wie Sie meinem Blog harald-walach.de entnehmen können über alle möglichen Themen, im Moment vor allem über den politischen Wahnsinn in der Coronakrise, der alle wissenschaftlichen Fakten bis zur Entstellung verzerrt. Ich bin Wissenschaftler und gehöre zum oberen Drittel der fünf Promille weltweit meistzitierten Wissenschaftler. Ich habe mich seit Anfang dieser Krise sehr intensiv mit originalen Daten – nicht mit denen, die das RKI kolportiert oder die Zeitungen, sondern mit originalen wissenschaftlichen Daten befasst. Ich führe derzeit auch eine groß angelegte Interviewstudie durch.

Ich kann Ihnen versichern: Die angeblichen wissenschaftlichen Fakten – dass Lockdowns Todesfälle verhindert haben oder Masken, dass die Impfung sicher und effektiv ist, dass wir es mit einer großen Gefahr zu tun hatten, die nur durch diese Massnahmen zu bannen war – sind falsch und politisch instrumentalisiert worden. Wenn Sie sich nun in diese politische Instrumentalisierung einspannen lassen, dann erleichtern Sie sich vielleicht das Leben, aber Sie tun es zu einem schweren Preis.

Ich gehe nicht davon aus, dass Sie mir oder Herrn Reitschuster Ihre Gründe nennen. Ich gehe auch nicht davon aus, dass Sie wirklich gute Gründe haben, und wenn ja, höre ich gerne von Ihnen. Ich gehe davon aus, dass Sie sich wie viele politisch instrumentalisieren lassen, um ein leichteres Leben zu haben. Bitte denken Sie daran: 1920 war es wissenschaftlicher Konsens, dass Eugenik gut für die Rassenhygiene ist, dass es gut ist, minderwertige Menschen durch Sterilisation an der Fortpflanzung zu hindern. Das war 1920. Was 1940 geschah, wissen wir alle und wundern uns, wie es dazu kommen konnte. Das Akzeptieren ideologischer Meinungen als wissenschaftliches Faktum und entsprechende politische Handlungen bahnen den Weg zu Diktaturen.

Wenn Sie sich zu solchem Tun instrumentalisieren lassen, machen Sie sich mitschuldig. Ich hoffe, Sie haben keine Kinder, die das dann ausbaden müssen.

Mit den besten Grüssen

Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach


Sehr geehrter Herr Heddergott,

ist es richtig, dass Ihre Bank ohne Angabe von Gründen das Konto von Boris Reitschuster gekündigt hat?

Dann sieht es danach aus, als ob es Schwierigkeiten mit Ihren vier Firmenwerten Miteinander, Transparenz, Eigenverantwortlichkeit und Wertschätzung gäbe. Denn Miteinander und Wertschätzung sehen anders aus, und ein solches Verhalten einer Bank, die sich diese Werten auf die Fahne schreibt, lässt sich eigentlich nur dadurch erklären, dass Sie womöglich nicht ganz eigenverantwortlich, sondern unter massivem externem Druck handeln (das aber natürlich nicht transparent kommunizieren können). Oder verstehe ich da etwas falsch?

Sicher, eine umfassende, womöglich sogar kritische Berichterstattung ist im Moment im Journalismus ganz offensichtlich aus der Mode geraten zugunsten von zeitsparendem dpa-copy-and-Paste, aber ein paar altmodische Werte der Bundesrepublik wie Meinungsfreiheit oder der Pressekodex sind doch hoffentlich mehr als bloße Deko, und wenn noch einige wenige Journalistinnen und Journalisten so wie Herr Reitschuster sich dafür aufreiben, uns umfassender zu informieren als durchs bloße Abschreiben von Pressemeldungen, ist das der Unterstützung wert.

Nicht, dass gewöhnlich Bankhäuser das Zur-Verfügung-Stellen bezahlter Leistungen als Unterstützung der Kunden verstehen und an moralisches Wohlverhalten koppeln würden. Bisher war das doch einfach eine buchbare Dienstleistung, oder?

