Judith Scheytt war früher Mitglied bei Fridays for Future (FFF) Deutschland. Inzwischen hat sie die Gruppe verlassen und äußert immer wieder Kritik. Mit dem Freitag sprach die Klima- und Menschenrechtsaktivistin über die Nähe der Bewegung zu den Grünen, Galionsfigur Luisa Neubauer – und eine neue Gruppe, die alles anders machen will.

der Freitag: Frau Scheytt, kürzlich haben Sie das bekannteste Gesicht von FFF Deutschland, Luisa Neubauer, öffentlich für ihre Zusammenarbeit mit der Obama Foundation kritisiert. Warum?

Judith Scheytt: Erstmal möchte ich klarstellen, dass meine Kritik an Luisa Neubauer auf keine Weise persönlich motiviert ist. Allerdings steht sie wie keine Zweite für FFF Deutschland und damit für die Entwicklungen, die ich schon seit Längerem kritisiere. Luisa Neubauers Zusammenarbeit mit der Obama Foundation ist dafür ein gutes Beispiel. Barack Obama hat beispielsweise im US-Drohnenkrieg bestens dokumentierte Kriegsverbrechen angeordnet. Dass nun im Namen von „Klimagerechtigkeit“ Nähe zu ihm gesucht wird, ist für mich ein Widerspruch in sich, denn Gerechtigkeit und Kriegsverbrechen sind unvereinbar. Es ist nicht in Ordnung, diesen historischen Begriff für die eigene Karriere zu missbrauchen.

Was sind über dieses Beispiel hinaus die Probleme, die Sie bei FFF Deutschland sehen?

Es gibt bei der Spitze des deutschen FFF die Tendenz, sich an die höchste politische Machtebene anzubiedern, statt ihr machtkritisch entgegenzutreten. Um diese Nähe zu wahren, passt die Bewegung ihre Forderungen stark liberalen Erwartungshaltungen an. Es kann natürlich unterschiedlich radikale Strategien geben, das sollte aber nicht zur Abkehr von den eigenen Werten führen. Meiner Meinung nach liegt dieser Politiknähe ein komplett ahistorisches Verständnis von Aktivismus zu Grunde. Wirklicher Wandel entsteht nicht durch Anbiederung an das politische Establishment, sondern durch organisierten Druck von unten.

Wirklicher Wandel entsteht nicht durch Anbiederung an das politische Establishment

Früher waren Sie selbst in einer Ortsgruppe von FFF Deutschland aktiv, inzwischen sind Sie ausgetreten. Wie ist es dazu gekommen?

Ich war nie wirklich auf Bundesebene, sondern in der Ortsgruppe in Stuttgart aktiv. Trotzdem habe ich schon früh die Kritik von migrantischen und internationalen Aktivist*innen an der deutschen Gruppe mitbekommen. Ich bin dann Anfang 2024 ausgetreten, weil das Schweigen zum Genozid in Gaza und die Diffamierung solidarischer Aktivist:innen die letzte rote Linie überschritten hat.

Haben Sie Ihre Kritik am Kurs von FFF Deutschland auch intern angebracht?

Ja, immer wieder. Die unkritische Machtnähe von FFF Deutschland wird schon seit Langem vor allem von migrantischen und rassifizierten Aktivist:innen angesprochen. Leider wurde diese Kritik immer und immer wieder unterbunden. Nun ist ja auch meine Kritik an Neubauers Zusammenarbeit mit der Obama Foundation aus ihrer Kommentarspalte verschwunden. Silencing und der Ausschluss kritischer Stimmen hat bei FFF Deutschland übrigens zu vielen Austritten geführt. Es ist also nicht öffentliche Kritik, die eine Bewegung spaltet. Stattdessen ist es die Verunmöglichung interner Debatten zum Zweck des Machterhalts, die zur Spaltung führt.

Neben der Machtnähe kritisieren Sie FFF Deutschland auch dafür, „entpolitisierend“ zu agieren. Was heißt das konkret?

