Noch gestern konnte sich Keir Starmer hinter King Charles III verstecken. Die schon vor Wochen angesetzte King’s Speech offenkundig in der Absicht, den König als Schutzschild zu missbrauchen, um diejenigen Labours abzuschrecken, die planen, Keir Starmer ab- und sich selbst als Prime Minister einzusetzen, ist kaum vorbei, da sieht sich Keir Starmer dem ersten Herausforderer, der ihn als Labour Leader und damit auch als Prime Minister ersetzen will, gegenüber.
Wes Streeting, ein Ziehkind von Peter Mandelson, hat seinen ganzen Mut zusammengenommen und ist als Gesundheitsminister zurückgetreten und aus der Regierung „Starmer“ ausgeschieden, um eine „Leadership Challenge“ mit dem Ziel, selbst zum PM zu werden, auf den Weg zu bringen.
Die zeitliche Abfolge auf dem Weg zum Rücktritt, ist ein eindrückliches Dokument für das Chaos, das Regierung sein will.
Noch um 12.08 Uhr BST hat Keir Starmer verkünden lassen, er habe vollstes Vertrauen in Wes Streeting.
Nicht einmal eine Stunde später, ist der Vertraute zurückgetreten und hat damit den nun folgenden Zirkus eröffnet:
Der Rücktritt erfolgt mit einem veröffentlichten Brief, in dem sich Streeting zunächst einmal selbst und für seine Arbeit als Gesundheitsminister lobt. Der Anfang des Briefes kulminiert in der Behauptung, der weitgehend dysfunktionale National Health Service, der medizinische Versorgung nur nach Wartezeit von mehreren Wochen, wenn nicht Monaten bereitstellt und dann in fragwürdiger Qualität, sei „the embodiment of all that is best about Britain“.
Besser kann man nicht dokumentieren, dass man zur Fraktion der ideologischen Flüchtlinge gehört, die vor der Realität davonlaufen und sich an ihren feuchten Träumen festhalten.
Dem Selbstlob folgt die Heuchelei: Starmer sei ein Mann mit vielen Stärken, den er bewundere, schleimt Streeting, um dann das bei Heuchlern so vorhersagbare ABER folgen zu lassen: Wir benötigen eine Vision, schwätzt Streeting, was auch immer das sein soll, aber wir haben ein Vakkum. Wir benötigen eine klare Vorgabe der Richtung, aber wir haben einen herumeiernden PM, einen, der keine Verantwortung übernimmt und seinen Kollegen nicht zuhört. Es folgt der vorhersagbare Schwenk auf die Außenpolitik und das Lamento über die gefährliche Zeit, in der wir leben, ehe Streeting zu dem Schluss kommt, dass es notwendig sei, eine breite Diskussion über Ideen, nicht Personen oder kleinlichen Funktionalismus zu führen, an der Starmer nicht beteiligt sein könne, weil er die Labour Party nicht in die nächste Wahl führen wird.
Die direkte Herausforderung an Starmer.
Streeting ist somit der Erwartung, er werde seine ihm eigene Feigheit überwinden und den Fehdehanschuh in den Ring werfen, gerecht geworden. Er hat den Zirkus eröffnet, in den nun eine Reihe anderer Möchtegern-Erben von Starmer stürmen werden, um ihren Anspruch auf das Amt des PM geltend zu machen.
Wie es der Zufall so will, wurde am heutigen Tag Angela „Eyesore“ Rayner von Her Majesty’s Revenue and Customs vom Verdacht, Steuern hinterzogen zu haben, absolutiert, Zufälle gibt es, so dass Rayner nun ihre Drohung wahr machen kann, das Rennen um Number 10 zu einem Rennen zu machen, in dem das Ziel darin besteht, das Anforderungsniveau an Intelligenz und Integrität so weit wie nur möglich zu unterschreiten. Weitere Kandidaten, die schon angekündigt haben, ihren Traum auf das Gehalt von Number 10 verwirklichen zu wollen, sind Mad Ed Miliband, einst der Spitzenkandidat von Labour und von David Cameron umfassend im Wahlstreit vernichtet, und Al Carns, Colonel Alistair Scott Carns, der derzeitige Minister für Veteranen im Kabinett von Keir Starmer.
Es wird lustig, im Vereinigten Königreich. Und weil wir davon ausgehen, dass die meisten Leser von diesen Gestalten nicht viel wissen, werden wir sie in den nächsten Wochen vorstellen, wenn klar geworden ist, wer Starmer herausfordert und wer nicht.
Bis dahin eine kleine Charakterstudie von Wes Streeting, die sehr deutlich zeigt, mit welcher Art „Mensch“ wir es bei ihm zutun haben.
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