US-Vizepräsident JD Vance hält die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen den Iran für stabil. „Derzeit hält die Waffenruhe“, sagte er und fügte an, Präsident Donald Trump wolle nicht nur keinen kleinen Deal, er wolle ein großes Abkommen.
„Der Grund, warum noch kein Deal zustande gekommen ist, ist, dass der Präsident wirklich einen Deal will, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitzt“, sagte der US-Vize. Der Iran dürfe Terrorismus nicht staatlich fördern.
Die iranische Armee droht derweil mit einer Blockade der Schifffahrt durch das Rote Meer und den Persischen Golfs, sollte die US-Blockade andauern.
Die Entwicklungen im Nahen Osten am 15. April:
Netanjahu: USA und Israel verfolgen beim Iran „identische Ziele“
Israel und die USA verfolgen gegenüber dem Iran aus Sicht des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dieselben Ziele. „Unsere amerikanischen Freunde halten uns permanent über ihre Kontakte zum Iran auf dem Laufenden“, sagte Netanjahu in einer von seinem Büro veröffentlichten Videobotschaft. „Die Ziele der Vereinigten Staaten und unsere eigenen sind identisch.“
„Wir wollen, dass angereichertes Material aus dem Iran entfernt wird; wir wollen die Beseitigung der Anreicherungsfähigkeit innerhalb des Iran; und natürlich wollen wir die Öffnung der Meerenge (von Hormus) sehen“.
Netanjahu benannte zudem die Ziele der israelischen Regierung bei den ersten direkten Gesprächen mit dem Libanon seit Jahrzehnten, die am Dienstag in Washington stattgefunden hatten. „In den Verhandlungen mit dem Libanon gibt es zwei zentrale Ziele: Erstens die Zerstörung der Hisbollah; zweitens einen nachhaltigen Frieden, erzielt durch Stärke.“
USA werden Sanktionslockerung für russisches Erdöl nicht verlängern
Die USA werden im Zuge des Iran-Kriegs beschlossene Sanktionslockerungen für russisches Erdöl nicht verlängern. „Wir werden die Generallizenz für russisches Öl nicht verlängern“, sagte US-Finanzminister Scott Bessent in Washington.
Die USA hatten vor einem Monat wegen der Sperrung der Straße von Hormus und der in der Folge stark gestiegenen Ölpreise die gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs verhängten Sanktionen gelockert. Das US-Finanzministerium erteilte eine Lizenz, die den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten erlaubt, die vor dem 12. März auf Schiffe verladen wurden. Dies war nur als vorübergehende Maßnahme gedacht.
Russland konnte seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft in der Folge nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris nahezu verdoppeln. Demnach bezog vor allem China russisches Öl in großen Mengen, zudem Indien. Auch etwa die Philippinen hatten nach langer Zeit wieder Öl aus Russland bezogen.
Trump: Kein Abkommen mit Iran ohne Verzicht auf Atomprogramm
US-Präsident Donald Trump erklärte, dass die Vereinigten Staaten keinem Abkommen mit dem Iran zustimmen werden, solange Teheran seine nuklearen Ambitionen nicht aufgibt. Damit zog er eine klare rote Linie im Vorfeld einer möglichen zweiten Runde von Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran, nachdem die erste Runde ohne Ergebnis geblieben war.
„Nun, zunächst einmal: Wenn sie das nicht tun, werden wir kein Abkommen schließen“, sagte Trump in einem Interview mit Fox News, das am 15. April ausgestrahlt wurde. „Es wird kein Abkommen geben.“
Er fügte hinzu, dass das zentrale Ziel der US-Politik gegenüber dem Iran unverändert bleibe.
„Es geht darum: keine Atomwaffen – sie dürfen keine Atomwaffen haben“, sagte Trump.
Trumps Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, zu dem Washington und Teheran eine weitere Verhandlungsrunde erwägen, nachdem Gespräche am 12. April in Pakistan ohne Durchbruch geendet hatten.