Das kann man gut am Begriff „Klimagerechtigkeit“ erklären, auf den sich Luisa Neubauer und FFF Deutschland immer wieder berufen. Das Konzept kommt aus der Schwarzen Arbeiterbewegung sowie indigenen Freiheitsbewegungen und bezieht sich auf eine fundamentale Kritik an Macht- und Besitzverhältnissen, die neben der Ausbeutung von Menschen auch Umwelt- und Klimazerstörung hervorbringen. Die Klimakrise ist die Folge kapitalistischen Wirtschaftens. Das Problem ist nicht, dass Milliardäre, CEOs und Regierungschefs wie Barack Obama die Klimakrise nicht verstehen, sondern dass sie von der Klimazerstörung profitieren: Sie verdienen an dieser strukturellen Gewalt und sind daher an ihrer Aufrechterhaltung interessiert.

Barack Obama hat im US-Drohnenkrieg bestens dokumentierte Kriegsverbrechen angeordnet

Dass auch koloniale Strukturen die Krise mitverantworten, ist übrigens keine aktivistische Minderheitsmeinung, sondern auch Konsens im IPCC-Bericht. Grüner Kapitalismus und unendliches Wachstum funktionieren eben nicht. FFF Deutschland blendet das aber aus und fordert lediglich Anpassungen innerhalb des Systems: mehr Erneuerbare Energien, weniger fossile Verbrennung. Irgendwann verwickelt man sich so aber in unauflösliche Widersprüche.

Wie sehen diese Widersprüche konkret aus?

Ab einem gewissen Punkt kann man unmöglich glaubhaft Klimagerechtigkeit fordern und gleichzeitig freundliche Beziehungen zu Politiker:innen und Parteien unterhalten, die staatliche und ökonomische Interessen vertreten. Ein Beispiel dafür ist der Genozid in Gaza. Auch er ist Symptom eines Wirtschaftssystems, in dem Profite über Menschen gestellt werden und Konzerne weltweit an der fortlaufenden Besatzung Palästinas verdienen.

Die geplanten Gaskraftwerke von Katherina Reiche, gegen die jetzt auch FFF Deutschland demonstriert, sollen auch für energieintensive Rüstungskonzerne wie Rheinmetall und Thyssenkrupp gebaut werden, deren Waffen Menschen weltweit ermorden. Trotzdem hat FFF Deutschland viel zu lange zu Gaza geschwiegen, während die marginalisiertesten Aktivist:innen massive Repressionen erfahren haben. Eine zu klare Kritik am Vorgehen des israelischen Staates hätte sicher die guten Beziehungen zum politischen und medialen Mainstream in Deutschland angegriffen. Bei der Wahl zwischen Widerstand und Schweigen hat sich FFF Deutschland für letzteres entschieden.

Geht der deutsche Ableger von Fridays for Future damit im internationalen Vergleich einen Sonderweg?

Ich denke schon. Internationale FFF-Gruppen benennen explizit koloniale und ökonomische Strukturen, die Klimagerechtigkeit verunmöglichen – egal, wie viele Windräder gebaut werden. Das deutsche FFF hat sich hingegen 2021 ganz explizit von der internationalen Bewegung distanziert, als diese die israelischen Zwangsräumungen im palästinensischen Sheikh Jarrah kritisiert hatte. Intern wurde dieser Schritt von höchster Ebene explizit mit der Angst vor einem medialen Shitstorm begründet. Luisa Neubauer wies schon 2019 Aktivist:innen darauf hin, dass diese Solidarität medial unklug wäre.

Gerade hat man das Gefühl, dass FFF Deutschland mit seinen Themen wenig Einfluss auf die Politik oder den medialen Diskurs in Deutschland hat. Hat das auch mit der Positionierung zu tun, die Sie kritisieren?

Es stimmt, wir sehen, dass FFF Deutschland mit seiner Strategie nicht nur moralisch, sondern auch strategisch scheitert. Kein Wunder, denn linksliberale Parteien wie die Grünen werden immer den Machterhalt über echte Gerechtigkeit setzen. Das konnte man ja während der Ampelregierung gut sehen. Der Bau von LNG-Terminals, eine verschärfte Migrationspolitik, die Räumung Lützeraths, Waffenlieferungen an Israel: All das haben die Grünen im Namen angeblich notwendiger demokratischer Kompromisse mitbeschlossen.

