In diesem Beitrag kommentiert Marcus Klöckner aktuelle Schlagzeilen deutscher Medien, die unaufhörlich vor der Gefahr eines russischen Angriffs warnen würden: „Angriff auf Rügen, auf Portugal, auf die NATO: Wer bietet mehr?“ Rationalität und kritischer Journalismus würden auf der Strecke bleiben. Sollte es „Bürger geben, die aktuelle Schlagzeilen deutscher Medien für bare Münze nehmen, können sie wohl nur zu einem Schluss kommen: Gut, dass Deutschland aufrüstet“. Man könne dieser „Berichterstattung“ mit Humor begegnen und darüber lachen. Die Lage sei jedoch tatsächlich ernst. Nicht, weil Russland Deutschland angreifen wolle, sondern weil die Rhetorik des Feindbildaufbaus, der Konfrontationspolitik, der Hoch- und Aufrüstung und der Propaganda Gefahr laufe, sich zu verselbstständigen. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die interessanten E-Mails dazu. Die nun folgende Leserbrief-Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.

1. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten-Redaktion!

Da man ja den ganzen Irrsinn nicht immer verfolgen kann und will, vielen Dank für diesen Artikel.

Nun habe ich mal nach “Russland” und “Rügen” gegoogelt und bin auf der Seite des Reservistenverbandes der Bundeswehr gelandet.

Und dort steht der gleiche Unsinn, wie bei T-Online, geschrieben von einem eigenen Redakteur (Benjamin Vorhalter).

reservistenverband.de/magazin-die-reserve/destabilisierung-ruegen-waere-ein-ideales-ziel-fuer-russland/

Ich bin nur noch ratlos. Was läuft hier?

Viele Grüße
Bernd Krüger

2. Leserbrief

Guten Tag,

die medialen Walrosse der Kriegstreiberei, wollen nun also wissen, dass Deutschland der Jackpot für Russland wäre. Geschwätz über Geschwätz, offensichtlich ohne eine realistische und sachliche Recherche, der Auftragsschreiber, aus ihren Komfortzonen heraus. Diese Art der Information, kann man getrost als Kriegspropaganda bezeichnen. Russland wird als unser Feind benannt, obwohl nicht Russland an unserer Grenze, sondern die Bundeswehr mit einer Panzerbrigade an der der russischen Grenze steht. Ängste in der Bevölkerung schüren und aufrecht erhalten, mit dem Ziel, die Kriegstauglichkeit Deutschlands, bis zu dem fiktiven Datum 2029 zu erreichen. Parallel dazu, Pistorius größenwahnsinnige Pläne, von der stärksten Armee Europas, auch mit Opas.

Nur gut, dass ausser  gelegentlichem Stammtischgelaber, den politischen Kriegshetzern, nebst gesellschaftlichen Profiteueren und der Propagandapresse, nicht wirklich jemand Lust auf Krieg,Tod und Zerstörung des eigenen Lebbensraums hat.
 
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe

3. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
Und auch Sylt ist als mögliches Angriffsziel im Gespräch? Man sollte schnellstens Sprengkammern in den zur Insel führenden Hindenburg-Damm einbauen. Im Enstfall könnte dann die weitere Versorgung der Insel mit Austern und Champagner aufgrund der Beistandsverpflichtung des Art. 5 des Natovertrages von der französischen Marine übernommen werden.
 
Freundliche Grüße
Ulrich Hasper

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