Er werde nicht zurücktreten. Das hat Keir Starmer quasi als „pre-emptive“ Strike, direkt nach der Wahlkatastrophe vom letzten Donnerstag verkündet.
Es hat auch wirklich niemand erwartet, dass Keir Starmer von sich aus geht. Der Mann klebt an seinem Stuhl, wie ein Furunkel auf der Haut und hat sich am Wochenende Gordon Brown, den Mann, der als Prime Minister mehrere 100 Tonnen der britischen Goldreserve zu einem Preis verramscht hat, der normalerweise in den Bereich von Raub oder Diebstahl gehört, ins Kabinett geholt. Gordon Brown soll als globaler Finanzbotschafter für Keir Starmer wirken. Eine Ernennung, die an den Ex-Anti-Korruptionsminister von Keir Starmer erinnert, Tulip Farah Siddiq, nach wie vor Abgeordnete im House of Commons und in Bangladesch und in Abwesenheit zu 4 Jahren Haft verurteilt, wegen Korruption.
Neben Gordon Brown wird noch ein weiterer Zombie aus der Labour-Riege, die schon scheintot war als David Cameron die Labour Regierung abgelöst hat, von Starmer reaktiviert: Harriet Harman, eine Person, zu der ich mir jeden Kommentar erspare.
Offenkundig will Herr Starmer ein Schutzschild aus einer Zombiearmee um No. 10 errichten, um auf diese Weise die immer zahlreicher werdenden Brutuse abzuwehren, die ihn als Prime Minister loswerden wollen. 41 MPs aus seiner eigenen Labour Fraktion und alle Labour-Abgeordneten im House of Commons, die in Schottland ihren Wahlkreis haben, fordern mittlerweile seinen Rücktritt. Eine Forderung, mit der sich Catherine West, Backbench-Abgeordnete im House of Commons nicht zufrieden geben will: West, von der ich bis heute noch nichts gehört habe, die im Cabinet von Keir Starmer im Treasury Committee und als Handelsbotschafter für Pakistan Pöstchen ergattert hat, hat den Ministern im Kabinett von Starmer ein Ultimatum gestellt: Entweder Starmer wird bis Montag, also heute, entfernt oder sie wird eine Leadership Challenge einbringen. Dafür benötigt West die Unterstützung von 81 Labour MPs, die, wie es aus Westminster heißt, vorhanden ist.
Labour MP Catherine West tells the BBC that if the Cabinet don’t remove Keir Starmer by Monday morning, she will launch a leadership election.
„If there are no leadership hopefuls who come forward tomorrow, then Monday morning”.
Der Schritt von West hat wiederum die Anhäger von Andy Burnham verärgert, die ihren Mann in No. 10 installieren wollen. Dabei gibt es nur einen Haken: Burnham ist der Bürgermeister von Greater Manchester und hat als solcher – mangels Abgeordnetenmandat – keinerlei Möglichkeit, Keir Starmer herauszufordern und sich selbst als PM zu installieren. Dazu muss er gewählter Abgeordneter im House of Commons sein, wozu es einer Nachwahl bedarf. Zwar gibt es regelmäßig wiederkehrende Gerüchte, Abgeordneter X oder Y wäre bereit, sein Mandat aufzugeben, damit eine Nachwahl auszulösen, um es Burnham zu ermöglichen als Abgeordneter nach Westminster zu ziehen und dort die Fäden für Starmers Entfernung zu ziehen. Aber bereits die Beschreibung macht deutlich, dass dieser Weg zeitintseniv ist, zu zeitintensiv wohl. Abgesehen davon kommt Burnham nicht mit einem Empfehlungsschreiben nach dem Wahldisaster vom letzten Donnerstag. Sein eigener Turf, Greater Manchester, sah vor der letzten Kommunalwahl aus, wie links abgebildet, nun ist er umfassend Reform UK (türkis = Reform UK, rot = Labour, blau = Conservatives, orange = Libdims).
Damit sind wir bei unserer kurzen Wahlanalysen angekommen, mit der wir zeigen, dass die Labour Party des Vereinigten Königreichs, ohne dass der Psychopat in No. 10 das bemerkt, in einer existentiellen Krise ist. Die Partei ist auf einem absteigenden Ast, der dem vergleichbar ist, auf dem die SPD gerade in Richtung politischer Bedeutungslosigkeit abgleitet. Und in dieser Situation versucht Keir Starmer die parteiinternen Geier, die über ihm kreisen, in seiner heutigen Rede, davon zu überzeugen, dass eine weitere Annäherung an die EU und die sonstigen Floskeln, die er in diesen Situationen ableiert, wie ein Sprechautomat, geeignet sind, um das Verschwinden von Labour zu verhindern.