FFF Deutschland macht sich als Protestbewegung unglaubwürdig

Das Phänomen, dass liberale Kräfte durch das Festhalten an bestehenden Macht- und Besitzverhältnissen letztlich dem Faschismus den Weg bereiten, wird in der Politikwissenschaft schon lange erforscht. FFF Deutschland konnte das mit seinen freundlichen Beziehungen zu den Grünen auch nicht verhindern – und macht sich so als Protestbewegung unglaubwürdig.

Inzwischen ist die Gruppe BIPoC for Future entstanden. Wie kam es zu ihrer Gründung?

BIPoC for Future ist entstanden, als von Rassismus Betroffene begonnen haben, ihre Erfahrungen in der Bewegung selbst aufzuarbeiten, weil entsprechende Prozesse nicht ausreichend von FFF Deutschland getragen wurden. Dabei ging es ihnen um das Übergehen von Stimmen aus dem sogenannten globalen Süden, um Tokenism oder um das Silencing von rassismus- und eurozentrismuskritischen Perspektiven. Auch Ausschlüsse migrantischer Aktivist:innen aufgrund ihrer Palästinasolidarität haben eine Rolle gespielt.

Wie setzt BIPoC for Future sich gegen die Klimakrise ein – und was macht die Gruppe dabei anders als FFF Deutschland?

Beispielsweise ruft BIPoC for Future im Mai gemeinsam mit der Gruppe Ende Gelände zu Aktionen im Ruhrgebiet gegen den Gasausbau auf. Der größte Unterschied zu FFF Deutschland ist wohl, dass BIPoC for Future Bildungsarbeit über die tatsächlichen Ursachen der Krise leistet – im Sinne einer Klimagerechtigkeit, die mit rassismus- und kapitalismuskritischen sowie antikolonialen Perspektiven untrennbar verwoben ist. Daher ähneln die Positionen von BIPoc for Future oft auch FFF International, beispielsweise bezüglich Palästina. Meiner Meinung nach ist dieser kritische Ansatz der einzige Weg, um Klimagerechtigkeit für alle Menschen zu erreichen.

Judith Scheytt (Jahrgang 2007) wurde besonders mit Medienkritik zu Nahost auf ihrem Instagram-Kanal bekannt. 2025 erhielt sie dafür den Donnepp Media Award. Er wurde ihr wegen Antisemitismus-Vorwürfen, die vielfach als unzutreffend kritisiert wurden, aberkannt.

