Man kann die Transformation der Evangelischen Kirche auf Basis von Mitgliederzahlen darstellen:

Trotz der etwas seltsamen Episode, die sich in den Jahren 2008 bis 2011 abgespielt hat – 2008 scheint jemandem bei der Evangelischen Kirche aufgefallen zu sein, dass Angaben über die Anzahl der Kirchenmitglieder über die Überweisung von Kirchensteuermitteln einen direkten Einfluss auf das Einkommen der Kirche haben, alles weitere unterliegt wohl dem Beichtgeheimnis – verliert die Evangelische Kirche pro Jahr im Durchschnitt 302.926 Mitglieder. Eine große evangelische Stadt wird also jedes Jahr entvölkert. Man sollte denken, dass die Evangelische Kirchensynode vor diesem Hintergrund bereits genug Probleme hat und vielleicht versucht, die Probleme, von denen man denken könnte, sie stünden in einem Zusammenhang damit, dass sich die Evangelische Kirche zu einem politisch-ideologischen Anbieter von Deutungen entwickelt hat und nunmehr gegen Parteien konkurrieren muss, diese Probleme dadurch anzugehen, dass man sich wieder auf das besinnt, was eigentlich der Gegenstand von Kirche ist, sofern man noch einen Gegenstand angeben kann.

Bei der Evangelischen Kirche ist es offenkundig so, dass religiöse Themen Mangelware sind, weshalb, wie schon angedeutet, die Kirche versucht, als politisch-ideologischer Anbieter zu Punkten und – statt Menschen Halt in einem Glauben, der unabhängig von INHALTEN ist, zu geben, dem politischen Zeitgeist hinterherzurennen. Und damit gibt es erhebliche Probleme. Schon, weil die Kirchendiener nicht schnell genug laufen können. Nur so kann man die folgende Ankündigung verständlich machen:

Vergessen ist Samuel 23:27:

“Aber es kam ein Bote zu Saul und sprach: Eile und komm! denn die Philister sind ins Land gefallen.”

Nicht mehr zeitgemäß.

Hätte die Evangelische Kirche schon zu Zeiten Sauls bestanden, sie hätte ihm, auf seinem Weg, um sich in ebensolchen der Philister zu stellen, zum Tempolimit geraten; wegen dem Klima und der zukünftigen Generationen. Man kann das Tempolimit, das die Bischöfe und die anderen der Evangelischen Partei nun fordern, auch als Versuch ansehen, den politischen Zeitgeist einzuholen, um ihn wieder reiten zu können. Denn offenkundig gibt es bei der Evangelischen Kirche keine religiösen Inhalte, die man verkaufen zu können glaubt. Und so ist es kein Wunder, dass die Evangelische Kirche auch beim Great Reset gelandet ist, eine “große Transformation” durchmachen will [Als wäre der Verlust von 6.718.641 Mitgliedern in 20 Jahren keine große Transformation, die der Aufmerksamkeit bedarf …]:

“Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt stellt klar: „Die Transformation kann nur gelingen, wenn einzelne Institutionen eine Vorbildrolle übernehmen.“ Dazu brauche es aus Sicht von Professor Vogt auch Widerstand gegen die Denkgewohnheiten und Organisationsformen der naturvergessenen Zivilisation, von der die Kirchen über Jahrhunderte ein wesentlicher Teil seien und zu erheblichen Teilen noch sind: „Es braucht die Erinnerung, dass wir verletzlicher Teil der Schöpfung sind und nicht ihr Gegenüber. Es braucht eine Erneuerung der Schöpfungstheologie. Es braucht inneren Widerstand gegen die Konsumgewohnheiten in der expansiven Moderne, in die wir alle verstrickt sind. Es braucht eine ‚Große Transformation‘.“

Wie eine Transformation gelingen könne, skizzierte Oliver Foltin. „Entscheidend wird vor allem sein, in den kommenden fünf bis zehn Jahren die Treibhausgasemissionen drastisch zu senken, denn nur so werden wir einen wirklichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Begrenzung der Erderwärmung leisten.“ Es sei aber nicht ausreichend, Gebäude aufzugeben. „Die Sanierungsquoten müssen massiv erhöht, Heizungsanlagen konsequent auf erneuerbare Energien umgestellt und auch Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel bedacht werden.“ Alle diese Punkte seien mit immensen Herausforderungen verbunden, die aber nicht unüberwindbar seien, wenn die Dringlichkeit der Umsetzung anerkannt und Maßnahmen entsprechend eingeleitet werden. „Die EKD-Klimaschutzrichtlinie ist dabei ein wichtiger Baustein und ein besonderes Instrument, um die Dringlichkeit und Relevanz auf allen kirchlichen Ebenen klar zu benennen“, so Foltin.

