FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker und Autor Andreas Mölzer stellten heute, Montag, die Publikation anlässlich 70 Jahre FPÖ vor. Dabei kam es zur scharfen Abrechnung mit dem ORF.
Hafenecker mokierte sich über die jüngste ORF-Dokumentation zum Parteijubiläum: Man habe den Eindruck gehabt, dass die ORF-Redakteurin den Auftrag hatte, in jedem zweiten Satz das Wort Nationalsozialismus einzubauen. Es sei nur darum gegangen, „uns zu stigmatisieren und zu delegitimieren“.
ORF selbst politische Partei
Dass man dann als einzige „Expertin“ eine altbekannte linke Journalistin einlädt, sei bezeichnend dafür, wie der ORF seine Zwangsgebühren missbraucht: „Nicht, um zu berichten, sondern um selbst politische Partei zu sein“.
Hafeneckers vernichtendes Urteil:
Wenn man nach 70 Jahren Parteigeschichte keinen einzigen positiven Befund herausziehen kann, hat man entweder nicht recherchiert oder es mit Absicht gemacht. Beides lässt den ORF in keinem guten Licht dastehen. Diese schmuddelige Dokumentation hätte man sich ersparen können!
Buch als Gegenentwurf zur ORF-Propaganda
Quasi als Gegenentwurf zur ORF-Propaganda würde jetzt das neue Buch dienen, das eine schonungslose und faktenbasierte Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte sei – inklusive Krisen und Skandalen. Es sei eine „Pflichtlektüre für alle, die über uns urteilen wollen, bevor sie eigentlich urteilen können”, so Hafenecker. Vor allem würden darin jene Leistungen der FPÖ dokumentiert, die von den Systemmedien systematisch verschwiegen würden.
Von der aktuellen politischen Situation bis zur Revolution von 1848
Andreas Mölzer, der das Buch im Auftrag des Freiheitlichen Bildungsinstituts (FBI) verfasst hat, sieht in dem neuen Werk „einen Textbildband, der die Geschichte der FPÖ sowie ihres politischen Lagers umfassend darstellt.” Es handle sich um eine erweiterte und aktualisierte Neuauflage von Vorgängerversionen, die bereits zu früheren Parteijubiläen erschienen sind. Strukturell wurde ein unkonventioneller Ansatz gewählt: Die Geschichte wird nicht chronologisch von den Anfängen bis heute erzählt, sondern führt den Leser von der aktuellen politischen Situation rückwärts bis zu den historischen Wurzeln des Dritten Lagers in der Revolution von 1848. Die Darstellung erfolge bewusst aus einer freiheitlichen Perspektive.
„Kein Jubelband, sondern ein ehrliches Geschichtswerk”
Mölzer betonte, dass es sich dabei nicht um einen reinen „Jubelband” handle, sondern auch innerparteiliche Brüche und Problemphasen objektiv beleuchtet würden. Gleichzeitig liege der Fokus darauf, „die Leistungen und Verdienste des freiheitlichen Lagers zu würdigen, die in der etablierten Geschichtsschreibung und den Medien häufig verschwiegen oder kleingeredet werden.”