Wie konnte so ein Mann einmal Chef des Kurier sein? Diese Frage drängte sich gestern, Donnerstag, spätabends bei den Sehern auf, die den EU-Abgeordneten Helmut Brandstätter von den Neos in der Sendung „Talk im Hangar-7“ auf ServusTV ertragen haben.
Wenn Brandstätter den Mund aufmachte, kamen zu 80 Prozent nur „Fake News“ heraus, die von den meisten anderen Gästen wie der früheren FPÖ-Politikerin Ursula Stenzel nur noch mit Kopfschütteln oder der Aussage „unglaublich“ kommentiert wurden.
Diffamierungen gegen Kickl
Hier nun eine Auflistung der übelsten Brandstätter-Diffamierungen, die – dreimal dürfen Sie raten! – natürlich gegen FPÖ-Chef Herbert Kickl gerichtet waren. Und die dringend nach einem Faktencheck rufen.
So also sprach der pinke Brandstätter: „Dieser Putin hat einen Vertrag mit der FPÖ, dass die junge Generation der beiden Länder gemeinsam im Sinne des Patriotismus erzogen werden sollen. Und der Patriotismus des Putin ist, seine jungen Leute in den Krieg zu schicken…, ukrainische Kinder stehlen, sie in Anzüge von Russen zu stecken und aufmarschieren zu lassen“. Abgesehen davon, dass diese Absichtserklärung zwischen zwei Parteien aus dem Jahr 2016 nie mit Leben erfüllt wurde und bereits seit Jahren ausgelaufen ist, kann die versteckte Unterstellung gegenüber der FPÖ, sie würde es quasi gutheißen, wenn Kinder in der Ukraine gestohlen werden, nur noch als übelste Verleumdung bezeichnet werden.
Falsch zitiert: Leiche statt Mumie
Der pinke EU-Abgeordnete zitierte zu allem Übel dann auch noch falsch: „Wenn man zum Bundespräsidenten sagt, eine Leiche in der Hofburg, oder was…“. Einwurf von Moderator Michael Fleischhacker: „Mumie hat er gesagt“. Darauf Brandstätter: „Das ist dasselbe, nicht“. Fleischhacker: „Phänotypisch gibt es Unterschiede“.
“Nicht am richtigen Dampfer”
Bei Brandstätters Unwahrheit, die FPÖ würde für einen Austritt aus der EU sein, griff der Moderator der Sendung wieder ein: „Herr Brandstätter“, so Fleischhacker, „das Problem ist, wenn ich die Leute aufklären will über Positionen, die es gar nicht gibt, bin ich vielleicht auch nicht am richtigen Dampfer“.
“Herr Brandstätter, das kann nicht stimmen”
Ziemlich peinlich wurde es, als der Neos-Mann Stein und Bein behauptete, Deutschland würde sich mit 31 Prozent Strom aus Windkraft versorgen. Wieder griff Fleischhacker ein und bemerkte kurz: „Herr Brandstätter, das kann nicht stimmen!“ Dieser, offenbar bei einer Falschmeldung ertappt, blickte daraufhin nach hinten, so, als würde dort ein Zettel mit Fakten liegen, die seine Aussage bekräftigen.
“Im Festzelt der FPÖ war es dunkel”
Neben Brandstätter saß offenbar ein Gesinnungsgenosse des Neos-Mannes (zumindest was das Bashing gegen Kickl betraf), nämlich Martin Wassermair, Generalsekretär „Reporter ohne Grenzen“. Seine Eindrücke, als er beim Urfahrer-Volskfest am 1. Mai in Linz ins Festzelt der FPÖ schaute, schilderte er so: „Ich fühlte mich erschlagen. Es war eine bierschwangere Stimmung und es war dunkel, es waren keine guten Vipes – und ich bin dann wieder rausgegangen, es war ein schöner sonniger Tag, und man hat gemerkt, die Menschen draußen fühlen sich glücklich…“
„Also den Menschen draußen geht es allen gut?“, fragte daraufhin Fleischhacker. „Warum wählen dann so viele die FPÖ?“ Antwort von Wassermair: „Es ist bei weitem keine erdrückende Mehrheit“.