Iranischer Vertreter: Teheran hat das Recht zur Urananreicherung
Ein iranischer Regierungsvertreter erklärte am Mittwoch, Teheran habe das Recht, Uran anzureichern – ein zentraler Streitpunkt, der die Vereinigten Staaten und Israel vor mehreren Wochen zu Angriffen auf das Land veranlasst hatte.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim, das Land werde nicht von seinem Recht auf Urananreicherung abrücken und müsse die Möglichkeit haben, Kernenergie zu nutzen.
Vertreter der USA, Israels und Europas sagen seit Langem, dass Iran mit seinem Programm Uran bis zur waffenfähigen Qualität anreichern wolle. Vertreter der Vereinten Nationen wiederum sagen, das Land habe ihre Forderungen nach Inspektionen der Nuklearanlagen nicht erfüllt. Iran weist diese Vorwürfe seit Langem zurück.
Am Mittwoch erklärte der Leiter der nuklearen Aufsichtsbehörde der Vereinten Nationen, dass „sehr detaillierte“ Maßnahmen zur Überprüfung der iranischen Nuklearaktivitäten Bestandteil eines möglichen Abkommens zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung ihres Konflikts im Nahen Osten sein müssten.
Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Rafael Grossi, sagte am Mittwoch in Seoul: „Iran verfügt über ein sehr ehrgeiziges, umfangreiches Atomprogramm, daher wird all dies die Anwesenheit von IAEA-Inspektoren erfordern.“
Iranische Armee droht mit Blockade im Roten Meer
Die iranische Armee hat mit einer Blockade der Schifffahrt durch das Rote Meer und den Persischen Golf gedroht.
Sollten die USA ihre Blockade fortsetzten und damit weiter iranische Handelsschiffe und Öltanker in Gefahr bringen, würde dies „eine Vorstufe“ zu einer Verletzung der geltenden Waffenruhe darstellen, sagte Armeekommandeur Ali Abdollahi laut einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens.
In diesem Fall würden die iranischen Streitkräfte „keinerlei Exporte oder Importe durch den Persischen Golf, den Golf von Oman und das Rote Meer zulassen“, warnte Abdollahi.
Stromabschaltungen in Pakistan
Pakistans Regierung hat angekündigt, dass im Großteil des Landes künftig täglich für zwei Stunden und 15 Minuten der Strom abgeschaltet wird. Dies werde abends zwischen 17:00 Uhr und 1:00 Uhr erfolgen, teilte die Regierung mit. Damit solle die Nutzung teurer Brennstoffe reduziert und ein starker Preisanstieg verhindert werden.
Ausgenommen sind die Städte Karachi und Hyderabad im Süden des Landes. Dort stehe eine „kostengünstige Stromerzeugung zur Verfügung“, erklärte die Regierung.
Slowakei: Müssen ausländische Kfz künftig mehr für Diesel bezahlen?
Die Slowakei plant eine Lösung, die es Tankstellen ermöglicht, auch höhere Preise für Autos mit ausländischen Kennzeichen festzulegen. Das sagte Premierminister Robert Nico. Zudem ist in Vorbereitung, die Beschränkungen für den Kauf von Diesel beizubehalten, jedoch die zulässige Kraftstoffmenge zu erhöhen.
Irans Bürger sind weiterhin offline
Neuer Rekord von Norwegen
Norwegen exportierte im März Rohöl im Wert von rund 5,2 Milliarden Euro – etwa 8 Prozent mehr als im März 2025 und ein neuer Rekord.
Der Ölpreis betrug im März durchschnittlich 107,5 Dollar pro Barrel. Norwegen ist nach Russland der größte Produzent von Öl und Erdgas in Europa.
Russland will China und anderen Staaten bei Ölmangel helfen
Der chinesische Präsident Xi Jinping hat sich staatlichen chinesischen Medien zufolge mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Peking getroffen. Lawrow hält sich zu einem zweitägigen Besuch in China auf, um die bilateralen Beziehungen auszubauen und über die Kriege im Iran und in der Ukraine zu beraten.
