Das Ausmaß der Selbstzerstörung der CDU, die ihr Vorsitzender Friedrich Merz mit seinem beispiellosen Wahlbetrug unwiderruflich in Gang gesetzt hat, wird erst mit einigem Zeitversatz offenkundig. Aber schon jetzt steht fest: Die Union ist unwählbar geworden.
von Josef Thoma
Kann es sein, dass da irgendetwas an mir vorbeigegangen ist und ich es nicht gemerkt habe – oder schickt seit dem 23. Februar etwa ein auf die Erde zurasender Komet toxische Strahlen aus, die rechts zu links, oben zu unten, schlecht zu gut verwandeln? Aber wahrscheinlich ist es doch Wladimir Putin, der während eines nächtlich unerkannten Einmarsches bei Vollmond das deutsche Trinkwasser mit gepantschtem Wodka versetzt hat.
Merken Sie denn nicht, was sich seit dem 23. Februar 2025 in unserem Land verändert hat? Hat Sie ihr Sohn oder Ihre Tochter noch nicht gefragt: „Papa, was ist eigentlich der Unterschied zwischen sexuellem Kindesmissbrauch und betrügerischen Misrauch von Kindern zur Förderung der eigenen Karriere?” Oder: „Mama, warum hast du mir nicht gesagt, daß Lügen und Betrügen wichtig sind, um es im Leben zu etwas zu bringen, und was muss ich tun, ungestraft nach Herzenslust den Leuten Hörner aufzusetzen?“
Frühere Milliardenbetrügereien waren dagegen Kavaliersdelikte
Wissen Sie, liebe Zuhörer denn überhaupt, was bis zum 23. Februar 2025 mit Großbetrügern passiert ist? Man denke beispielsweise nur an Bernard Madoff. Der hatte seine Kunden um mehr als 44 Milliarden geprellt, bevor er für den Rest seines Lebens hinter Gitter geschickt wurde. 44 Milliarden sind allerdings doch erheblich weniger als 1.500 Milliarden, nicht wahr, liebe Zuhörer? Oder hat sich in den Funktionärskreisen der deutschen christlichen Parteien auch die Mathematik inzwischen geändert? Dagegen war Manfred Schmider mit seiner Flowtex-Betrugsmasche und einem Schaden von etwas über 3 Milliarden wahrhaftig nur ein kleines Licht (auf immerhin 12 Jahre Haft lautete das Urteil in seinem Fall immerhin).
Diese Kriminellen hat seltsamerweise niemand je mit dem Hinweis entschuldigt, das alles seinen doch nur Kundentäuschungen oder im schlimmsten Falle Kundenverrat gewesen, Kavaliersdelikte also, bei denen sich die Geschädigten ihr Unglück auch noch selber zuzuschreiben hätten. Doch ausgerechnet bei dem größten Betrugsskandal der deutschen Nachkriegszeit, dem 1.500-Milliarden-Betrug des Friedrich Merz und seiner christlich-demokratischen und christlich-sozialen Entourage, fabuliert ein Großteil der Deutschen – will sagen: der Betrogenen – von bloßer Wählertäuschung oder Wählerverrat! Ja, geht’s noch?
Bandenmäßiger Betrug
Soll ich Ihnen einmal in Erinnerung rufen, was man landläufig als gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betrug und Täuschung bezeichnet? Eine Täuschungshandlung ist jedes Verhalten, das darauf abzielt, bei einem anderen eine unrichtige Vorstellung hervorzurufen, sie zu bestärken oder aufrechtzuerhalten. Arglistig ist eine Täuschung dann, wenn sie vorsätzlich erfolgt. Betrug ist eine Täuschung über Tatsachen und das Herbeiführen oder das Aufrechterhalten eines Irrtums. Gewerbsmäßiger Betrug liegt vor, wenn Täter ihre betrügerischen Handlungen als Einkommensquelle nutzen. Ein besonders schwerer Fall von Betrug liegt vor, wenn der Täter den Betrug als Mitglied einer Bande gewerbsmäßig begeht.
