Dass der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) in einer Umfrage zum beliebtesten Landeschef in Österreich gewählt wurde und die FPÖ in der grünen Mark bei einem Rekordergebnis von 40 Prozent steht, veranlasst den steirischen SPÖ-Chef Max Lercher wie ein Ertrinkender um sich schlagen.

SPÖ-Chef täuschte Leser bewusst

Mit seinen Weisheiten in den sozialen Medien macht sich Lercher täglich zum Kandidaten für den „Kasperl der Woche“. Zuletzt mit seinem Gesudel nach dem Rücktritt des von der Steiermark nominierten ORF-Stiftungsrats Thomas Prantner. Allen Ernstes behauptete Lercher, dass Kunasek in dieser Causa nicht gehandelt habe, zudem warf er dem FPÖ-Landeshauptmann deshalb Führungsschwäche vor. Was der steirische SPÖ-Chef geflissentlich vergaß zu schreiben: Ein ORF-Stiftungsrat kann von einem Landeshauptmann gar nicht abberufen werden.

Kein Rücktritt von Stiftungsrat Lederer

Dass Prantner, dem der ORF-Redakteursrat vorgeworfen hat, durch sein Mandat im Stiftungsrat gegen die Unvereinbarkeit durch einen lukrativen Beratervertrag mit der APA verstoßen zu haben, dennoch den Hut genommen hat, könnte dem „sanften Einwirken“ der FPÖ geschuldet sein. Weiter im Amt sind aber noch die Stiftungsräte der ÖVP, Gregor Schütze, und der SPÖ, Heinz Lederer, gegen die die ORF-Redakteure noch viel massivere Beschuldigungen vorgebracht haben. Ein Kommentarschreiber meinte unter dem Pamphlet von Lederer daher: „Der Herr Leder ist noch immer nicht zurückgetreten, bitte um den gleichen Einsatz“.

Kritik am Einfluss-Versuch auf Berichterstattung

Die Vorwürfe der ORF-Redakteure gegen Lederer und seinem Stellvertreter Schütze wiegen schwer: Diese hätten für ihre PR-Kunden versucht, Einfluss auf die Berichterstattung zu nehmen. Außerdem sei die Unabhängigkeit der beiden Vorsitzenden äußerst fragwürdig, würden diese SPÖ beziehungsweise ÖVP-Interessen vertreten. Zudem gebe es auch eine Vielzahl an wirtschaftlichen Unvereinbarkeiten.



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