Die biblische „Apokalypse“ meint nicht Zusammenbruch und Untergang, sondern „Offenbarung“: Wie sich die christliche Tradition gegen einen reaktionären Zeitgeist fruchtbar machen lässt, der vom Niedergang raunt, statt Zukunft zu verheißen

Manchmal gibt es den rechten Moment, ein Buch zu lesen, der nicht mit dem Monat der Buchveröffentlichung zusammenfällt. Ich erlebe ihn gerade, wenn ich den Dokumentationsband einer Tagung des in Münster ansässigen (katholischen) Instituts für Theorie und Politik (ITP) aus dem Jahr 2024 zur Hand nehme: „Warum die Theologie nicht klein und hässlich sein muss“. Politisch-theologische Anfragen an die Zeitenwende und Rückfragen aus unserem messianischen Erbe.
Das Zitat im Buchtitel nimmt einen Satz Walter Benjamins aus dessen geschichtsphilosophischen Thesen auf, die 1940 als Über den Begriff der Geschichte erschienen sind. Benjamin fragt da, was mit dem „historischen Materialismus“ geschieht, der marxistischen Geschichtsauffassung,
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