Erstmals seit dem Il-76-Absturz mit ukrainischen Kriegsgefangenen an Bord haben Russland und die Ukraine einen Gefangenenaustausch durchgeführt. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden 195 russische gegen 195 ukrainische Soldaten freigelassen.

Moskau und Kiew tauschen Gefangene aus: 195 russische Soldaten kehren in ihre Heimat zurückQuelle: Sputnik © Ewgeni Bijatow

Russland und die Ukraine haben einen Gefangenenaustausch nach der Formel “195 gegen 195” vollzogen. Dies berichtet das russische Verteidigungsministerium. 195 russische Kriegsgefangene kehren im Austausch gegen 195 ukrainische Soldaten in ihre Heimat zurück. Die aus der Gefangenschaft entlassenen russischen Soldaten werden mit einem militärischen Transportflugzeug zur Behandlung und Rehabilitation nach Moskau gebracht.

248 russische Kriegsgefangene kehren aus der Ukraine in ihre Heimat zurück

Unterdessen behauptet der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij, dass 207 Militärs und Zivilisten an Kiew übergeben worden seien.

In der vergangenen Woche sollten Moskau und Kiew Kriegsgefangene im Verhältnis 192 zu 192 austauschen, doch der Transfer scheiterte. Ein Il-76-Flugzeug mit 65 Ukrainern an Bord wurde beim Anflug auf Belgorod abgeschossen. Die russische Seite machte Kiew für den Vorfall verantwortlich. Das Ermittlungskomitee hat ein Verfahren laut dem Artikel über terroristische Akte eingeleitet. Kiew beabsichtigt, eine internationale Untersuchung des Absturzes zu beantragen. Der Kreml hält eine solche Untersuchung nur für möglich, wenn der Vorfall als “kriminelle Handlung des Kiewer Regimes” angesehen wird.

Wladimir Putin gab bekannt, dass die Maschine durch das US-amerikanische Flugabwehrraketen-System Patriot abgeschossen worden sei. Der russische Präsident wörtlich:

“Das Flugzeug wurde ‒ das steht bereits fest ‒ von dem US-Patriot-System abgeschossen. Dies wurde schon durch das Gutachten festgestellt.”

Zugleich versicherte das Staatsoberhaupt, dass Russland die Praxis des Gefangenenaustauschs nicht einstellen werde, obwohl das Verhältnis der Kriegsgefangenen in der Ukraine und in Russland “eins zu zehn oder sogar noch mehr” sei. Putin weiter:

“Mehr noch: Wir haben Tausende, sie haben ein paar Dutzend, vielleicht Hunderte.”

Der russische Präsident unterstrich, “wir werden unsere Leute auf jeden Fall zurückholen, wenn die ukrainische Seite dazu bereit ist, natürlich”. Kiew signalisiere Moskau “immer wieder”, dass es dazu bereit sei, so Putin.

Mehr zum ThemaPutin: Il-76 mit Patriot-System abgeschossen

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des “Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes” am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.

Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.

Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.





Source Link

Von Veritatis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert