Adorno, Horkheimer und die Frankfurter Schule stehen im Zentrum der intellektuellen Identität der Bundesrepublik. Die Feuilletons haben nun entschieden: Ihre Tradition sei mit der „Staatsräson“ voll vereinbar. Doch so einfach ist es nicht

Was hätte wohl Adorno dazu gesagt? Diese in der Tat mehr als hypothetische Frage bewegt jüngst einige Zeitdiagnostiker mit Blick auf den Gaza-Krieg Israels, die deutsche Staatsräson und alle Fragestellungen im schwierigen Feld zwischen Antisemitismusbekämpfung, Lehren aus dem Holocaust und Einschätzungen des Israel-Palästina-Konflikts.
Der australische Historiker A. Dirk Moses mit Schwerpunkt Genozidforschung hat in der Berlin Review gewagt, die hypothetische Frage zu beantworten. Er empfindet einige Elemente von Adornos Denken als überraschend aktuell. Es geht ihm mitnichten darum, schlicht Adorno für die Israel-Kritik einzuspannen. Schließlich ist einer der Zentralbegriffe der Kritischen Theorie jener der „instrumentellen Vernunft“
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