Die Thüringer Metalcore-Band hat den Amis einst zum ersten Schritt auf eine deutsche Bühne verholfen. Heute sind beide Stars – und nun gemeinsam auf Europatour!

Metalcore.

Die amerikanische Metalband Trivium gehörte in den letzten Dekaden zu den weltweit wichtigsten Vertretern des sehr harten Rock. Spätestens seit dem 2006 erschienenen Album “The
Crusade” platziert die Gruppe um Gitarren-Genie Matt Heafy ihre Hammerwerke regelmäßig weltweit in den Charts und rockt Festivals von der Headliner-Position aus. Was aber wenig bekannt ist: Die Band bekam ihren ersten Karriereschub von Thüringen und Sachsen aus. Vor 20 Jahren nämlich erschien das Debütalbum “Ember To Inferno” beim Leipziger Label Lifeforce, der damals wichtigsten Keimzelle für den aufkommenden Metalcore. “Irgendwer hatte mir die Demo CD ,Trivium‘ geschickt. Die hat mich so gepackt, dass ich mir die Band direkt sicherte”, erinnert sich Inhaber Stefan Lüdike, der das 1995 im vogtländischen Plauen gegründete und erst später nach Leipzig gezogene Label im Jahr 2000 übernommen hatte.

Lifeforce bewegte sich damals zwar noch im tiefsten Untergrund und flog selbst bei vielen Szene-Magazinen noch unter dem Radar, doch mit “Vent” von der Ruhrpott-Band Caliban und “Whatever It May Take” von Heaven Shall Burn aus Saalfeld hatte das Label bereits zwei erste Klassiker des Metalcore veröffentlicht, die dieser später höchst erfolgreichen Mixtur aus Metal und Hardcore die Richtung zeigten. Trivium, heute dafür bekannt auf ihren souverän angelegten Alben immer wieder diverse Subgenres des Metals zu durchstreifen, begann diese Reise damals selbst mit der frischen Energie des Metalcore.

Vor allem Heaven Shall Burn hatte es dem damals erst 17-jährigen Heafy extrem angetan; und so ging für ihn ein Traum in Erfüllung, als Trivium nach Veröffentlichung des Debüts für drei Shows nach Europa kommen konnte und das einzige Deutschlandkonzert im Clubhaus Saalfeld absolvierte: Als Opener des eines Mini-Festivals vor Darkest Hour, Dew Scented und dem Headliner Heaven Shall Burn. Wohlgemerkt: Unter den wachsamen Augen seines Vaters, eines Ex-US-Marines, der das Management übernommen hatte und allerorts für den nötigen Respekt sorgte.

Nur ein paar hundert Fans sahen damals dieses historische Line-Up, dass den Beginn einer andauernden Freundschaft der Musiker bedeutete: Trivium und Heaven Shall Burn blieben verbunden, während sie sich in den Folgejahren parallel zu Weltklasse-Gruppen entwickelten, die nur eine Stufe unter Legenden wie Iron Maiden auf Festivals wie Wacken zu finden sind und sich dort auch gelegentlich trafen. Das ist nun anders: Erstmals touren beide Bands als Co-Headliner durch Europa. Bis Dienstag waren sie in Großbritannien unterwegs; seit gestern geht es auf dem Festland zur Sache:

Im Konzert Heaven Shall Burn und Trivium spielen unter anderem am 21. Januar in Erfurt, am 22. in Prag, am 29. in Leipzig und am 12. Februar in Berlin. Karten gibt es in allen “Freie Presse”-Shops in Ihrer Nähe.

www.heavenshallburn.com

www.trivium.org

 



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Von Veritatis

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