Es ist immer gut, wissenschaftliche Belege für das zu haben, was einem sein eigener Alltagsverstand sagt.

Transsexualität wird im ICD-10 unter F64.0, als “Störung der Geschlechtsidentität” unter den Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen geführt:

Im DSM-V, dem Nachfolger des DSM-IV, des Diagnostic Manual of Mental Disorders, dem Diagnosehandbuch mentaler Störungen wurde bis 2013 Gender Identity Disorder (Störung der Geschlechtsidentität) als Persönlichkeits-/Verhaltensstörung geführt. Seit 2013 heißt die identische Persönlichkeits-/Verhaltensstörung nun “Gender Dysporia”, Gender Dysphorie in Deutsch, Genderinkongruenz bei der Wikipedia.

Am Krankheitsbild und der Beschreibung desselben, hat sich nichts geändert. Der Name wurde verändert, um einer Stereotypisierung von Transsexuellen als persönlichkeits- und verhaltensgestört entgegen zu wirken. Seither gibt es Bestrebungen Gender Dysphoria komplett zu streichen, um Transsexualität zu normalisieren, ein Vorhaben, das von denen abgelehnt wird, die befürchten, eine “Normalisierung” von Transsexualität würde dazu führen, dass die hohen Kosten medizinischer Prozeduren der körperlichen Verstümmelung, Kastration und plastischen Chirurgie von Transsexuellen getragen werden müssten.

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Und natürlich ist Geschlechts”anpassung”, wie Kastration und Verstümmelung verharmlosend heißt, heute ein großes Geschäft für diejenigen, die ihr Skalpel ohne Skrupel führen und diejenigen, die das Arsenal an Medikamenten, das die medizinische Herstellung eines Transsexuellen begleitet, bereitstellen.

Indes, die “Normalisierung” von Transsexualität, die Streichung der zugehörigen Persönlichkeits- und Verhaltensstörung hätte wenig Effekt, denn eine Reihe von Studien zeigt, dass eine Störung der Geschlechtsidentität mit einer Vielzahl sonstiger Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen einher geht, quasi eine Klammer ist, unter der sich weitere Persönlichkeits-/Verhaltensstörungen einfinden.

Eine der umfangreichsten Studien zu diesem Thema stammt, sie werden es so wenig glauben wie wir, aus dem IRAN.

Im Iran gibt es mindestens eine Klinik, an der “sex re-assignment surgery” in Deutsch: geschlechtsangleichende Operationen durchgeführt werden, was dabei auch immer an was angeglichen wird. Die entsprechende Klinik findet sich in Teheran, also unter den wachsamen Augen der Revolutionären Garden und Ayatollahs und ist Teil der Iran University of Medical Science. Die Begründung für die überraschende Tatsache, dass im Iran “geschlechtsangleichende Operationen” durchgeführt werden, findet sich im Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen. Wenn also zwei Schwule oder Lesben unbedingt heiraten wollen, dann muss einer davon sein Geschlecht “ändern”, um nicht Opfer der Sharia zu werden.

70 der Iraner, die für eine “geschlechtsanpassende” Operation die notwendigen Voraussetzungen erfüllt haben, wurden von Meybodi et al. (2014) mit dem Millon Clinical Multiaxial Inventory II auf sonstige Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen getestet und die auf diese Weise gewonnenen Ergebnisse durch eine Untersuchung des jeweiligen “Kandidaten” durch zwei Professoren der Psychiatrie überprüft.

Die Ergebnisse sprechen für sich:

  • 57 der 70 Transsexuellen (81,4%) wiesen mindestens eine zusätzliche Persönlichkeits-/Verhaltensstörung auf;
  • Bei 10 der 70 Transsexuellen wurde eine weitere Persönlichkeits-/Verhaltensstörung diagnostiziert;
  • Bei 12 der 70 Transsexuellen wurden zwei weitere Persönlichkeits-/Verhaltensstörungen,
  • bei 10 der 70 Transsexuellen wuden drei weitere Persönlichkeits-/Verhaltensstörungen,
  • bei 25 der 70 Transsexuellen wurden vier und mehr weitere Persönlichkeits-/Verhaltensstörungen daignostiziert;
  • Die häufigste weitere Persönlichkeits-/Verhaltensstörung war
    • eine narzisstische Persönlichkeits-/Verhaltensstörung: 40 der 70 Transsexuellen (57,1%) wiesen sie auf,
    • gefolgt von obzessiv-zwanghaften Persönlichkeits-/Verhaltensstörungen: 27 (38,6%),
    • masochistisch-sadistischen Persönlichkeits-/Verhaltensstörungen: 24 (34,3%),
    • Paranoia: 18 (25,7%);
    • anti-sozialer Persönlichkeits-/Verhaltensstörung: 16 (22,9%) usw.
    • Die vollständige Liste findet sich hier.

Nun könnte man denken, die Iraner haben vielleicht ein besonderes Interesse daran, Transsexuelle als Konglomerat von Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen darzustellen. Indes stehen sie mit ihren Ergebnissen nicht allein. Schon 1993 haben Bodlund et al. (1993) eine Studie durchgeführt, in der sie für 19 Transsexuelle und 133 Heterosexuelle, die als Kontrollgruppe dienten, die Verbreitung von Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen untersucht haben. Während unter den 133 Personen der Kontrollgruppe keine einzige Persönlichkeits-/Verhaltensstörung diagnostiziert werden konnte, konnte bei 12 der 19 Transsexuellen mindestens eine, in der Regel aber mehrere Persönlichkeits-/Verhaltensstörungen diagnostiziert werden.

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Levine findet schon 1980 unter 51 Personen, die eine geschlechtsangleichende Operation hinter sich gebracht haben, ebenfalls umfangreiche Persönlichkeits-/Verhaltensstörungen. 93% der Männer, die eine geschlechtsangleichende Operation an sich haben durchführen, sich haben kastrieren lassen, weisen mindestens eine, in der Regel aber mehrere Persönlichkeits-/Verhaltensstörungen auf, 58% der Frauen. 8% der Transsexuellen waren schizophren.

Duišin et al. (2014) haben 30 Transsexuelle mit 30 Heterosexuellen verglichen und eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür gefunden, dass bei Transsexuelle weitere Persönlichkeits-/Verhaltensstörungen diagnostiziert werden können.

Quelle: Duišin et al. (2014)

Vor allem für Paranoia finden die Autoren eine viel häufigere Wahrscheinlichkeit, bei Transsexuellen diagnostiziert zu werden als bei Heterosexuellen, und dass sie überhaupt einen signifikanten Unterschied zwischen beiden Gruppen finden, ist angesichts der geringen Fallzahl an sich schon ein herausragendes Ergebnis.

Die Reihe der Studien, die den bisherigen Befund stützen, kann problemlos erweitert werden:

Havar, Esmaiel Shirdel, Kamran Yasrebi, Ramezan Hassanzadeh, Mohammad Moshkani, and Azam Kaboosi (2015). Personality disorders and psychiatric comorbidity among persons with gender identity disorder. Journal of the Indian Academy of Applied Psychology 41(3): 141.

Madeddu, Fabio, Antonio Prunas, and Diamante Hartmann (2009). Prevalence of Axis II disorders in a sample of clients undertaking psychiatric evaluation for sex reassignment surgery. Psychiatric Quarterly 80: 261-267.

Modestin, J. and Ebner, G. (1995). Multiple personality disorder manifesting itself under the mask of transsexualism. Psychopathology, 28(6), pp.317-321.

Prud’homme, Julie, Christina L. Robillard, and Brianna J. Turner (2020). 13 Personality Disorders among Sexual and Gender Minority Populations. The Oxford Handbook of Sexual and Gender Minority Mental Health: 147.

Stusiński, Jarosław, and Michał Lew-Starowicz (2018). Gender dysphoria symptoms in schizophrenia. Psychiatria Polska 52(6): 1053-1062.

Man kann es also als wissenschaftlich gesicherten Befund ansehen, dass Transsexualität in den meisten Fällen eine Klammer ist, unter der sich mehrere Persönlichkeits-/Verhaltensstörungen einfinden.


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Von Veritatis

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