Er wird sagen (seine „Rede“ wurde geleakt):
“This Labour Government will be defined by rebuilding our relationship and by putting Britain at the heart of Europe. So that we are stronger on the economy, on trade, on defence, you name it.
“Because standing shoulder to shoulder with the countries that most share our interests, our values and our enemies – that is the right choice for Britain, that is the Labour choice.”
Mehr als dieses Geschwätz ist von Keir Starmer, dem Mann ohne Prinzipien, dem Prime Minister ohne politische Vision, dem Rechtsanwalt, der eine seltsame Faszination für Mörder zu haben scheint, nicht zu erwarten. Er ist nach wie vor der Meinung, er könne mit derartigem Laber seinen Hintern retten.
Die Situation, wie sie sich nach den Wahlen der letzten Wochen darstellt, zeigt indes, dass mehr als Starmers Überleben auf dem Spiel steht, die Labour Party ist im Todeskampf.
Ergebnis der Kommunalwahlen in England: First past the Post / Mehrheitswahlsystem Wahlen zum Schottischen Parlament: Verhältniswahlrecht, Erst- und Zweistimme Wahlen zum Parlament von Wales: Verhältniswahlrecht, EINE Stimme
Das sind Ergebnisse, wie sie eine Partei einfährt, die dabei ist, aus der politischen Arena zu verschwinden.
Labour ist keine Partei mehr, die von ARBEITERN gewählt wird. Wahlkreise, in denen es noch eine Mehrheit weißer Arbeiter gibt zeigen dies sehr deutlich. Vielleicht am deutlichsten zu sehen ist es in Barnsley, einem Wahlkreise, der nie anders als Labour gewählt hat, bis zu diesen Kommunalwahlen.
SciFi-Supt
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Im Gegensatz zu Deutschland sind Kommunalwahlen im Vereinigten Königreich ein sehr guter Indikator für das, was bei Wahlen zum House of Commons zu erwarten ist, denn Local Councillors, wie sie gewählt wurden, bilden die Basis, auf der Parteikandidaten aufbauen, auf die sie angewiesen sind, um den für Britannien obligatorischen und so wichtigen „Häuserwahlkampf“, CANVASSING, zu führen. Dazu benötigt man „manpower“, man benötigt lokale Repräsentanten, die dem Kandidaten einen Leumund geben. Beides hat Labour bei diesen Wahlen verloren.
Dabei wird die Partei in die Zange genommen und kommt selbst in ihren urbanen Zentren, wo sich die woken Spinner finden, die Labour bislang gewählt haben, Zentren, die sie seit Jahrzehnten beherrscht, unter die Räder.
In Birmingham hat es Labour nicht geschafft, auch nur einen der 25 Councilor, die zur Wahl standen, für sich zu gewinnen, selbst in London, Khans Shithole, sehen sich die Labours in ihren bislang sicheren Enklaven umzingelt und auf reduziert, eingequetscht zwischen Conservatives und Reform UK auf der einen und Grünen auf der anderen Seite.
Das einst nahezu rote London sieht nach der Wahl vom Donnerstag so aus:
Nicht nur Starmer, auch Khan ist ein Auslaufmodell, weshalb Khan mit Starmer gebrochen hat und offen für Andy Burnham wirbt, dem Linksausleger aus Manchester, von dem er sich einen Posten in dessen zu formender Regierung verspricht. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff …
Wie lange der Spuk in Number 10 noch andauern wird, wie viel Schaden Keir Starmer an Land und Partei noch anrichten wird, ist unklar. Die Labour Party verfügt über keinen eingespielten Mechanismus, um den PM aus seinem Amt zu entfernen. Vor allem wenn der Amtsinhaber nicht will, wird es sehr blutig und unschön. Dessen ungeachtet bringen sich die Brutuse in Stellung, Wes Streeting hat sich bereits vorgedrängt, Angela Rayner will wieder häufiger als Eyesore präsent sein und dann ist da noch die Leadership Challenge, die Catherine Weat heute auf den Weg bringen will.
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