Zusammenarbeit mit der Obama Foundation kritisiert. Warum?Judith Scheytt: Erstmal möchte ich klarstellen, dass meine Kritik an Luisa Neubauer auf keine Weise persönlich motiviert ist. Allerdings steht sie wie keine Zweite für FFF Deutschland und damit für die Entwicklungen, die ich schon seit Längerem kritisiere. Luisa Neubauers Zusammenarbeit mit der Obama Foundation ist dafür ein gutes Beispiel. Barack Obama hat beispielsweise im US-Drohnenkrieg bestens dokumentierte Kriegsverbrechen angeordnet. Dass nun im Namen von „Klimagerechtigkeit“ Nähe zu ihm gesucht wird, ist für mich ein Widerspruch in sich, denn Gerechtigkeit und Kriegsverbrechen sind unvereinbar. Es ist nicht in Ordnung, diesen historischen Begriff für die eigene Karriere zu missbrauchen.Was sind über dieses Beispiel hinaus die Probleme, die Sie bei FFF Deutschland sehen?Es gibt bei der Spitze des deutschen FFF die Tendenz, sich an die höchste politische Machtebene anzubiedern, statt ihr machtkritisch entgegenzutreten. Um diese Nähe zu wahren, passt die Bewegung ihre Forderungen stark liberalen Erwartungshaltungen an. Es kann natürlich unterschiedlich radikale Strategien geben, das sollte aber nicht zur Abkehr von den eigenen Werten führen. Meiner Meinung nach liegt dieser Politiknähe ein komplett ahistorisches Verständnis von Aktivismus zu Grunde. Wirklicher Wandel entsteht nicht durch Anbiederung an das politische Establishment, sondern durch organisierten Druck von unten.Wirklicher Wandel entsteht nicht durch Anbiederung an das politische EstablishmentFrüher waren Sie selbst in einer Ortsgruppe von FFF Deutschland aktiv, inzwischen sind Sie ausgetreten. Wie ist es dazu gekommen?Ich war nie wirklich auf Bundesebene, sondern in der Ortsgruppe in Stuttgart aktiv. Trotzdem habe ich schon früh die Kritik von migrantischen und internationalen Aktivist*innen an der deutschen Gruppe mitbekommen. Ich bin dann Anfang 2024 ausgetreten, weil das Schweigen zum Genozid in Gaza und die Diffamierung solidarischer Aktivist:innen die letzte rote Linie überschritten hat.Haben Sie Ihre Kritik am Kurs von FFF Deutschland auch intern angebracht?Ja, immer wieder. Die unkritische Machtnähe von FFF Deutschland wird schon seit Langem vor allem von migrantischen und rassifizierten Aktivist:innen angesprochen. Leider wurde diese Kritik immer und immer wieder unterbunden. Nun ist ja auch meine Kritik an Neubauers Zusammenarbeit mit der Obama Foundation aus ihrer Kommentarspalte verschwunden. Silencing und der Ausschluss kritischer Stimmen hat bei FFF Deutschland übrigens zu vielen Austritten geführt. Es ist also nicht öffentliche Kritik, die eine Bewegung spaltet. Stattdessen ist es die Verunmöglichung interner Debatten zum Zweck des Machterhalts, die zur Spaltung führt.Neben der Machtnähe kritisieren Sie FFF Deutschland auch dafür, „entpolitisierend“ zu agieren. Was heißt das konkret?Das kann man gut am Begriff „Klimagerechtigkeit“ erklären, auf den sich Luisa Neubauer und FFF Deutschland immer wieder berufen. Das Konzept kommt aus der Schwarzen Arbeiterbewegung sowie indigenen Freiheitsbewegungen und bezieht sich auf eine fundamentale Kritik an Macht- und Besitzverhältnissen, die neben der Ausbeutung von Menschen auch Umwelt- und Klimazerstörung hervorbringen. Die Klimakrise ist die Folge kapitalistischen Wirtschaftens. Das Problem ist nicht, dass Milliardäre, CEOs und Regierungschefs wie Barack Obama die Klimakrise nicht verstehen, sondern dass sie von der Klimazerstörung profitieren: Sie verdienen an dieser strukturellen Gewalt und sind daher an ihrer Aufrechterhaltung interessiert.Barack Obama hat im US-Drohnenkrieg bestens dokumentierte Kriegsverbrechen angeordnetDass auch koloniale Strukturen die Krise mitverantworten, ist übrigens keine aktivistische Minderheitsmeinung, sondern auch Konsens im IPCC-Bericht. Grüner Kapitalismus und unendliches Wachstum funktionieren eben nicht. FFF Deutschland blendet das aber aus und fordert lediglich Anpassungen innerhalb des Systems: mehr Erneuerbare Energien, weniger fossile Verbrennung. Irgendwann verwickelt man sich so aber in unauflösliche Widersprüche.Wie sehen diese Widersprüche konkret aus?Ab einem gewissen Punkt kann man unmöglich glaubhaft Klimagerechtigkeit