Das Ausmaß der Klatsche, die britische Wähler gerade der regierenden Labour Party verpasst haben, kann man nur schwer in Worte fassen, vielleicht ist ein Bild besser (hervorragende Idee von Dr. habil. Heike Diefenbach):
Ein Wahllokal auf dem Friedhof, auf dem die Labour Party beerdigt wurde. Dieses Wahllokal steht in Carmarthenshire und in Carmarthenshire gibt es keinen Labour Abgeordneten mehr. Überhaupt gäbe es in ganz Wales keinen Abgeordneten für Labour im Senedd, dem Welsh Parliament, mehr, wäre das Wahlsystem nicht von reinem Mehrheistwahlrecht, wer die meisten Stimmen hat, ist gewählt, auf eine Verballhornung von d’Hondt umgestellt worden, die sicherstellt, dass auch Verlierer nicht leer ausgehen.
Dieser Post ist nur ein Zwischenfazit, denn auch nach rund 20 Stunden, in denen ausgezählt wurde, sind die Endergebnisse noch nicht bekannt. In Wales fehlen zu dem Zeitpunkt, zu dem ich diesen Post schreiben, immer noch die Endergebnisse von Gwynedd Maldwyn. Inoffiziell kann ich aber schon verraten, dass Reform und Plaid Cymru in diesem Wahlkreis mit 2 bzw. 4 Sitzen vertreten zu sein scheint, während Labour leer ausgehen wird. Insgesamt wird Plaid damit bei 43 Sitzen, Reform bei 34 Sitzen liegen (inoffiziell aufgrund örtlicher Quellen = Buschfunk).
Labour ist auf ein Häuflein von 9 Abgeordneten dezimiert und damit zu einer Kleinpartei in Wales geworden, eine Erniedrigung, die nur dadurch noch übertroffen wird, dass der derzeitige First Minister von Wales, Eluned Morgan, im neuen Senedd keinen Sitz mehr haben wird. Die Partei, die Wales seit 27 Jahren regiert und in die Misere geritten hat, um nicht zu sagen, Wales in weiten Teilen zerstört hat (als Vorbild für Starmer, der das nun UK-weit tut), ist damit nur noch Marginalie, könnte indes zum Mehrheitsbeschaffer für Plaid Cymru werden, die Partei, die den nächsten First Minister stellen wird.
Da wir in Zukunft mehr über Plaid Cymru, eine national sozialistische Partei berichten werden, eine Ansammlung von Open Border Fetischisten, die gerne unabhängig von Westminster sein wollen, die „Wales First“ setzen wollen, es sei denn, es geht gerade um den Import von Flüchtlingen und von denen mir zumindest nicht bekannt ist, dass sie eine nennenswerte Wirtschaftspolitik hätten…
Dazu bald, derzeit freuen wir uns darüber, dass Labour in Wales nur noch aus rauchenden Trümmern besteht, rauchende Trümmer über denen bald die bei Linken so vorhersagbaren Schuldzuschreibungs-Streits geführt werden.
Auch in England wird immer noch gezählt. Und mit jedem Update wird der Sieg für Reform UK beeindruckender. Der derzeitige Stand, zu dem wir in den nächsten Tagen mehr erzählen werden, sieht so aus:
Ein interessantes Ergebnis will ich unseren Lesern nicht vorenthalten. Rupert Lowe, der mit Restore UK eine Partei gegründet hat, deren Ziel es ist, die nächste Regierung zu stellen, hat Great Yarmouth, den Wahlkreis, in dem er selbst MP ist, als Ground Zero deklariert, um die Chancen von Restore UK zu testen, das gesteckte Ziel auch zu ereichen. In neun Wahlkreisen von Great Yarmouth haben Kandidaten seiner Great Yarmouth First Party kandidiert und alle neun Kandidaten haben ihren Wahlkreis mit zum Teil erheblichem Vorsprung vor dem Kandidaten von Reform UK gewonnen.
Eine bemerkenswerte Leistung für eine Partei, die nicht einmal drei Monate alt ist.
Sobald das Endergebnis vorliegt, gibt es die Wahlanalyse von ScienceFiles.
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