Also: klimaneutral hergestellte Hostien, Solarzellen auf den Dächern evangelischer Kirchen, ein Windrad statt Glocke im Turm und Elektro… Elektro-Orgel, Elektro-Guitarre statt Zupfklampfe an trauriger Gestalt, Lichtorgel statt Kerzen [wegen CO2] und nur noch Weinersatz als Blutersatz.

Die große Transformation:

Indes betrachten wir uns die “Erinnerung” näher:

“Es braucht die Erinnerung, dass wir verletzlicher Teil der Schöpfung sind und nicht ihr Gegenüber. Es braucht eine Erneuerung der Schöpfungstheologie. Es braucht inneren Widerstand gegen die Konsumgewohnheiten in der expansiven Moderne, in die wir alle verstrickt sind. Es braucht eine ‚Große Transformation‘.“”

War es nicht, wie soll man sagen, vielleicht: KONSENS unter Kirchenmenschen, dass Gottes Schöpfung eben das ist, Gottes Schöpfung, die Schöpfung, in der sich Gottes Handschrift ablesen lässt. Und nun behaupten Teile dieser Kirche, dass Menschen mit ihrem Tun mit Gottes Schöpfung, mit dem, was im großen Plan Gottes vorherbestimmt ist, herumgewurschtelt und einen von Menschen verursachten und durch Menschen kontrollierbaren Klimawandel dadurch hervorgebracht haben?

Stellen sich diese Menschen damit nicht auf dieselbe Stufe wie Gott, reduzieren ihn zum Kumpel?

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Offenkundig tun sie das. Und damit ist die Notwendigkeit von “Gott” entfallen. Wozu braucht man den Alten, wenn Menschen, wenn die evangelische Kirche in der Lage ist, das Schicksal der Schöpfung Gottes zu beeinflussen. Was für ein Stümper, dass er das nicht vorhergesehen hat … In jedem Fall ist er überflüssig. Kein Wunder also, dass die Vertreter der evangelischen Kirche auf der Suche nach göttlichem Sinn in ihrem Leben bei politischen Ideologien angelangt sind, bei kommunistischen politischen Ideologien versteht sich, bei kommunistischem Kleinkindgeschwätz, das für die gottlosen Evangelen zur Offenbarung wird.

“Zudem hat die Klimaaktivistin Aimée van Baalen (Sprecherin, Letzte Generation) einen dringenden Appell an die 128 Synodalen gerichtet: „Es ist an der Zeit, Risiken einzugehen. Denn jetzt zu schweigen, ist das größte Risiko von allen.“”

Wenn Sie nicht kleben, predigen Sie der Evangelischen Kirche und erhalten dort stehende Ovationen, weil die Evangelischen glauben, endlich einen Sinn in ihrem bisher nutzlosen religiösen Leben gefunden zu haben: Klimaschutz. Wie lange waren die Evangelischen auf der Suche nach einfachen Antworten auf ihrer Suche nach dem Sinn in ihrem Leben. Nun haben sie ihn: Schutz des Planeten, Schutz der nächsten Generation, Schutz der übernächsten Generation, Schutz der überübernächsten Generation. Man kann sich nicht um die Bedürfnisse aktuell lebender Menschen kümmern, wenn man derart wichtige Aufgaben gerade für sich gefunden hat, Aufgaben, die, wenn man sich ihnen verschreibt, das Risiko mit sich bringen, noch mehr Mitglieder zu verlieren, Kirchenmitglieder, die auf der Suche nach Halt und Zuspruch im Leben sind, nicht auf der Suche nach ideologischen Floskeln in pseudo-religiöser Verpackung. Aber, so haben die Sinngierigen auf der Synode der evangelischen Kirche gerade gelernt: Es ist an der Zeit, Risiken einzugehen. Denn jetzt zu schweigen, ist das größte Risiko von allen.

Derartiger Bullshit bleibt ihnen so sehr in Erinnerung, dass sie eigens eine Pressemeldung darum herum schreiben.

