Edward Slavsqua

Frohes neues Jahr

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstag ein sehr umsichtiges Gesetz unterzeichnet, das die Kontrolle über die biometrischen Daten des Landes (Gesichtsscans und Stimmproben) an ein kommerzielles Unternehmen überträgt, das teilweise von der russischen Zentralbank kontrolliert wird.

Dies ist notwendig, um die Daten aller Bürger vor rubelschwingenden Wirtschaftsunternehmen zu schützen. Ja.

Wie RIA Novosti fachkundig erklärte, handelt es sich hierbei möglicherweise um das beste Gesetz aller Zeiten – voller Sicherheit, Achtung der individuellen Freiheiten, finanzieller Freiheit, Privatsphäre und schokoladenüberzogener Einhörner.

Das Gesetz sollte geändert werden, um den Russen die Möglichkeit zu geben, sich dagegen zu entscheiden, dass ihre Daten gesammelt und in einer freundlichen zentralen Datenbank gespeichert werden, die von einem kommerziellen Unternehmen kontrolliert wird (wir haben das erwähnt, nicht wahr?), aber die angeblichen Änderungen waren rein kosmetisch und voller köstlicher Schlupflöcher.

Beim Durchstöbern von Artikeln über verschiedene Aspekte dieses irrsinnigen Gesetzes stießen wir auf diese Kleinigkeit aus den staatlichen Medien (vom Juli) über Russlands einheitliches biometrisches System:

Wie das Komitee für Informationspolitik der Staatsduma erklärte, wird der Mechanismus zur Ausweitung des Einsatzes biometrischer Technologie beitragen, etwa bei bargeldlosen Zahlungssystemen.

Hasser (wie z.B. jeder russischsprachige Telegram-Kanal) sagen, dieser Gesetzentwurf sei heißer schwäbischer Müll, aber was wissen die schon?

Wenn dieses Biometriegesetz so schlecht wäre, warum wurde es dann im Eiltempo durch die Legislative gepeitscht und wenige Tage vor Neujahr unterzeichnet, als alle sehr aufmerksam auf die gesetzgeberischen Angelegenheiten achteten?



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Von Veritatis

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