Jordanien hat im Nachbarland Syrien Luftangriffe auf ein mutmaßliches Waffen- und Drogenlager geflogen.

Jordaniens Armee habe „wahrscheinlich (…) ein Hauptquartier von Rebellengruppen im Dorf Schahba in Suweida angegriffen, in dem Waffen und Drogen lagerten“, berichtete das syrische Staatsfernsehen in der Nacht zum 3. Mai unter Berufung auf örtliche Kreise.

Die Armee sprach von einem „Abschreckungseinsatz gegen mehrere von Waffen- und Drogenhändlern genutzte Standorte entlang der Nordgrenze des Königreichs“.

Auch Lagerhallen in Arman angegriffen

In einer Stellungnahme erklärte die jordanische Armee, sie werde „auch weiterhin proaktiv, entschlossen und abschreckend gegen jede Bedrohung der Sicherheit und Souveränität des Königreichs vorgehen“. Sie werde zudem ihre Fähigkeiten und Ressourcen „mit voller Kraft und Entschlossenheit einsetzen, um dieser Bedrohung zu begegnen“.

Wie die Nachrichtenagentur AFP aus örtlichen Kreisen in Syrien erfuhr, trafen mehrere Luftangriffe mindestens fünf Ziele, darunter Lagerhallen in der syrischen Stadt Arman. Zu den angegriffenen Gebieten gehörte auch die südsyrische Provinz Suweida, die mehrheitlich von der religiösen Minderheit der Drusen bewohnt wird.

Das Königreich Jordanien hat in den vergangenen Jahren die Kontrollen an der Grenze zu Syrien verschärft. Jordaniens Armee geht zudem im Nachbarland gegen den Schmuggel von Waffen und Drogen vor.

Kampf gegen Drogenhändlerringe

Jordanien führte bereits mehrfach Angriffe im Süden Syriens aus, um Drogenhändlerringe zu zerschlagen. Seit dem Sturz des früheren Machthabers Baschar al-Assad durch islamistische Milizen im Dezember 2024 einigten sich Amman und Damaskus, den Drogenschmuggel an der gemeinsamen Grenze verstärkt zu bekämpfen.

Eine der wichtigsten aus Syrien geschmuggelten Drogen ist das Aufputschmittel Captagon, für das in der ölreichen Golfregion eine große Nachfrage besteht. Die amphetaminähnliche Droge hat die Region in den vergangenen Jahren überschwemmt und war unter Assad Syriens größter Exportartikel.

Nachbarländer meldeten immer wieder Beschlagnahmen und forderten den Libanon und Syrien auf, ihre Bemühungen im Kampf gegen den Drogenhandel zu verstärken. (afp/red)



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