Gemeinsam anpacken, loslegen und sehen, dass was geht – das ist der Gedanke der Kulturhauptstadt. “Freie Presse” stellt in einer neuen Serie Menschen der Region vor, die das leben. Heute: Fritz Tuffner und der Verein “Kannste mal säen!” in Langenweißbach.

Wer seid Ihr?

Wir sind sieben Freunde, alle um die 30 und sehr naturverbunden. Die meisten von uns haben eigene Häuser, kleine Höfe oder einen Garten. Manche auch mit Tieren, zum Beispiel Wachteln, Hühner, Enten, Schweine und Schafe – allerdings weniger zum Essen gedacht, sondern eher als wirkliche Nutztiere für Hof und Garten gehalten. Beruflich kommen wir aus ganz unterschiedlichen Ecken, wir haben eine Erzieherin und einen Erzieher, eine Pädagogin, einen Metallbauer und drei Gastronomen in der Gruppe. Ich selbst bin gelernter Koch und nun selbstständig mit einer Eventlocation, dem “ODC-Oberdeck Chemnitz”.

Was macht Ihr?

“Kannste mal säen!” ist ein Garten- und Kulturverein. Wir haben zwar alle wenig Zeit, wollen in der Freizeit aber trotzdem gelegentlich etwas gemeinschaftlich auf die Beine stellen. Das reicht von Kleinfesten bis Workshops und dem Anlegen von Schaubeeten.

Was stört Euch in dieser Welt?

Egoismus, Ignoranz, fehlende Naturverbundenheit, und wenn sich alles nur ums Geld dreht.

Wie wollt Ihr diese Welt verändern?

Im Kleinen vor der Haustür. Wir wollen so gut es geht im Einklang mit der Natur leben, das Verantwortungsgefühl für unsere Umwelt fördern und mit unseren Festen und Zusammenkünften die Gemeinschaft im Ort stärken. Es ist auf dem Dorf nicht mehr so, dass jeder jeden kennt. Viele ziehen sich zurück – das wollen wir ein bisschen aufbrechen.

Was war bisher Euer größtes Ding?

(lacht) Wir sind auf alles stolz und dankbar, was wir bisher auf die Beine gestellt haben. Erst im Februar hatten wir wieder unseren Wintermarkt in Langenweißbach mit Livemusik für einen guten Zweck, selbst gemachtem Essen, Kunsthandwerk und einer Pflanzsamentauschbank. Im zurückliegenden Jahr war auch unser “Äppelfest” im Herbst besonders schön. Hier gab es dank einer mobilen Mosterei den eigenen Saft aus den geernteten Äpfeln innerhalb weniger Minuten und eine Apfelmusverkostung.

Was habt Ihr als nächstes vor?

Das Maibaumstellen am 1. Mai. Hatten wir auch schon im vergangenen Jahr. Wir machen das mit Picknickcharakter, da steuert jeder etwas bei und bereichert so das Fest.

 

Der Verein “Kannste mal säen!” wurde am 20. März 2022 gegründet und hat derzeit sieben Mitglieder. Zu finden ist der Verein auf Instagram.

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Von Veritatis

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