Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer, so ist das in Deutschland mindestens seit einem Vierteljahrhundert. Im vergangenen Jahr bekamen die Vorstände der großen Konzerne besonders viel ab. Die Mitarbeiter sollen brav kleine Brötchen backen.

© Urheberrechtlich geschütztWie man sieht, hat es einen gewaltigen Vorteil, wenn man sich sein Gehalt selbst zuteilen kann. Das sieht man an den Abgeordneten des Deutschen Bundestags, die sich gerade frisch bedient haben, aber noch weit deutlicher an den Chefs der deutschen Dax-Konzerne. Die haben nämlich ihr Einkommen im Jahr 2025 um ganze 12,5 Prozent erhöht.
Damit übertrafen sie noch einmal die bereits großzügigen zehn Prozent des Vorjahres. Haupttreiber war dabei die Ausrichtung am Aktienkurs. Bei den Beschäftigten ist das allerdings anders – deren Einkommen stieg nominell im Jahr 2025 um 4,2 Prozent. Bei einer Inflation von 2,2 Prozent blieben ihnen davon bestenfalls 1,9 Prozent übrig. Damit sind die Einkommen der Mitarbeiter allmählich wieder auf dem Niveau, auf dem sie vor Corona lagen.

Wirklich schwindlig wird einem allerdings, wenn man sich ansieht, wie sich die Einkommen der Dax-Chefs seit dem Jahr 2000 entwickelt haben. Damals waren schon die gewaltigen Gehälter beispielsweise des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank oder von VW Thema in der Öffentlichkeit. Die Durchschnittsvergütung eines Mitglieds des Vorstands eines Dax-Unternehmens lag damals noch zwischen 1,3 und 1,6 Millionen Euro. Inzwischen liegt sie zwischen 3,8 und 4 Millionen Euro. Das ist ein Anstieg um über 300 Prozent. Im selben Zeitraum stiegen die Löhne der Beschäftigten um maximal 90 Prozent. Real, also nach Abzug der Inflation, bleiben es bei den Beschäftigten höchstens 25 Prozent, während die Konzernvorstände auch unter Berücksichtigung der Inflation 180 Prozent mehr einnehmen.
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