Dass empirische Sozialforschung in ihrer entstellten Form der Meinungsforschung einen Missbrauch am Befragten darstellt, das haben wir schon häufiger thematisiert. So wie wir schon des öfteren thematisiert haben, dass empirische Sozialforschung in ihrer Meinungsforschungstravestie dazu missbraucht wird, Legitimation für Maßnahmen zu schaffen, die ohnehin durchgesetzt werden sollen.

Vor allem die zweite Funktion von „Meinungsforschung“ wird in letzter Zeit ins Absurde gesteigert, aktuell von einer Umfrage, die Forsa für RTL und den Stern durchgeführt hat, eine Umfrage mit 1.001 Befragten, von denen eine unbekannte, den Lesern vorenthaltene Zahl von Befragten, die mit einer Frage belästigt wurden, die in etwa den folgenden, aus früheren Forsa-Umfragen rekonstruierten Wortlaut hatte, auf diesen Mist geantwortet hat:

„Wären Sie für die Einführung einer zeitlich befristeten Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf Autobahnen und von 80 km/h auf Landstraßen, um den Energieverbrauch zu reduzieren?

Das eigentlich überraschende an dieser „Umfrage“: NUR 51% stimmen einem Tempolimit zu und von diesen 51% kann man sich fragen, warum sie eine gesetzliche Regelung benötigen, um nicht schneller als 120 km/h auf der Autobahn und 80 km/h auf einer Landstraße zu fahren?

Okay, es sind in großer Mehrheit Wähler der Grünen, die dem zustimmen, aber sind alle Befragten, die den Grünen nahestehen, Masochisten, die ohne staatliche Gängelung nicht leben können oder sind es Sadisten, die einen Lustgewinn haben, wenn sie wissen, andere werden gegen ihren Willen zu etwas gezwungen, autolose Loser, die anderen die Fortbewegungsfreiheit neiden?

Da nicht nur Wähler der Grünen, sondern auch Wähler der CDU zustimmen, kann man zudem fragen, ob diejenigen, die einem Tempolimit in dieser Fragetravestie zustimmen, mehrheitlich nette Menschen sind, die selbst bescheuerte Fragen, wenn sie von Forsa im Auftrag von RTL/Stern gestellt werden, beantworten?

Fragen, die selbst wenn sie nicht überflüssig wären, aufgrund doppelter Stimuli vollkommen nutzlos sind: Was weiß man von jemandem, der ein Tempolimit UM SPRIT ZU SPAREN begrüßen würde? Begrüßt er nun ein Tempolimit oder begrüßt er nur ein Tempolimit, um Benzin zu sparen und wenn letzteres, warum will er dann nur „zeitlich befristet“ Benzin sparen und nicht immer?

Vollständiger Kokolores, nicht dazu geschaffen, um etwas über Bürger in Erfahrung zu bringen, sondern dazu, möglichst viel Zustimmung für ein „Tempolimit“ zu generieren, quasi in Form einer invertierten Guttman-Skala: Es wird nicht nach einem generellem Tempolimit gefragt, dem viele die Zustimmung verweigern werden, sondern nach einem „zeitlich befristeten Tempolimit“, dem vielleicht mehr zustimmen, vor allem, wenn man sie damit „ködert“, dass es ein Mittel sein soll, um Benzin zu sparen.

Es ist, als wollte man Leute zu etwas überreden, das sie nicht tun wollen, indem man ihnen Geld anbietet, versucht sie zu bestechen, ihnen einen Urlaub auf Sizilien finanziert, einen hohen Gewinn in einer gefakten Lotterie oder eine Bratwurst und ewiges Leben verspricht….

Und wenn sie sich haben bestechen lassen, dann stellen sich die politischen Nebenwirkungen ein … weniger Freiheit, mehr Kontrolle, mehr Regelung, mehr Bevormundung …

Durch und durch verlogen…
Forsa Parere!


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