Jedes Wirtschaftssubjekt kann seine Ausgaben grundsätzlich auf zwei Wegen bestreiten, aus den eigenen Einnahmen oder mittels Schulden. Dies gilt auch für den Staat. Auch er finanziert seine Ausgaben entweder durch die Steuereinnahmen oder nimmt Schulden auf, um seine Ausgaben zu bezahlen.

Werden Steuereinnahmen zur Finanzierung der Ausgaben herangezogen, sind die Folgen für alle Betroffenen recht schnell zu spüren, denn vom Bruttoverdienst bleibt ein immer kleiner werdender Nettoverdienst übrig. Weil dem so ist, greifen die Politiker gerne zu einem Mittel, das den wählenden Bürger nicht so schnell die negativen Wirkungen der staatlichen Ausgaben spüren lässt: neue Schulden.

Dabei ist es vollkommen egal, ob die Politik die Schulden sauber als das deklariert, was sie sind, also von Darlehen und Krediten spricht, für die Zinsen zu bezahlen sind und die eines Tages vollständig zurückgezahlt werden müssen, oder vernebelnd von Sondervermögen schwadroniert und damit suggeriert, es seien Guthaben vorhanden, auf die man noch zurückgreifen könne.

Die Zeche zahlt in jedem Fall der Bürger

Erfolgt die Bezahlung der Ausgaben über direkte Steuern, so haben die Ausgaben des Staates keine Auswirkungen auf die Inflation, denn die Kaufkraft, die dem Einen genommen wird, kommt dem Anderen als zusätzliche Kaufkraft wieder zugute. Unter dem Strich heben sich beide Effekt auf, sodass keine zusätzliche Teuerung entsteht.

Ganz anders stellt sich die Situation jedoch dar, wenn der Staat seine Ausgaben über die Aufnahme neuer Schulden finanziert. In diesem Fall entsteht in unserem Geldsystem zwangsläufig Inflation, denn während der Eine keinen Kaufkraftverlust erfährt, weil ihm nichts genommen wird, entsteht an anderer Stelle durch den staatlichen Kredit quasi aus dem Nichts eine zusätzliche Kaufkraft, der kein zusätzliches Angebot gegenübersteht.

Wer die aktuelle Politik der deutschen Ampelregierung aber auch die Programme anderer Regierungen aus diesem Blickwinkel betrachtet, der ahnt sogleich, dass die Inflation uns noch eine ganze Weile begleiten wird.





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Von Veritatis

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