In der aktuellen Mai-Aussendung der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) Uni Wien laden die Verantwortlichen offen zu einem “Antifa-Seminar” in Bad Ischl ein. Das Programm umfasst Workshops zu Themen wie den sogenannten Rechtsextremismus sowie “Frauen im Widerstand”. Gleichzeitig läuft das Programm „Black History is Every Month“ weiter. Am 16. Mai 2026 ist ein „Abolitionist Botanical Hike for BIPoC“ geplant, eine geführte Wanderung ausschließlich für Black, Indigenous and People of Color. Solche Veranstaltungen stießen bereits im Februar auf große Kritik, weil weiße Studenten ausgeschlossen werden.

„Antifa nicht als solche bekannt“

Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) hatte im Herbst 2025 bei einer Pressekonferenz erklärt, sie kenne „die Antifa als solche nicht“ und sehe daher keine Grundlage für ein Verbot oder eine Einstufung als Terrororganisation. Diese Aussage sorgte damals für breite Aufregung und parlamentarische Anfragen der FPÖ.

Genau diese Antifa, die die Ministerin nicht kennen will, wird nun von der ÖH Bundesvertretung und der ÖH Uni Wien aktiv beworben und mit Studentengeldern finanziert. Die Frage steht im Raum, wie es möglich ist, dass eine öffentlich finanzierte Interessenvertretung derart einseitige ideologische Schulungen organisiert, während eine SPÖ-Justizministerin die Existenz des dahinterstehenden Netzwerks herunterspielt.

Steuergeld für linke Kaderschmiede

Die Österreichische Hochschülerschaft wird durch verpflichtende Beiträge aller Studenten finanziert, unabhängig von deren politischer Einstellung. Dennoch dient ein Teil dieser Mittel offenbar dazu, linke Aktivisten heranzuziehen. Das Antifa-Seminar endet mit der gemeinsamen Fahrt zur sogannten „Befreiungsfeier in Mauthausen”. Das Black-History-Programm betont explizit „abolitionistische und antifaschistische“ Perspektiven und schafft „Safer Spaces“ nur für bestimmte Hautfarben. Kritiker sehen darin klare Doppelmoral: Während die ÖH ständig vor „Rechtsextremismus“ warnt, betreibt sie selbst ideologische Ausgrenzung und einseitige politische Bildung auf Kosten der Gesamtheit der Studenten.

Linke Koalition an der Uni Wien

Unter der linken VSStÖ finden Veranstaltungen dieser Art weiterhin regelmäßig statt. Nachdem die rot-grüne Koalition mit der GRAS im November 2025 zerbrochen war, liegt die Leitung der ÖH Uni Wien nun klar in den Händen des VSStÖ. Die inhaltliche Ausrichtung bleibt jedoch unverändert: Die Hochschülerschaft versteht sich nicht primär als neutrale Service-Einrichtung für alle Studenten, sondern als Plattform für linke und identitätspolitische Agitation.



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