Es ist ja auch immer die Frage: In was für einer Welt wollen wir leben? In einer, in der man damit rechnen muss, bei falscher oder unliebsamer Meinung nicht mehr an sein Geld zu kommen – auch wenn die Meinung sich womöglich ein paar Umdrehungen später als doch richtig herausstellt? Oder in einer, in der Miteinander, Transparenz, Eigenverantwortlichkeit und Wertschätzung im Handeln und nicht nur auf der Website zu sehen sind?

Mit freundlichem Gruß


Sehr geehrter Herr Dr. Heddergott, sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin verwundert zu erfahren, dass Sie Herrn Reitschuster das Konto gekündigt haben. Natürlich dürfen Sie mir die Gründe dafür nicht nennen, aber da Sie offenbar selbst Herrn Reitschuster die Gründe nicht genannt haben, liegt die Vermutung nahe, Sie hätten Angst vor einer Art „Kontaktschuld“, also durch die Geschäftsbeziehung zu ihm in Verruf zu geraten. Das Problem daran ist, dass bestimmte Gruppen andere Menschen in „gute“ und „böse“ einteilen – meist aufgrund intransparenter oder ideologischer Kriterien – und so unbescholtene Bürger diskreditiert werden. Meines Wissens hat sich Herr Reitschuster nichts zuschulden kommen lassen. Wie Sie sicherlich wissen, ist er Journalist und macht dabei das, was die Aufgabe der „Vierten Gewalt“ ist: der Regierung und der vorherrschenden Politik kritisch auf die Finger zu schauen. Dass dies Politikern und ihnen nahestehenden Personen und Organisationen nicht gefällt, liegt in der Natur der Sache; aber zu einer funktionierenden Demokratie gehört gegenseitige Kontrolle, gerade auch durch die Medien. Es wäre schön, wenn freien Journalisten ihre wichtige Arbeit nicht unnötig erschwert würde. Zudem dachte ich, dass Banken politisch neutral zu sein haben. Wie gehen Banken eigentlich üblicherweise mit Menschen um, die straffällig werden? Werden denen auch die Konten gekündigt, um nicht in Verruf zu geraten? Nun ist Herr Reitschuster aber, soweit ich weiß, in keiner Weise straffällig geworden, er wurde nicht wegen eines Vergehens angeklagt, sondern ist lediglich manchen Menschen in Politik und Medien aufgrund seines kritischen Hinterfragens (also aufgrund der Aufgabe eines Journalisten) ein Dorn im Auge. Ich glaube nicht, dass es Aufgabe einer Bank ist, da in irgendeiner Weise Partei zu ergreifen oder sich von den Mächtigeren instrumentalisieren zu lassen. Vielleicht können Sie Ihre Entscheidung der Kontokündigung noch einmal dahingehend überprüfen, ob sie wirklich zu den Grundsätzen einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung passt, denen sich hoffentlich auch das Bankhaus Bauer verpflichtet fühlt.

Mit freundlichen Grüßen 


Sehr geehrter Herr Dr. Heddergott,

wie groß muss der Druck sein, der hier ausgeübt wird, dass Sie einem Journalisten, der im Grunde genommen nur seinen Job macht, das Konto kündigen?

Auf welcher Grundlage geschieht das? Muss man sich jetzt alles gefallen lassen, nur weil man nicht, wie viele andere Journalisten, zum Sprachrohr der Regierung degeneriert ist?

Schauen wir uns in unserer Bundesrepublik um und nehmen wirklich wahr, was hier gerade geschieht? Seit wann wird man zum Fall des Verfassungsschutzes (Nancy Faeser, SPD lässt mit ihrem Gesetz „verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates“ grüßen) nur weil man die Politik der Regierung kritisch hinterfragt?
Früher hieß das mal Opposition, und mögliche Fehlentwicklungen wurden im Parlament ausgetragen, oder aber Journalisten haben entsprechend ihrem Pressekodex gehandelt. Bedauerlicherweise verwechseln doch einige Journalisten echten Journalismus mit Public Relations. So aber nicht Herr Reitschuster.