Risiko und Unsicherheit sind zwei Konzepte, die u.a. in Teilen der Ökonomie weit verbreitet sind. Man kann beide Konzepte in aller Kürze zusammenfassen: Risiko ist die Ansicht, dass man die Wahrscheintlichkeit, dass ein bestimmtes [Handlungs-]Ergebnis in der Zukunft eintritt, berechnen kann, Unsicherheit umfasst die Einsicht, dass es nicht geht. Technischer formuliert: Risiko ist die Ansicht, man könne den induktiven Fehlschluss vermeiden, Unsicherheit der Beleg dafür, dass es nicht geht.

Beide Konzepte haben Bertrand Russell viel beschäftigt und vermutlich auch gequält und letztlich zur Erfindung von Russells Truthahn geführt, der nach einiger Zeit bemerkt, dass er um zumeist dieselbe Zeit gefüttert wird. Er kalkuliert, wie man sagen könnte, das Risiko, das sich einstellt, wenn er immer zur selben Zeit am Fütterort wartet, unter in Rechnung-Stellung der Gefahr, die vom Fütterer ausgeht und kommt zu dem Schluss, dass das Risiko kalkulierbar klein und in keinem Verhältnis zum Nutzen steht, der vom Futter ausgeht. Seine Kalkulation bestätigt sich bis zum 24. Dezember. Weihnachten. Die Zeit, zu der traditionell ein Truthahn auf den Tisch kommt. Dieser Irrtum des Truthahns ist die Falsifizierung der Ansicht, Risiko sei zu berechnen und der Beleg dafür, dass Unsicherheit herrscht.

Man könnte vor diesem Hintergrund zurück zu dem Schluss gelangen, dass Kirche einst dafür gedacht war, Menschen Halt in Unsicherheit zu geben, angesichts von Dingen, die sich ihrem Einfluss entziehen, als Bollwerk gegen Unsicherheit zu fungieren, auch auf das Risiko hin, regelmäßig keines zu sein, schon deshalb nicht, weil sich die zukünftige Entwicklung auch dem Einfluss der Kirche entzieht. Deshalb war Zweck und Funktion von Kirche und Religion zu allen Zeiten ein psychologischer, dass ihn die Oligarchie, die sich zwangsläufig in Institutionen einstellt, in Selbstbereicherung umgedeutet hat, steht auf einem anderen Blatt.

Heute besteht der Zweck von Religion für die evangelische Kirche offenkundig darin, eine sichere Zukunft durch Verzicht und Buße in der Gegenwart zu verkaufen, allerdings nicht mehr für diejenigen, die verzichten und Buße tun, sondern für diejenigen, die erst noch geboren werden müssen. Die evangelische Kirche ist damit vollständig im Fahrwasser des Kommunismus angelangt, in seiner Schwabschen Variante des Great Resets: Tut Buße, denn eure Ahnen, Urahnen, Urururahnen sie haben gesündigt, in CO2. Die neue Klimareligion ebenso wie ihre kommunistische Auslegung im Great Reset sind nichts anderes als neue Varianten, mit denen Menschen eine Erbsünde angedichtet werden soll, um sie gefügig zu machen, gefügig für die “große Transformation”, wie das bei der evangelischen Kirche heißt, jene Transformation des Lebens in Zufriedenheit und Glück, in einigem Wohlstand und mit nur normalen Sorgenanteil, in ein Leben in Unsicherheit, Unzufriedenheit, Entbehrung und täglicher Sorge um den eigenen Unterhalt.

Es hat in der Geschichte der christlichen Religionen immer wieder Sekten gegeben, die den Selbsthass in die Selbstverstümmelung getrieben haben. Mit der evangelischen Kirche ist nun ein Player auf dem Spielfeld, der versucht, den Selbsthass der dort herrschenden Oligarchen und die Verstümmelung individueller Leben als Dienst an nächsten Generationen zu verkaufen.

Es passt, dass sich die evangelische Kirche mit der letzten Generation gemein macht.

Viele werden für sich den Entschluss fassen, die letzte Generation in der Reihe von Kirchensteuerzahlenden Generationen zu sein und diesen Haufen sich auf der Suche nach Glauben an jeden Marktschreier anbiedernden “Evangelen” zu verlassen.



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Von Veritatis

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