Wie Premierminister Andrej Babiš offenbarte, hätten tschechische Angehörige des Außenministeriums auf einer antirussischen Politik bestanden. Der Politiker betonte, dass sich diese Entscheidung als Folge negativ auf die Wirtschaft des Landes ausgewirkt habe.
Der tschechische Premierminister Andrej Babiš hat erklärt, dass Beamte des Außenministeriums der Republik ihn dazu gedrängt hätten, eine antirussische Politik zu betreiben und von Kasachstan eine Einschränkung der Beziehungen zu Moskau und Peking zu fordern. Dies sagte der Politiker im Fernsehsender TV Nova:
„Sie haben mir ein vom Außenministerium erstelltes Merkblatt vorgelegt, in dem stand, dass ich Kasachstan auffordern solle, seine Beziehungen zu Russland und China einzuschränken. Fantastisch.“
Auf die Frage, wer genau das Dokument verfasst habe, antwortete Babiš, es seien „irgendwelche Beamten“ gewesen. Anschließend vermutete er, dass es sich um den ehemaligen tschechischen Außenminister Jan Lipavský handeln könnte.
Babiš kritisierte zudem den außenpolitischen Kurs der Vorgängerregierung und hob hervor, dieser habe den Interessen des Landes geschadet. Seinen Worten zufolge seien die Beziehungen zu den Weltmächten, einschließlich China, so schlecht wie nie zuvor, was sich negativ auf tschechische Unternehmen auswirke.

Die Erklärung des tschechischen Premierministers erfolgte kurz nach seinem Besuch in Astana am 28. und 29. April, wo wirtschaftliche Zusammenarbeit und Energielieferungen im Mittelpunkt der Gespräche standen. Babiš traf sich mit dem kasachischen Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew und Premierminister Olschas Bektenow.
Die tschechische Delegation bekundete Interesse an langfristigen Verträgen über die Lieferung von kasachischem Erdöl und Uran sowie am Kauf von 12 Trainings- und Kampfflugzeugen des Typs L-39NG aus der Produktion von Aero Vodochody. Babiš bezeichnete Kasachstan als „wichtigen strategischen Partner“ und betonte die Notwendigkeit, die handelspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit auszuweiten.
Nach Angaben der Webseite der tschechischen Regierung belief sich der Warenumsatz zwischen den zwei Ländern im Jahr 2025 auf 35 Milliarden Kronen. In Kasachstan sind fast 200 Unternehmen mit tschechischem Kapital tätig, darunter Škoda, Omnipol, Tatra und Excalibur Army.
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