Ungarns Sonderweg in der Migrations- und Familienpolitik
Symbolbild: fp

Im Unterschied zu westeuropäischen Staaten leidet Ungarn nicht unter Einwanderung, sondern unter Abwanderung. Vor allem junge, häufig gut ausgebildete Ungarn zieht es nach Österreich, Deutschland und in die Schweiz.

Gastbeitrag von Kovács Zsolt Csaba aus dem Printmagazin Info-DIREKT, Ausgabe 45.

Dem Schwund der eigenen Bevölkerung durch Abwanderung und Geburtenrückgang will Ungarn mit einem Bekenntnis zur Familie entgegenwirken.  So ist die Familie als gesetzlich „wichtigste nationale Ressource“ des Landes festgelegt. Damit genießt auch die traditionelle Ehe als Grundpfeiler der Familiengründung und guten Erziehung einen besondern Schutz.  Dieses klare Bekenntnis zur Familie ist der neomarxistischen EU selbstverständlich ein Dorn im Auge. 

Für Liberale, Grüne, Linke und Progressive, die Gott, Vaterland und Familie verleugnen, ist Ungarns Haltung auch beim Thema Migration völlig unverständlich. Dabei verstehen diese Gruppen nicht, dass die Migrantenanstürme auf Europa Viktor Orbán und seine Fidesz-Partei stärken. Auch die Fidesz-Partei ist nämlich nicht frei von Korruptionsskandalen und unpopulären Politikentscheidungen. Der andauernde Migrantenansturm – ungarisch-historisch betrachtet – aus einer feindlichen Religion, ist für Orbàn jedoch eine gute Möglichkeit, die politische Oberhand im Land zu behalten.

Geschichtsbewusste Ungarn

Die Ungarn haben noch nicht vergessen, dass sie vom 14. bis zum 18. Jahrhundert gegen die einfallende muslimische Welt kämpften. Diese fast 500 Jahre lange Landesverteidigung unter christlichen Fahnen ist auch dem gewöhnlichen ungarischen Bürger noch bewusst. Daran ändern auch Brüsseler (Geld-)Erpressungen und juristische Spielereien nichts. Wir Ungarn ließen uns von der „allmächtigen“ Sowjetunion trotz fast einem halben Jahrhundert der Besatzung und Christenverfolgung unsere Identität nicht zermalmen. Die westliche Dekadenz wird dies noch weniger schaffen. 

Das bedeutet nicht, dass es in Ungarn seit der Gründung des christlichen Königreiches im Jahre 1.000 nicht auch immer wieder größere Einwanderungswellen gegeben hat. Das Prinzip dieser Aufnahme war jedoch die Bereitschaft, Teil der ungarischen Schicksalsgemeinschaft zu werden. Diese christliche „Integrationspolitik“ hat sich über die Jahrhunderte als sehr fruchtbar erwiesen. 

Gutes Verhältnis zum Ausland

Das gilt auch für die Gegenwart. Derzeit leben über 5.000 muslimische Studenten in Ungarn, die hier ein Stipendium erhalten haben. Die Zahl dieser Studenten ist jedoch auf ein bestimmtes Maß beschränkt. Wir Ungarn wollen nämlich nicht, dass Muslime in großen Massen nach Ungarn kommen, das würde eine Veränderung unserer Kultur bewirken und das lehnen wir ab.

Ungarn strebt ein kulturelles, wissenschaftliches, wirtschaftliches, also partnerschaftliches Verhältnis auch zu mohammedanischen Ländern an. Wir wissen, dass die mit den Ungarn verwandten asiatischen Völker reich an Rohstoffen sind. Die Muslime, die in Ungarn sind, haben wir selbst hereingelassen. Sie akzeptieren, dass sie in einem christlich geprägten Land leben, und halten sich an unsere Gesetze. Selbiges gilt auch für Chinesen, zu denen wir ein ausgezeichnetes Verhältnis haben. Dennoch wollen wir nicht, dass morgen fünf Millionen Chinesen vor unserer Tür stehen. Orbáns Regierung wurde deshalb dazu gewählt, Ungarn für die Ungarn erhalten. 

Lückenpresse hetzt gegen Ungarn

Wenn westliche Medien über Ungarn berichten, werden jedoch nicht nur die 5.000 muslimischen Studenten verschwiegen, sondern auch, dass Ungarn fast 1,5 Millionen ukrainische Flüchtlinge aufgenommen hat. Die Ukrainer sind von Christentum geprägt und uns kulturell verbunden und das, obwohl es ernsthafte Konflikte zwischen der ungarischen Regierung und der ukrainischen Regierung gibt. Grund dafür ist die Unterdrückung und Terrorisierung der ungarischen Minderheit in Kárpátalja, also den Vorkarpaten. 

Ungarn als Zufluchtsort für Westeuropäer

Viktor Orbán hat die Ungarn übrigens ersucht, sich mental auf die Situation vorzubereiten, dass  bald Christen in großer Zahl aus Westeuropa nach Ungarn kommen werden. Diese würden nicht wegen des Lebensstandards, sondern wegen der Lebensqualität nach Ungarn kommen, die mehr Wert sei als jedes Einkommen. In Ungarn gibt es keine Migration im westlichen Sinn, es gibt jedoch die Chance auf christliche Kultur, öffentliche Sicherheit und ein Leben ohne Terror. Das finden mittlerweile viele Deutsche und Österreicher attraktiv – Immobilienmakler erleben dies bereits. 

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Von Veritatis

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