Lawrow kündigte einen Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in China noch in der ersten Hälfte des Jahres 2026 an, wie russische Staatsmedien berichteten.
Zudem erklärte der russische Chefdiplomat, sein Land könne die im Zuge des Irankrieges entstandenen Energieengpässe in China ausgleichen.
„Russland kann ohne jeden Zweifel das entstandene Defizit an Ressourcen ausgleichen“, sagte Lawrow bei einer Pressekonferenz in Peking. Das gelte für China und „andere Länder, die daran interessiert sind, mit uns zusammenzuarbeiten“.
Außerdem empfing Xi den Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams, To Lam, und den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajed Al Nahyan. Xi traf zudem Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sánchez.
Gegenseitige Angriffe zwischen Israel und Hisbollah gehen weiter
Nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Vertretern Israels und des Libanon gehen die gegenseitigen Angriffe zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz weiter.
Die israelische Armee teilte mit, sie habe innerhalb von 24 Stunden mehr als 200 Hisbollah-Ziele im südlichen Libanon angegriffen. Getroffen worden seien unter anderem „Terroristen“, militärische Infrastruktur und rund 20 Raketenwerfer.
Die Hisbollah erklärte ihrerseits, Israel mit zehn Raketen angegriffen zu haben. Das israelische Militär bestätigte den Beschuss. Es gab die Zahl der Raketen, die bis zum Vormittag auf israelisches Gebiet abgefeuert worden seien, mit 30 an. Die Hisbollah berichtete darüber hinaus von heftigen Kämpfen um die grenznahe Stadt Bint Dschubail.
Israel und der Libanon unterhalten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.
Lockerung der Ölsanktionen gegen die Iran läuft aus
Die vorübergehende Lockerung der US-Ölsanktionen gegen den Iran läuft am Sonntag aus. Das Finanzministerium in Washington sagte gestern, die kurzfristige Erlaubnis für bereits auf Tankern befindliches Öl laufe „in wenigen Tagen aus und wird nicht verlängert“. Die USA wollten weiter „maximalen Druck“ auf Teheran ausüben.
Mit der Ausnahmeregel von den Öl-Sanktionen hatten die USA die Lieferung und den Verkauf von iranischem Rohöl und anderen Erdölprodukten erlaubt, die vor dem 20. März auf Schiffe verladen worden waren. Sie war bis zum 19. April befristet.
Mit der Sonderregel wollte die US-Regierung den Ölpreisschock abmildern. Dafür gaben die Vereinigten Staaten zudem Öl aus ihren strategischen Reserven frei.
Pakistans Premier besucht Saudi-Arabien, Katar und die Türkei
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif reist vor einer möglichen 2. Runde der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran für mehrere Tage nach Saudia-Arabien, Katar und die Türkei.
Er werde vom 15. bis 18. April offizielle Besuche unternehmen, schreibt das pakistanische Außenministerium. Geplant sind Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der Länder. Themen seien die laufende bilaterale Zusammenarbeit und die Lage im Nahen Osten. Der stellvertretende Premier und Außenminister Ishaq Dar werde den Premier begleiten.
Im Streit mit Papst Leo XIV. um dessen Appell für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt hat US-Präsident Donald Trump noch einmal nachgelegt. „Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat?“, schrieb Trump am späten Dienstagabend (Ortszeit) auf der Plattform Truth Social. Es sei „absolut inakzeptabel“, dass der Iran über eine Atombombe verfüge.
Ende Dezember hatten Proteste begonnen, die zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst worden waren. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor.
Ergebnisse des Treffens Israel-Libanon in Washington
US-Außenminister Marco Rubio empfing am 14. April die israelischen und libanesischen Botschafter in den Vereinigten Staaten zu einer Reihe direkter Gespräche. Die Parteien berichteten von konstruktiven Gesprächen. „Alle Seiten einigten sich darauf, direkte Verhandlungen zu einem gemeinsam vereinbarten Zeitpunkt und Ort aufzunehmen“, erklärte das US-Außenministerium anschließend.
