Der Angriff auf Iran hat einen Keil ins Verhältnis zwischen den USA und anderen NATO-Mitgliedern getrieben. Washington bemängelt die fehlende Unterstützung der Allianz in seiner Kampagne gegen Teheran. US-Außenminister Marco Rubio hinterfragt den Sinn und Zweck des Bündnisses.
Unterwegs nach China hat US-Außenminister Marco Rubio dem US-Fernsehsender Fox News ein Interview gewährt, in dem er auf die Unstimmigkeiten innerhalb der NATO im Zusammenhang mit dem US-Angriff auf Iran einging. Im Gespräch mit dem Moderator Sean Hannity hinterfragte der Republikaner Sinn und Zweck des Bündnisses für die USA, nachdem sich einige Mitglieder der Allianz geweigert hatten, den US-Streitkräften ihre Militärbasen für die Attacken auf das Nahostland zur Verfügung zu stellen.

Rubio räumte im Interview ein, dass er in seiner Laufbahn als Senator ein Befürworter der NATO gewesen sei. Einer der Gründe, warum er damals die Allianz unterstützt habe, sei eben das Recht gewesen, in einem Notfall Militärbasen in Europa zu nutzen.
Insbesondere kritisierte der US-Außenminister Spanien, das in aller Öffentlichkeit die Legitimität der israelisch-US-amerikanischen Aggression gegen die Islamische Republik hinterfragt und die Nutzung der auf seinem Boden befindlichen US-Militärbasen für die Einsätze gegen Iran untersagt hatte. Rubio bezeichnete das Verhalten dieses NATO-Landes als „grässlich, einfach grauenhaft“. Gleichzeitig lobte der US-Außenminister Portugal, Polen, Rumänien und Bulgarien:
„Um ehrlich zu sein, es gibt NATO-Länder, die uns sehr geholfen haben. Zum Beispiel Portugal, um nur eines hervorzuheben. Sie sagten zu, noch bevor wir sie überhaupt gebeten hatten.“
In diesem Zusammenhang stellten sich einige berechtigte Fragen in Bezug auf die NATO, sagte Rubio. Der Politiker fragte unter anderem, welchen Sinn es ergebe, Teil einer Allianz zu sein, die im Fall eines Konfliktes den USA die Nutzung von Militärbasen absprechen könne. Denn in diesem Fall verwandele sich das Bündnis in eine Vereinigung, die nach dem Prinzip „Sie sind Verbündete, wenn sie dies wollen“ agiere.
„Wozu sind wir überhaupt dort? Nur um sie zu schützen, ohne dabei unsere nationalen Interessen zu fördern? Das ist eine absolut berechtigte Frage, der wir uns stellen müssen.“
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die NATO scharf kritisiert. Er bezeichnete die Allianz als „Papiertiger“ und sprach von einem „enttäuschenden“ Verbündeten. Dabei schloss der Republikaner nicht aus, dass die USA das Militärbündnis verlassen könnten. Gleich nach seinem zweiten Amtsantritt als US-Präsident im Januar 2025 hatte der Republikaner von den NATO-Ländern mehr Ausgaben für Verteidigung gefordert.
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