Willkommen im Praktikum des Kalifats! Die Taliban, also eben jene charmante Truppe, die in Afghanistan Mädchen und Frauen systematisch entrechtet und die Bevölkerung zu Steinigungen, Auspeitschungen und öffentlichen Hinrichtungen einlädt, haben jetzt Praktikumsstellen ausgeschrieben – in besten Deutschland aller Zeiten.

Das afghanische Generalkonsulat sucht motivierte junge Menschen etwa für Passwesen, IT, Visadienste, Rechtsangelegenheiten und Öffentlichkeitsarbeit. Zugelassen zum Praktikum sind Personen, die in Deutschland rechtlich ein Praktikum absolvieren dürfen.

„Das Praktikumsprogramm ermöglicht interessierten Bewerberinnen und Bewerbern, beim Generalkonsulat von Afghanistan in Bonn praktische und berufliche Erfahrung in einer diplomatischen Vertretung zu sammeln“, heißt es auf der Website des Konsulats. Das Angebot richtet sich an Studenten, Absolventen und andere Personen, die „berufliche Erfahrung in einer diplomatischen Mission“ sammeln wollen. Bewerber aus dem Raum Bonn/Köln mit Deutschkenntnissen sowie Kenntnissen in Dari, Paschtu oder Englisch sind besonders willkommen.

Die Öffnungszeiten des Konsulats sind montags bis donnerstags von 9 bis 14 Uhr – Freitags ist geschlossen. Da kann man doch eine ruhige Kugel schieben. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Das Praktikum ist unbezahlt. Aber immerhin erhalten Absolventen „ein offizielles Praktikumszeugnis“.

Besonders fortschrittlich: Man darf sein Geschlecht als männlich, weiblich oder divers angeben. Wie unglaublich tolerant von den radikalen Islamisten, die zu Hause Transmenschen wahrscheinlich steinigen würden und Frauen nicht mal alleine vor die Tür lassen. Will man im bunten Deutschland keine Diskriminierungsklage riskieren? Die Bewerbung läuft jedenfalls ganz modern über ein Online-Formular – direkt aus der Steinzeit in die deutsche Bürokratie.

Die Krönung der Absurdität: Deutschland erkennt die Taliban-Regierung offiziell gar nicht an. Aber die Bundesregierung benötigt Ansprechpartner, um wieder nach Afghanistan abschieben zu können. Daher arbeiten afghanische Vertretungen hierzulande weiter, etwa für Pass- und Visaangelegenheiten.

Ob die Praktikanten am Ende ein Zeugnis mit dem Vermerk „Hat sich besonders verdient gemacht bei der Verteidigung der islamischen Werte“ bekommen, ist noch nicht bekannt. Dafür könnte der Eintrag im Lebenslauf später bei Bewerbungen bei Amnesty International oder dem Auswärtigen Amt gut ankommen.



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