Es gehe nicht nur darum, einen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon zu erreichen, so Rubio. Es gehe auch darum, die Hisbollah zu marginalisieren – eine als terroristisch eingestufte Organisation, die im Libanon aktiv ist. „Es geht darum, dem 20- oder 30-jährigen Einfluss der Hisbollah in diesem Teil der Welt ein endgültiges Ende zu setzen“, sagte er bereits im Vorfeld der Gespräche.
Das Treffen – an dem auch der israelische US-Botschafter, Yechiel Leiter, und die libanesische US-Botschafterin, Nada Hamadeh Moawad, teilnahmen – war das erste Mal seit 1993, dass die israelische und die libanesische Regierung offen direkte diplomatische Gespräche miteinander führten.
Seit Oktober 2024 sind israelische Streitkräfte im Südlibanon vor Ort, um gegen die Hisbollah vorzugehen. Israel und der Libanon hatten im November 2024 einen Waffenstillstand vereinbart, doch die israelischen Streitkräfte setzten ihre Militäroperationen im Libanon fort.
Das US-Außenministerium teilte mit, die Parteien hätten darüber beraten, den Waffenstillstand vom November 2024 in ein umfassenderes Friedensabkommen umzuwandeln. Zudem könne die libanesische Regierung durch die Fortsetzung der Gespräche möglicherweise Zugang zu Wiederaufbauhilfe und Unterstützung für ihre wirtschaftliche Erholung erhalten.
Die libanesische Botschafterin fordert einen Waffenstillstand, die Rückkehr der Vertriebenen in ihre Heimat und humanitäre Hilfe für den Libanon.
Sri Lanka fliegt gestrandete iranische Seeleute aus
Rund sechs Wochen nach der Versenkung eines iranischen Kriegsschiff durch einen US-Angriff hat Sri Lanka 238 seither in dem Land gestrandete iranische Marinesoldaten in deren Heimat zurückgebracht.
32 von der versenkten „IRIS Dena“ gerettete iranische Seeleute sowie 206 Besatzungsmitglieder der „IRIS Buschehr“ seien mit einem Charterflug in den Iran zurückgekehrt, sagte Verteidigungsstaatssekretär Aruna Jayasekara am Mittwoch.
Die „IRIS Dena“ war Anfang März zu Beginn des Irankriegs durch einen Torpedo-Treffer eines US-U-Boots vor Sri Lanka versenkt worden. 104 Besatzungsmitglieder wurden nach iranischen Angaben bei dem Angriff getötet. Nach dem Angriff hatte die „IRIS Buschehr“ Zuflucht in einem srilankischen Hafen gesucht. Sie ankert weiterhin vor der Nordostküste des Landes.
Zehn Länder fordern Ende der Kampfhandlungen im Libanon
Kanada, Großbritannien, die Schweiz und sieben weitere Staaten fordern gemeinsam „ein unverzügliches Ende der Kampfhandlungen im Libanon“. Die Länder seien „zutiefst besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage und die Vertreibungskrise im Libanon“, heißt es in der von Kanada verbreiteten Stellungnahme. Vor allem Zivilisten und zivile Infrastruktur müssten vor den Auswirkungen der Feindseligkeiten geschützt werden.
Die Länder begrüßten die jüngst zwischen den USA, Israel und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe. Auch im Libanon müssten nun die Waffen schweigen. Zu den Verfassern der Mitteilung gehören Australien, Brasilien, Kanada, Kolumbien, Indonesien, Japan, Jordanien, Sierra Leone, die Schweiz und das Vereinigte Königreich.
Sie mahnten in ihrer Stellungnahme auch eine „Achtung des humanitären Völkerrechts“ an, um die Menschenwürde zu wahren, Schäden für die Zivilbevölkerung gering zu halten und humanitäre Hilfe zuzulassen. „Wir verurteilen aufs Schärfste Handlungen, die zum Tod von UN-Friedenstruppen geführt und die Risiken für humanitäres Personal im Südlibanon erheblich erhöht haben“, hieß es weiter.