fordern und gleichzeitig freundliche Beziehungen zu Politiker:innen und Parteien unterhalten, die staatliche und ökonomische Interessen vertreten. Ein Beispiel dafür ist der Genozid in Gaza. Auch er ist Symptom eines Wirtschaftssystems, in dem Profite über Menschen gestellt werden und Konzerne weltweit an der fortlaufenden Besatzung Palästinas verdienen.Die geplanten Gaskraftwerke von Katherina Reiche, gegen die jetzt auch FFF Deutschland demonstriert, sollen auch für energieintensive Rüstungskonzerne wie Rheinmetall und Thyssenkrupp gebaut werden, deren Waffen Menschen weltweit ermorden. Trotzdem hat FFF Deutschland viel zu lange zu Gaza geschwiegen, während die marginalisiertesten Aktivist:innen massive Repressionen erfahren haben. Eine zu klare Kritik am Vorgehen des israelischen Staates hätte sicher die guten Beziehungen zum politischen und medialen Mainstream in Deutschland angegriffen. Bei der Wahl zwischen Widerstand und Schweigen hat sich FFF Deutschland für letzteres entschieden.Geht der deutsche Ableger von Fridays for Future damit im internationalen Vergleich einen Sonderweg?Ich denke schon. Internationale FFF-Gruppen benennen explizit koloniale und ökonomische Strukturen, die Klimagerechtigkeit verunmöglichen – egal, wie viele Windräder gebaut werden. Das deutsche FFF hat sich hingegen 2021 ganz explizit von der internationalen Bewegung distanziert, als diese die israelischen Zwangsräumungen im palästinensischen Sheikh Jarrah kritisiert hatte. Intern wurde dieser Schritt von höchster Ebene explizit mit der Angst vor einem medialen Shitstorm begründet. Luisa Neubauer wies schon 2019 Aktivist:innen darauf hin, dass diese Solidarität medial unklug wäre.Gerade hat man das Gefühl, dass FFF Deutschland mit seinen Themen wenig Einfluss auf die Politik oder den medialen Diskurs in Deutschland hat. Hat das auch mit der Positionierung zu tun, die Sie kritisieren?Es stimmt, wir sehen, dass FFF Deutschland mit seiner Strategie nicht nur moralisch, sondern auch strategisch scheitert. Kein Wunder, denn linksliberale Parteien wie die Grünen werden immer den Machterhalt über echte Gerechtigkeit setzen. Das konnte man ja während der Ampelregierung gut sehen. Der Bau von LNG-Terminals, eine verschärfte Migrationspolitik, die Räumung Lützeraths, Waffenlieferungen an Israel: All das haben die Grünen im Namen angeblich notwendiger demokratischer Kompromisse mitbeschlossen.FFF Deutschland macht sich als Protestbewegung unglaubwürdigDas Phänomen, dass liberale Kräfte durch das Festhalten an bestehenden Macht- und Besitzverhältnissen letztlich dem Faschismus den Weg bereiten, wird in der Politikwissenschaft schon lange erforscht. FFF Deutschland konnte das mit seinen freundlichen Beziehungen zu den Grünen auch nicht verhindern – und macht sich so als Protestbewegung unglaubwürdig.Inzwischen ist die Gruppe BIPoC for Future entstanden. Wie kam es zu ihrer Gründung?BIPoC for Future ist entstanden, als von Rassismus Betroffene begonnen haben, ihre Erfahrungen in der Bewegung selbst aufzuarbeiten, weil entsprechende Prozesse nicht ausreichend von FFF Deutschland getragen wurden. Dabei ging es ihnen um das Übergehen von Stimmen aus dem sogenannten globalen Süden, um Tokenism oder um das Silencing von rassismus- und eurozentrismuskritischen Perspektiven. Auch Ausschlüsse migrantischer Aktivist:innen aufgrund ihrer Palästinasolidarität haben eine Rolle gespielt.Wie setzt BIPoC for Future sich gegen die Klimakrise ein – und was macht die Gruppe dabei anders als FFF Deutschland?Beispielsweise ruft BIPoC for Future im Mai gemeinsam mit der Gruppe Ende Gelände zu Aktionen im Ruhrgebiet gegen den Gasausbau auf. Der größte Unterschied zu FFF Deutschland ist wohl, dass BIPoC for Future Bildungsarbeit über die tatsächlichen Ursachen der Krise leistet – im Sinne einer Klimagerechtigkeit, die mit rassismus- und kapitalismuskritischen sowie antikolonialen Perspektiven untrennbar verwoben ist. Daher ähneln die Positionen von BIPoc for Future oft auch FFF International, beispielsweise bezüglich Palästina. Meiner Meinung nach ist dieser kritische Ansatz der einzige Weg, um Klimagerechtigkeit für alle Menschen zu erreichen.





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