Ich will Ihnen hier gar nicht mehr die kleinen und großen Lügen des Friedrich Merz aufzählen. Wären Sie nicht so unendlich plump und großspurig dahergekommen wie sein lächerliches Großmannsgehabe zur Migrationswende, dann würde man sie unter der üblichen Politikshow abhaken und zur Tagesordnung übergehen. Die Deutschen monatelang in Talkshows, in den Medien, auf Massenveranstaltungen bezüglich Haushaltsdisziplin, strikter Einhaltung der Schuldenbremse und getreulichem Schutz der nachfolgenden Generationen vor Überschuldung in Sicherheit zu wiegen, sie mithin unverblümt und unverfroren anzulügen und sich nicht einmal zu scheuen, Schulkinder für die eigene Karrieregeilheit zu missbrauchen – und das alles zu einem Zeitpunkt, da die mafiös agierende Parteiführung längst schon das Gegenteil beschlossen hatte: Dagegen ist der Jahrhundertbetrug des Bernard Madoff mit seinen lächerlichen 44-Milliarden-Schaden ein Faschingsscherz, über den nur noch die Starkbierintellektuellen in Markus Söders politischer Aschermittwochgemeinde lachen können.
Die sogenannten “Christdemokraten”
Und da finden sich ernsthaft immer noch deutsche Wähler, die das als bloße Wählertäuschung verniedlichen! Sagen Sie mal, bin ich im falschen Film, oder was? Für sowas wandert man gemeinhin nicht ins Bundeskanzler- oder Ministeramt; dafür wandern Sie und ich und jeder normale Bürger normalerweise in den Knast.
Ja – und das Beste kommt noch: Wissen Sie, als geborener Bayer habe ich den Vorzug, einen sehr eingehenden und gründlichen Religionsunterricht genossen zu haben – und noch dazu von Menschen, die ich bis zum heutigen Tage ob ihres Sendungsbewusstseins und ihrer Rechtschaffenheit verehre. Ich darf also für mich in Anspruch nehmen, mich in den literarischen Grundlagen des Christentums, wie sie im Kanon der biblischen Schriften niedergelegt sind, und dazu, wie vor allem die katholische Kirche entstanden ist und was letztlich aus ihr geworden ist, ganz gut auszukennen. Irgendwie werde ich aber das Gefühl nicht los, dass in den Bibelausgaben der sogenannten “christlich-demokratischen” und “christlich-sozialen” Parteifunktionären eine Menge Seiten fehlen müssen – und dass die beiden Tafeln mit den Zehn Geboten irgendwo auf dem Wege vom Berg Sinai hinab zu dem Zeltlager, wo heute die Parteivorstände von CSU und CDU ums Goldene Kalb tanzen, mit den Geboten des Fritze Merz vertauscht wurden.
Neue Interpretation von Christsein
Mal im Ernst: Friedrich Merz und seine Mitwisser haben mit ihrem Jahrhundertbetrug unter Missbrauch des Namens ihres Religionsgründers all diejenigen Parteimitglieder, all diejenigen Wähler, die ihnen im Vertrauen auf das “große C” im Parteinamen ihre Stimme gegeben haben, an der Nase herumgeführt und ihnen brutalstmöglich klar gemacht, daß man mit christlicher Ethik und dem ganzen Religionsgedöns im Leben nicht weiterkommt. Und sollte sich unter den wahren Christen im Lande jemand erfrechen, diese neue Interpretation von Christsein in Frage zu stellen und Betrug als Betrug, Lüge als Lüge, Kriminelle als Kriminelle, Verbrecher als Verbrecher zu bezeichnen: Dann ist fortan geplant, die Meinungsfreiheit für solch unverbesserliche Fanatiker bis hin zum Entzug des Wahlrechts einzuschränken.
Übrigens: Wer zur Nazizeit öffentlich oder privat von den Gräueltaten in den Konzentrationslagern erzählte, der endete, wenn er verpfiffen wurde, in einem solchen. Oder einfacher und jetzt für alle gesprochen: Da erdreisten sich doch einige der abgefeimtesten Betrüger der deutschen Nachkriegsgeschichte, ihren Mitmenschen vorzugeben, was Wahrheit und was Lüge ist. (Vielleicht lesen die deutschen Zipfelmützen diesen Satz mindestens zweimal bevor sie ihn wenigstens einmal begriffen haben…) Doch damit nicht genug:
Wenn man den Begriff der Demokratie einmal mit den wenigen wirklichen Grundsätzen der wesentlich später ausformulierten christlichen Ethik abgleicht, dann wird deutlich, wie sehr sich beide Begriffe in den letzten zweitausend Jahren gegenseitig befruchtet haben.
