Gestern haben wir über die Arbeit von Ludger Wößmann et al. (2026) unter dem Rubrum des Chancenmonitors berichtet. Eine Analyse des Gymnasialbesuchs, deren Ergebnis für uns nicht überraschend kommt: 6,6% weniger Jungen als Mädchen besuchen eine Schule, die zum Abitur führt. Eine Fortführung der systematischen Benachteiligung von Jungen im Bildungssystem, die wir bereits 2002 in unserem Beitrag „Bringing Boys Back In“ offengelegt haben.
Seit nahezu 25 Jahren hat sich an der systematischen Benachteiligung von Jungen nichts geändert. Im Gegenteil: Die Differenz zwischen Mädchen, die ein Abitur erreichen und Jungen, die ein Abitur erreichen, ist größer geworden.
Anfang Mai haben wir über Bundeswehrwerbung geschrieben, die sich seltsamerweise und in eklatantem Verstoß gegen die Maxime „Diversität ist Stärke“, im Wesentlichen an weiße Jungen richtet, um sie für den Dienst an der Waffe, den Kriegsdienst, denn Polit-Gauner machen wenig Hehl daraus, dass ihnen der Sinn nach Krieg unter Beteiligung der Bundeswehr steht, zu begeistern.
Und aus beidem kann man mit ein paar Zahlen des Statistischen Bundesamts einen Sinn gewinnen, dahinter eine morbide Rationalität finden.
Der Besuch der Grundschule, so kann man den Daten und Berechnungen des Statistischen Bundesamts entnehmen, kostet PRO Jahr und Schüler 9.000 Euro. Der Besuch eines Gymnasiums kostet PRO Jahr und Schüler 11.700 Euro. Um einen Schüler durch 13 Jahre und bis zum Abitur zu finanzieren, sind 141.300 Euro an öffentlichem Geld notwendig (reine Kosten des Schulbesuchs).
An Hauptschule oder Realschule oder im entsprechenden Zug einer integrierten Gesamtschule sind 9.700 Euro notwendig, um den Schulbesuch eines Schülers in einem Jahr zu finanzieren. Um die Zeit zu finanzieren, die ein Schüler benötigt, um einen Hauptschulabschluss zu erwerben, sind rund 88.000 Euro notwendig.
Ein Hauptschulabschluss ist für die öffentlichen Kassen um 53.300 Euro pro Schüler (38%) billiger als ein Abitur.
Wößmann et al. (2026) zeigen in ihrem Beitrag, dass der Anteil von Jungen, die ein Gymansium besuchen, um 6,6% geringer ist als der Anteil von Mädchen. Stellte man Bildungsgleichheit in der Weise her, die von linken Schreihälsen im Bezug auf Mädchen immer gefordert wurde, als Ergebnisgleichheit und ginge davon aus, dass GENAUSO VIELE JUNGEN wie Mädchen pro Jahr ein Abitur erreichen, dann entstünden dadurch Mehrkosten in Höhe von 1,456 Milliarden Euro pro JAHR.
Mit anderen Worten: Dass Jungen früh im schulischen Betrieb aussortiert und auf Haupt- bzw. Realschulen abgeschoben werden, hat eine jährliche Ersparnis von 1,456 Milliarden Euro zur Folge, Geld, das nicht in Humankapital von Jungen investiert wird, weil offensichtlich die Meinung vorherrscht, dass diese Jungen, um die es hier geht, kein Abitur benötigen, um ihrer „beruflichen“ oder sonstigen Bestimmung zugeführt zu werden. Um ein Gewehr zu halten und hinter einem Panzer an die Front zu laufen, ist kein Abitur notwendig. Es reicht ein Hauptschulabschluss und der Staat spart 1,456 Milliarden Euro Bildungsausgaben, die ohnehin zu sunk costs werden würden, wenn der hochgebildete Junge dann an der Front erschossen wird.
Hauptschüler sind billiger.
Wir sollten die Benachteiligung von Jungen im Bildungssystem vor einem anderen Hintergrund diskutieren …
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