Durch die Kündigung des Kontos kann Herr Reitschuster seine Arbeit nur unter erschwerten Bedingungen fortsetzen, da er auf die Unterstützung seiner Leser angewiesen ist. Ich bitte Sie hier inständig, sich diese Kündigung noch einmal zu überlegen. Stört es Sie denn gar nicht, dass hier von dritter Seite eingewirkt wird, um echten Journalismus zu unterdrücken?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es strafrechtliche Tatsachen gibt, für die sich Herr Reitschuster verantworten muss, so dass dieser Schritt gerechtfertigt wäre. 


Sehr geehrter Herr Dr. Heddergott,

ich unterstütze Herrn Reitschuster schon seit vielen Jahren – weil er das schreibt, was andere nicht mehr hören wollen.

Sie offensichtlich auch nicht!

Sie hören vermutlich lieber auf einen Wirtschaftsminister, der vor Millionen TV-Zuschauern erklärt: „Wenn ein Bäcker nichts mehr verkauft, muss er nicht unbedingt insolvent werden…“

Soviel Inkompetenz auf diesem Sessel gab es in Deutschland wohl noch nie, aber Sie sind der Meinung, Sie müssten Herrn Reitschuster das Konto kündigen.

Viel besser wäre es, Sie würden dem verhinderten Kinderbuchautor und jetzt Wirtschaftsminister Habeck mal die Meinung geigen.

Aber das trauen Sie sich nicht – dafür braucht man Mut und Rückgrat, das Sie nicht haben.

Reitschuster hat das – im Gegensatz zu Ihnen!

In diesem Winter kommt die Stunde der Wahrheit – da wird sich herausstellen, wer auf der richtigen Seite steht, Sie oder Reitschuster !

Für mich ist das Ergebnis schon jetzt klar! 


Sehr geehrter Herr Dr. Heddergott,

als besorgter Bürger über die zunehmende politisch gewollte Einengung der öffentlich äusserbaren Meinung betrachte ich die Kündigung der Geschäftsbeziehung Ihrer Bank zu Herrn Boris Reitschuster mit völligem Unverständnis.

Herr Reitschuster packt mit seinem Blog Themen an, die unsere Mainstreammedien vernachlässigen oder unkritisch im Sinne der Regierung oder ihrer sie tragenden Parteien kommentieren.

Ich weiss aus persönlichen Gesprächen mit einer führenden Journalistin eines öffentlich-rechtlichen Senders, die aus Angst vor Repressionen nicht genannt werden will, dass sie sich mit ihren Kommentaren nur innerhalb bestimmter Grenzen bewegen darf. Und das sind nicht die Grenzen, die uns allen das Grundgesetz setzt! Sie sagte, stell Dir vor, Du fährst auf einer Autobahn mit Leitplanken links und rechts. Das, was ausserhalb der Leitplanken zu sehen ist, davon wird bei uns nicht berichtet. Auch mit Weglassen kann man Fehlinformationen verbreiten. Das ist bei Boris Reitschuster nicht der Fall. Ganz im Gegenteil! Er geht den Dingen auf den Grund und die Leute schätzen dass.

Über 6 Millionen Aufrufe seiner Seite im August sprechen eine eigene Sprache!

Es liegt mir fern, das Geschäftsgebaren anderer Leute oder Firmen zu kritisieren, wenn ich nicht betroffen bin. Wenn aber mehrere Banken nacheinander einem kritischen Journalisten das Konto und damit die Möglichkeit, Einnahmen zu generieren, nehmen – und ohne Konto geht es nun mal nicht – dann ist etwas faul im Staate Dänemark, sogar oberfaul.

Wir, die kritischen Bürger, die die alte Bundesrepublik mit ihrer echten Freiheitsauffassung noch kennen lernen durften, werden uns dagegen wehren und Journalisten wie Reitschuster weiterhin unterstützen – und sei es, indem wir Bargeld schicken werden, wenn alle Banken, was ich nicht hoffe, ihm gekündigt haben!!!

Mit freundlichen Grüssen

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!
Hier die neue Fun-Kollektion!

Bild: Shutterstock



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Von Veritatis

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