Rotzfrech wie Fritze Merz
Demokratie ist eben nicht nur die Herrschaft der Mehrheit über eine Minderheit – beziehungsweise, ins Jahr 2025 hinein übersetzt, der Terror eines Bündnisses von Wahlverlierern gegenüber einem Großteil der Wähler; nein: Demokratie ist eben auch Schutz (und Respekt vor) der Minderheit. Vor allem dann, wenn in weiten Landesteilen diese vermeintliche Minderheit bereits die Mehrheit der Wähler hinter sich versammelt hat. Wenn man nur tief genug in die christliche Ethik eintaucht, dann ist die Achtung der Meinung und der Rechte Andersdenkender der Dreh- und Angelpunkt praktizierter Demokratie. Sich so rotzfrech wie Fritze Merz vor der Wahl hinzustellen und zig Millionen Wählern mitzuteilen, ihre Stimme sei ohnehin nichts wert: Wenn all das nicht so traurig wäre, könnte man sich jetzt kaputtlachen über die Millionen von CDU- und CSU-Wählern, die nach der Wahl am eigenen Leibe feststellen durften, dass Friedrich Merz damit recht behielt, wie wenig ihre Stimmen am Ende wert waren.
Den Jahrhundertbetrug von CDU und CSU in die Tat umzusetzen gelang ja auch nur, weil man ihn unter Missachtung aller demokratischen Grundsätze nicht durch die vom Volk Gewählten, sondern durch die vom selben Volk längst Abgewählten absegnen ließ. Und all denen, denen diese Verballhornung von Demokratie nicht passt, soll in Zukunft nach dem Willen der “christlichen Demokraten” der Mund gestopft werden. Mit Hilfe von angeworbenen Spitzeln und Denunzianten, von Richtern, die man sich vorher ausgesucht und im Zweifelsfall vor dem Urteilsspruch mit einem üppigen Abendessen abgefüttert hat, und mit Hilfe von Staatsanwälten ähnlich den drei Sadisten, die sich in Gegenwart von weltweit über 70 Millionen Zuschauern über das Leid derer, die sie im Auftrag von weisungsgebenden Parteikadern heimgesucht haben, vor offener Kamera überschlugen vor Lachen:
Vor dieser deutschen Justiz gegruselt hat sich, wie schon 1933, leider wieder mal nur das weltweite Ausland – aber nicht die Deutschen selbst. Auch deshalb sind CDU/CSU und ihre derzeitigen Anführer für Wähler, die sich wenigstens noch einen Rest von demokratischem Anstand bewahrt haben, nicht wählbar.
Prädikat: Nicht wählbar
Wenn man also auf diese Weise zwangsläufig zu diesem und auch zu dem Schluss gekommen ist, dass Friedrich Merz und seine Partei für Christen nicht wählbar sind, dann würde man natürlich schon gerne wissen, wie viele das denn überhaupt noch sind und ob die überhaupt noch ins Gewicht fallen. Nun ja: In Deutschland leben viele Menschen der verschiedensten Glaubensrichtungen; Menschen, die ihre Religion sehr ernst nehmen: Mohammedaner, Hindus, Buddhisten, Juden und noch manche mehr. Allesamt Religionen, die – wie Papst Franziskus zutreffend sagt – zu Gott führen. Und das übrigens, ohne den Umweg über den leitenden Kirchenbeamten und Beauftragten der katholischen Bischofskonferenz für Wählerausgrenzung, Georg Bätzing, nehmen zu müssen.
Spätestens bei der Wahl des Bundeskanzlers im April 2025 – so sie denn kommt – werden all diese Menschen und die ganze Welt sehen, wie viele Christen tatsächlich noch in den Fraktionen der deutschen sogenannten “christlichen” Parteien sitzen. Dann werden wir wissen wie viele Gerechte es in Sodom und Gomorrha noch gibt.
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