UNIFIL soll den Waffenstillstand zwischen den Libanon und Israel überwachen, die libanesischen Streitkräfte unterstützen und das Waffenembargo gegen die Hamas durchsetzen. Die UN haben seit 1978 Blauhelmsoldaten in der Grenzregion stationiert. Aktuell sind daran rund 7.500 Soldaten aus fast 50 Ländern beteiligt.
Optimismus an ostasiatischen Börsen hält weiter an
Der südkoreanische Leitindex Kospi kletterte bis zum Vormittag (Ortszeit) um ganze drei Prozent, der japanische Nikkei 225 stieg bis zum selben Zeitpunkt um 0,8 Prozent.
Hongkongs Hang Seng Index legte rund eine Stunde nach Handelsstart etwa ein Prozent zu. Der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem chinesischen Festland abbildet, kletterte um 0,3 Prozent. Der australische S&P ASX 200 gewann bis zu Mittag leicht um 0,2 Prozent.
Die Ölpreise sind unterdessen am Mittwoch weiter gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni liegt bei derzeit rund 94,5 Dollar.
Vance: Waffenruhe im Irankrieg hält
Aus Sicht von US-Vizepräsident JD Vance ist die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen den Iran stabil. „Derzeit hält die Waffenruhe“, sagte der Republikaner bei einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Präsident Donald Trump wolle allerdings keinen kleinen Deal, sondern ein großes Abkommen.
Laut Vance wurden bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan am vergangenen Wochenende enorme Fortschritte erzielt. Allerdings sei noch kein Abkommen zustande gekommen, weil „der Präsident wirklich einen Deal will, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitzt“, sagte der US-Vize.
Der Iran dürfe Terrorismus nicht staatlich fördern. Zudem müsse laut Trump auch „das iranische Volk gedeihen und wachsen und an der Weltwirtschaft teilnehmen“ können.
Die Waffenruhe läuft in der kommenden Woche aus. Unbestätigten Berichten zufolge steht der Donnerstag als möglicher Termin für weitere Gespräche im Raum.
Trump glaubt an baldiges Ende des Irankriegs
Trump selbst sieht den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. „Ich glaube, er ist fast vorbei“, sagte er dem US-Fernsehsender „Fox News“. Er ergänzte: „Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist.“ Auszüge aus dem Interview wurden bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet.
Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde der Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagte Trump demnach weiter. „Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert“, sagte er. Er glaube, der Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen, betonte der US-Präsident.
Zuvor hatte Trump vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde in dem Konflikt gemacht. In Pakistan „könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren“, sagte er der „New York Post“ am Telefon, ohne weitere Details zu nennen.
US-Militär: Blockade iranischer Häfen umgesetzt
„Die Blockade iranischer Häfen ist vollständig ausgeführt worden“, teilte der Kommandeur des US-Regionalkommandos CENTCOM, Admiral Brad Cooper, zur Lage in der Straße von Hormus auf der Online-Plattform X mit.
Die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet, erklärte Cooper. In weniger als 36 Stunden seit Beginn der Blockade hätten US-Streitkräfte den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, hieß es weiter.
Parallel erklärte CENTCOM in einem weiteren X-Beitrag, dass Zerstörer mit Lenkflugkörpern der Marine an der Blockade-Mission beteiligt seien. „Die Blockade wird unvoreingenommen gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die in die Küstengebiete oder Häfen des Irans einlaufen oder diese verlassen“, hieß es darin.
Mit der Hormus-Blockade will Trump verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Der Iran ist einer der größten Ölproduzenten der Welt. Die Straße von Hormus ist daher auch für Teheran enorm wichtig, um seine Ölexporte an die internationalen Märkte zu bringen.
Mit Material der Nachrichtenagenturen












