Ivermectin erweist sich bei vielen Erkrankungen als äußerst hilfreich. Eine neue an Mäusen durchgeführte Studie lässt darauf hoffen, dass dieses Medikament auch bei der Behandlung von Psoriasis (Schuppenflechte) helfen kann. Die Ergebnisse sind äußerst vielversprechend. Klinische Studien an Menschen sollen noch in diesem Jahr folgen.

In einer wegweisenden Studie, die im Journal Pharmacia veröffentlicht wurde, haben Forscher entdeckt, dass Ivermectin, ein Medikament, das typischerweise zur Behandlung von parasitären Infektionen verwendet wird, möglicherweise der Schlüssel zur Bekämpfung von Psoriasis sein könnte. Dies ist eine chronische Hauterkrankung, die weltweit Millionen von Menschen betrifft. Die Ergebnisse der kürzlich durchgeführten Versuche an Mäusen deuten auf einen potenziell neuen Behandlungsweg für Patienten hin, die unter dieser belastenden Krankheit leiden.

Durchgeführt von einem Team von Wissenschaftlern verschiedener internationaler Forschungseinrichtungen, konzentrierte sich die Studie auf die Auswirkungen von Ivermectin auf Mäuse, die genetisch verändert wurden, um Symptome der Schuppenflechte zu entwickeln. Über mehrere Wochen hinweg erhielten diese Mäuse Ivermectin-Behandlungen. Die Ergebnisse waren beeindruckend. Mäuse, die mit dem Medikament behandelt wurden, zeigten im Vergleich zur Kontrollgruppe eine signifikante Reduktion der Hautentzündung und anderer psoriatischer Symptome. Die Forschung deutete darauf hin, dass Ivermectin die Produktion bestimmter Proteine, die bei Psoriasispatienten typischerweise erhöht sind, effektiv verringerte, was darauf hindeutet, dass das Medikament den Verlauf der Krankheit auf molekularer Ebene verändern kann. Die Studie legt nahe, dass Ivermectin wirkt, indem es die Wege hemmt, die zu Entzündungen und Zellproliferation führen – beides sind charakteristische Merkmale der Autoimmunerkrankung.

Obwohl die Ergebnisse der Mäuseversuche vielversprechend sind, warnen Experten davor, dass weitere Forschung erforderlich ist, bevor Ivermectin als eine geeignete Behandlungsoption für menschliche Patienten mit Psoriasis betrachtet werden kann. Klinische Studien mit Menschen sind der nächste Schritt, um die Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments bei der Behandlung von Psoriasis bei den Dosierungen zu bestimmen, die sich bei Mäusen als wirksam erwiesen haben. Dr. Helena Richards, Dermatologin und eine der leitenden Autorinnen der Studie, betonte die Bedeutung dieses potenziellen Durchbruchs. „Psoriasis ist nicht nur eine Hauterkrankung; sie beeinflusst tiefgreifend die Lebensqualität einer Person. Die Entdeckung eines neuen Behandlungsweges, insbesondere aus einem bereits zugelassenen Medikament wie Ivermectin, könnte die Verfügbarkeit neuer Therapien erheblich beschleunigen“, sagte sie.

Das Forschungsteam arbeitet daran, klinische Studien zu organisieren, die sie bis Ende des Jahres beginnen möchten. Diese Studien werden entscheidend sein, um festzustellen, ob die bei Mäusen beobachteten Effekte auch bei Menschen reproduziert werden können. Darüber hinaus eröffnet die Studie neue Forschungsmöglichkeiten zu den entzündungshemmenden Eigenschaften von Ivermectin und seinen potenziellen Anwendungen bei anderen entzündlichen und Autoimmunerkrankungen. Ivermectin ist hauptsächlich für seine antiparasitären Eigenschaften bekannt, besitzt aber auch eine starke entzündungshemmende Wirkung. Diese doppelte Wirkung wird als Schlüssel für seinen Erfolg bei der Behandlung von Psoriasis bei Mäusen angesehen.



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Von Veritatis

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