Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält die Versorgungslage mit Kerosin für gesichert. Versorgungsengpässe bestehen nicht“, erklärte sie am Montag nach Beratungen mit Vertretern der Luftfahrt- und Mineralölbranche. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hatte zuvor auf Entlastungen wegen der hohen Preise gedrungen.

„Der Markt ist angespannt – das zeigt sich auch am Preisniveau“, erklärte Reiche dazu. Sie machte zugleich klar, dass sie ein politisches Eingreifen nur bei Knappheiten in Erwägung ziehe: „Sollte sich die Versorgungslage bei Kerosin aufgrund anhaltender Spannungen in der Golfregion verschärfen, werden wir in der Runde gegebenenfalls über erforderliche Maßnahmen beraten.“

Es sei nötig, etwaige Engpässe bei Treibstoffen frühzeitig zu erkennen, „um passgenaue Maßnahmen ergreifen zu können“, erklärte auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Der Flugbetrieb muss auch weiterhin stabil laufen.“

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums nahmen an dem virtuellen Treffen Betreiber von Raffinerien sowie Vertreter von Fluggesellschaften und Verbänden teil.

BDL fordert Entlastungen wegen hoher Preise

Der BDL hatte zuvor Schritte wie etwa eine zeitweise Aussetzung des Emissionshandels für den EU-Luftverkehr sowie der Luftverkehrsteuer gefordert. Der Irankrieg habe die größten Auswirkungen auf den internationalen, europäischen und nationalen Luftverkehr seit der Corona-Pandemie, warnte der Verband. Der Kerosinpreis habe sich seit Beginn des Krieges mehr als verdoppelt.

Notwendig seien daher europäische und deutsche Maßnahmen, „um die Konnektivität Deutschlands aufrechtzuerhalten und weitere Schäden für Wirtschaft, Lieferketten und Tourismus abzuwenden“, forderte der BDL. (afp/red)



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