In den letzten Jahrzehnten hat die Zahl der Hautkrebsdiagnosen weltweit zugenommen. In Deutschland hat sich deren Zahl von 12 Diagnosen pro 100.000 Einwohner im Jahr 1999 auf 23 im Jahre 2025 erhöht, 27.430 Personen erhalten derzeit im Durchschnitt eines Jahres die Diagnose „Hautkrebs“, ein Anstieg, der u.a. von Klimawandel-Gläubigen auf die höhere UV-Exposition zurückgeführt wird, die der „Klimawandel“ mit sich bringen soll.

Seit 1999 hat sich die Zahl der Personen, die mit einer Tätowierung durch die deutsche Welt laufen, mehr als verdoppelt, von rund 9% der Erwachsenen im Alter von mindestens 16 Jahren auf irgendwo zwischen 20% und 25% heute. Was frührer die Körperzierde von Maoris, Seefahrern und Kriminellen, die Zeit im Knast zugebracht haben, war, ist zu einer „Kunst am Körper“-Bewegung geworden, die mit einem zweifelhaften Zusatznutzen kommt: Hautkrebs.

Ein naheliegender Zusammenhang, wenn man bedenkt, dass Farbpigmente, die eintätowiert werden, entweder PAH (Poly-Aromatic-Hydrocarbons, polyzyklische aromatisierte Kohlenwasserstoffe) oder Schwermetalle enthalten und selbst „organische“ Farbpigmente werden durch bakterielle Enzyme auf der Haut in aromatische Amine umgebaut werden. Alle genannten Stoffe sind nachweislich krebserregend. Ein Zusammenhang, der bislang auf Prüfung gewartet hat.

Eine Prüfung, die es nun gibt:

https://www.flickr.com/photos/183694898@N06/53523509682/, CC BY-SA 2.0, Link

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By Josh Morley – https://www.flickr.com/photos/183694898@N06/53523509682/, CC BY-SA 2.0, Link

Rietz et al. (2025) haben alle Schweden, die im Jahr 2017 mit Hautkrebs diagnostiziert wurden, eingesammelt, um herauszufinden, ob zwischen Hautkrebs und Tätowierung ein Zusammenhang besteht. 22% der Personen, bei denen ein Hautkrebs diagnostiziert wurde, waren tätowiert. Rund 20% der Bevölkerung sind es in Schweden. 1.331 Fälle von Hautkrebs, 354 mit einer Tätowierung, bei 270 davon ist bekannt, wo sich die Tätowierung befindet und bei 81 ist bekannt, dass sich der Hautkrebs am selben anatomischen Ort eingestellt hat, an dem sich die Tätowierung befindet, bilden den Ausgangspunkt der Analysen. Sie werden um die Daten von 2.288 zufällig aus der Bevölkerung gezogenen, den Krebserkrankten per soziodemographischem Abgleich zugespielten Personen ergänzt, um herausfinden zu können, ob Hautkrebserkrankungen unter Tätowierten häufiger sind als in der Gesamtbevölkerung.

Um sicherzustellen, dass sie kein Artefakt zusammenbasteln, kontrollieren die Autoren andere bekannte Quellen, aus denen man sich mit Krebs versorgen kann. Sonnenstrahlung, die Anzahl der Tagesstunden, die man in der Sonne zubringt, ist eine naheliegende Kontrollvariable, Rauchen, eine andere im Zusammenhang mit Hautkrebs vermutlich eher nicht so relevante Kontrollvariable.

Das Design der Studie von Rietz et al. (2025) sieht so aus:

Die Ergebnisse können entsprechend als „Reineffekt“ der Tätowierung auf Hautkrebs im Rahmen der berücksichtigten Einflussfaktoren gewertet werden. Und die Ergebnisse sind weitgehend eindeutig: Es gibt einen Zusammenhang zwischen einer Tätowierung und nachfolgendem Hautkrebs. Die Tätowierten im Datensatz von Rietz et al. (2025) wurden durchschnittlich im Alter von 24 (Fälle) bzw. 25 Jahren (Kontrollgruppe) tätowiert. In den meisten Fällen stellte sich 10 bis 15 Jahre später Hautkrebs ein, ein Zusammenhang der durch ein entsprechendes Risiko auf Hautkrebs, das für Tätowierte um rund 29% höher ist als für nicht-Tätowierte ausgewiesen wird.

User:Atorero, ru:Участник:Atorero) – Own work, CC BY 2.5, Link

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By Alexander Kozlov (User:Atorero, ru:Участник:Atorero) – Own work, CC BY 2.5, Link

Schwarze bzw. generell Farbige haben ein höheres Risiko, mit Tätowierung Hautkrebs zu entwickeln. Ihr Risiko wird durch Tätowierung um 38% erhöht. Generell spielt es keine Rolle, wie lange die Tätowierung bereits vorhanden ist, wobei das Risiko nach 10 bis 15 Jahren seinen Höhepunkt erreicht. Es spielt keine Rolle, wie großflächig die Tätowierung angebracht wurde, wie viel Hautfläche sie wo bedeckt und es spielt keine Rolle, ob Farbe oder nur Schwarz verwendet wurde. Das Risiko bleibt davon unbeeindruckt.

Wenn sich die Ergebnisse von Rietz et al. (2025) bestätigen, dann haben wir einen weiteren Bereich, in dem die Wahl eines bestimmten Lebensstils mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko, in diesem Fall für Hautkrebs, einhergeht.


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